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Donnerstag, 5. Mai 2016

Die 10 häufigsten Fehler im Bewerbungsgespräch

Der Volksmund sagt: Vorbereitung ist die halbe Miete. Auch auf Bewerbungsgespräche trifft diese Weisheit zu. Aber Vorbereitung allein reicht nicht aus, um Personalberater im Vorstellungsgespräch von sich zu überzeugen. Es geht vor allem darum sich als Persönlichkeit authentisch zu präsentieren und grundlegende Fehler zu vermeiden. Um allerdings bestimmte Verfehlungen zu vermeiden muss man sie kennen: Daher haben wir die 10 häufigsten Fehler im Bewerbungsgespräch hier für Sie zusammengefasst.

1. Schlechte Vorbereitung
Inhaltlich: Sie sollten in jedem Fall grundlegende Informationen über ihren zukünftigen Arbeitgeber parat haben und die angestrebte Position definieren können. Es ist ein schlechtes Signal, wenn Sie nicht in der Lage sind ihr gewünschtes Tätigkeitsfeld zu präzisieren, geschweige denn das Core Business des Unternehmens zu definieren.
Strategisch: Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken über einen möglichen Verlauf des Gesprächs. Auf heikle Fragen, wie etwa zu Lücken im Lebenslauf und besonders auf Gegenfragen sollten Sie unbedingt vorbereitet sein.

2. Kritik am Ex-Arbeitgeber
Wenn Sie im Bewerbungsgespräch in erster Linie ihren Ex-Arbeitgeber kritisieren, laufen Sie Gefahr beim Gegenüber den Eindruck zu erwecken auf der Flucht zu sein: Kein Arbeitgeber sucht jemand Frustrierten, der eine Zwischenstation sucht, um vorerst dem alten Unternehmen zu entkommen. Bewerben Sie sich lieber nach dem Motto: In meiner jetzigen Position könnte ich noch vieles erreichen, aber bei Ihnen sind die Aussichten weitaus besser.

3. Unpünktlichkeit
Banal aber bedeutend: die Pünktlichkeit. Wer schon zum ersten Termin zu spät kommt, hinterlässt im Punkto Zuverlässigkeit direkt einen schlechten ersten Eindruck.  Seien Sie lieber zu früh dran, um sich eventuell noch mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen. Denn Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige.

4. Zu große oder zu wenig Zurückhaltung
Bei der Darstellung all Ihrer Vorzüge, die in jedem Fall zu einem Vorstellungsgespräch dazugehört, ist es wichtig das rechte Maß zu finden. Denn sowohl ein schüchterner, als auch ein breitspuriger Bewerber hinterlassen beim Personaler keinen positiven Eindruck. Seien Sie am besten unverkrampft ehrlich und zugleich kritisch bezüglich Ihrer Eigenschaften. Arroganz verträgt sich nicht mit Teamfähigkeit und Schüchternheit schließt Führungsstärke aus.

5. Mangelnde Begeisterungsfähigkeit
Seien Sie nicht zu sachlich und abgeklärt – zeigen Sie Eigeninitiative. Unternehmen suchen individuelle Persönlichkeiten, die sich mit dem was sie denken und tun identifizieren. Signalisieren Sie also zum Beispiel durch passende Gegenfragen lebhaftes Interesse. Besonders wer am Ende des Gesprächs Fragen hat, hinterlässt einen positiven Eindruck.

6. Fehlende Ehrlichkeit
„Ehrlichkeit währt am längsten“, dieses Sprichwort scheint zwar überstrapaziert, doch ist es das aus gutem Grund. Wer seiner Integrität schon zu Beginn einer Beschäftigung potentiell schadet, wird früher oder später die Konsequenzen tragen müssen. Denn je später eine Lüge aufgedeckt wird, umso gravierender sind die Folgen. Zudem bieten Betrugsermittler der Kriminalpolizei immer mehr Seminare für Personaler an, in denen diese lernen Unwahrheiten bereits anhand von Kleinigkeiten zu entlarven.

7. Diffuse Argumentation
Wer planlos antwortet und unstrukturiert argumentiert erweckt den Verdacht ebenso planlos und unstrukturiert zu handeln; abgesehen davon, dass diffuse Argumentation ein klarer Ausdruck mangelnder Vorbereitung ist. Zusammenhänge einleuchtend darzustellen ist eine Pflichtaufgabe, die jeder Bewerber erfüllen muss. Grundsätzlich gilt: Ruhig bleiben und sachlich strukturiert argumentieren.

8. Falsche Körpersprache
Paul Watzlawick sagte einmal: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Er bezog sich auf die  sogenannte non-verbale Kommunikation, die einen erheblichen Teil menschlicher Interaktion ausmacht. So ist die richtige Körpersprache auch im Bewerbungsgespräch ganz entscheidend hinsichtlich der Wirkung auf Ihren Gesprächspartner. Eine aufrechte Sitzposition oder ein fester Händedruck können schon viel über Sie aussagen. Fehlender Augenkontakt hingegen, zu leises Sprechen und schüchterne Gestik signalisieren fehlendes Selbstbewusstsein.

9. Mangelnde Spontaneität
Spontaneität ist ein wichtiges Kriterium, denn sie signalisiert Schlagkräftigkeit und hinterlässt bleibenden Eindruck. Lassen Sie bei Ihrer Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch unbedingt Spielraum für spontane Antworten. Wer spontan reagieren kann, wirkt entspannt und authentisch und das kommt an. Sind Sie hingegen an ein zurechtgelegtes Konzept zu sehr gebunden, wirken ihre Antworten schnell hölzern und künstlich.

10. Die Sache mit dem Geruch
Wie Wissenschaftler der Universität Mannheim in einem Experiment herausfanden, beeinflusst das Parfum von Kandidaten in Bewerbungssituationen die Personalentscheidung. Sobald Probanden einen blumigen Duft trugen, hatten sie unabhängig von ihren Antworten deutlich schlechtere Chancen auf den Job. Tragen Sie also zu ihrem nächsten Bewerbungsgespräch besser einen herben Duft auf, dann kann es in Zukunft nur noch an Ihren Antworten liegen, ob Sie die Position bekommen.

Quelle www.experteer-blog.de