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Donnerstag, 7. April 2016

Immer mehr Menschen arbeiten im Schichtdienst

In immer mehr Branchen gehören flexible Arbeitszeiten inzwischen dazu. 2011 arbeitete jeder vierte Arbeitnehmer (rund 8,9 Millionen) ständig oder regelmäßig am Wochenende. 2001 waren es nur 6,7 Millionen gewesen.
Die Zahl der Schichtarbeiter stieg im gleichen Zeitraum von 4,8 auf 6 Millionen.
Im Nachtdienst arbeiteten 2011 3,3 Millionen Deutsche, 2004 waren es 2,5 Millionen.
Das ist das Ergebnis einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.
Grund für die Zunahme der Schicht- und Wochenend-Dienste ist die Ausweitung des Dienstleistungssektors. Flexible Arbeitszeiten sind nicht mehr nur auf Produktionstätigkeiten beschränkt, sondern inzwischen auch in der Gesundheitsbranche oder im Einzel- und Großhandel Alltag geworden.

Gesundheitliche Folge von Nacht- und Schichtdiensten
Nacht- und Schichtarbeit bedeutet arbeiten gegen den biologischen Rhythmus, die innere Uhr. Die Folgen können Schlafstörungen, Herz,- Kreislauferkrankungen und Psychische Belastungen sein. Folgen von Schichtarbeit können sich in Form von Nervosität, Niedergeschlagenheit oder körperlicher Erschöpfung äußern. Aber auch Rückenbeschwerden können ein Resultat von psychischem Stress sein.
Statistisch betrachtet, treten gesundheitliche Folgen von Schichtarbeit erst nach 15 bis 20 Jahren in der Schichtarbeit zunehmend auf.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin spricht sich dafür aus, dass Arbeitnehmer zwei, maximal vier Nächte nacheinander Nachtdienst haben. Zudem plädiert die Bundesanstalt für eine soziale Schichtplanung, d.h. wenn am Wochenende gearbeitet wird, sollten Arbeitnehmer dafür zwei zusammenhängende Wochentage frei haben.

Quelle: www.bild.de vom 19.02.2013