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Montag, 15. August 2016

Mutiger werden – mit diesen 8 Schritten






Es gibt Situationen, in denen Sie einen bestimmten Schritt gehen müssen, aber keinen Mut dazu haben. Sie erkennen zwar, dass die folgende Handlung in Ihrem Interesse liegt oder Ihre Gesundheit fördert, schieben es aber dennoch bis auf die letzte Sekunde hinaus. Diese Situationen können im Job entstehen, wenn es zum Beispiel um eine Beförderung geht, oder im Alltag, wenn Sie Zahnschmerzen haben, sich aber nicht zu einem Zahnarztbesuch überwinden können. Möchten Sie für diese Fälle mutiger werden? Dann versuchen Sie doch mit folgenden Schritten...



Die Kosten des Zögerns



Alles hat seinen Preis. Auch die Angst, Zögern und Zweifel. Die meisten suchen zuerst nach Ausreden und Rechtfertigungen, um den nötigen Schritt nicht (sofort) machen zu müssen. Und die vorgeschobenen Gründe klingen vielleicht zuerst auch klug und plausibel.



Doch sie kosten. Jedes Mal, wenn wir etwas hinauszögern, verstärkt es nicht nur das schlechte Gewissen und die Aufregung. Auch schwillt die Angst noch weiter an. Auf diese Weise entstehen sogar manche Phobien - wie etwa die gegenüber Spinnen. Und nicht zuletzt auch die Selbstzweifel, ob wir überhaupt etwas können.



Was oft übersehen wird, sind die (indirekten) Kosten für Karriere und Gesundheit, die mit dem Hinauszögern regelmäßig einhergehen.



Hier sind einige Beispiele:



    Sie haben eine Fremdsprache gelernt und keinen Schein erworben, weil Sie die Prüfung aus Prüfungsangst nie abgelegt haben. Ohne den Nachweis können Sie aber diese Sprachkenntnisse im Lebenslauf nicht angeben.

    Sie haben seit geraumer Zeit Zahnschmerzen, aber fürchterliche Angst vor dem Zahnarztbesuch. Sobald die Schmerzen unerträglich werden, landen Sie beim zahnärztlichen Notdienst - die Behandlung ist dann viel aufwändiger und schmerzhafter, weil sich die Entzündung ausgebreitet hat.

    Sie haben sich nicht getraut, zum Chef zu gehen und um eine Beförderung zu bitten. Jetzt entscheidet er sich für einen anderen Kandidaten, der mutiger war.



Mut zu haben, bedeutet nicht, keine Angst mehr zu spüren - beide schließen einander nicht aus. Was Sie brauchen, um mutiger zu handeln, ist ein realistischeres Bild von der Zukunft und den Konsequenzen des Nicht-Handelns. Oft überzeichnen Betroffene die Risiken der Aktion und übersehen die weitaus höheren Kosten des Abwartens.

Mutiger werden - mit diesen Schritten



Möchten Sie mutiger werden, dann sollten Sie Ihre Entscheidung realistischer reflektieren und kalkulieren – und anschließend danach handeln. Entschlossenheit lässt sich durchaus fördern - mit diesen Schritten...



    Hemmschwellen überwinden



    Hemmschwellen sind Blockaden, die aus Erfahrungen, Gewohnheiten und hohen Erwartungen entstehen. Der erste Schritt wird Ihnen schwerfallen, er erfordert wohl die meiste Willenskraft auf Ihrem Weg, mutiger zu werden: Konzentrieren Sie sich dazu nur auf Ihr Ziel, zu dem der Schritt führen soll - nicht auf die Angst vor den Folgen. So sinken die Hemmschwellen.

    Misstrauen misstrauen



    Das Misstrauen gegenüber unseren Fähigkeiten entwickelt sich aus Situationen, in denen unser Vertrauen vielleicht schon mal enttäuscht wurde, durch anderen Menschen oder durch sich selbst. Es ist ein Schutzschild, das dazu dient, andere nicht zu nah an sich heran zu lassen. Motto: Wer keine Erwartungen hat oder immer vom Schlimmsten ausgeht, kann auch nicht enttäuscht werden. Sie sollten dennoch lernen, sich selbst mehr zu vertrauen - insbesondere den eigenen Fähigkeiten. Misstrauen Sie lieber Ihrem Misstrauen, meist ist es unbegründet. So sinkt auch die Angst vor den Folgen, und Sie können sich mutiger auf Ihr Ziel zubewegen.

    Unabhängiger werden



    Ohne die Angst, aus dem Rahmen zu fallen, wäre die Existenz einer soziale Gruppe wohl nicht denkbar. Wir wollen uns zugehörig fühlen - und damit auch von anderen akzeptiert. Die Kehrseite der Medaille ist: Wir machen uns von der Meinung anderer abhängig. Nimmt diese Abhängigkeit überhand, blockiert sie unseren Mut. Jede Entscheidung, jedes Handeln wird zuerst durch eine Art sozialen Filter geleitet: Wie werden die anderen dann von mir denken? Wahr ist aber: Sie können es ohnehin nie allen Recht machen. Um mutiger zu werden, sollten Sie daher lernen und akzeptieren, dass es immer Menschen gibt, die Sie verärgern und die sich eventuell von Ihnen abwenden. Dazu gehört übrigens auch, Nein sagen zu können.

    Gedankenhygiene betreiben



    Unsere Gedankenwelt bestimmt massiv unser Handeln. Sprechen Sie beispielsweise gerne von "Megaproblemen", "katastrophalen Zahlen", "furchtbaren Desastern"? Nicht? Gut. Denn Katastrophen-Sprecher sind auch Katastrophen-Denker. Eine derart übersteigerte XXL-Sprache erzeugt erst recht das Gefühl von Ohnmacht. Mark Aurel, römischer Kaiser und Philosoph, hat das Prinzip schon seinerzeit treffend formuliert: Das Glück des Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab. Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.

    Perfektionismus ablegen



    Hinter dem Perfektionismus versteckt sich meist das Bedürfnis nach dem Beifall, nach der Anerkennung und nach dem Schutz vor Schimpf und Schande - es ist der Versuch, Ihr Bestes zu geben, der durch äußere Umstände motiviert wird. Denken Sie nicht in solchen Schwarz-Weiß-Kategorien - nur weil etwas nicht perfekt ist, muss es kein Totalausfall sein. Eher sind es gerade die vielen Fehler, die mutige Menschen auszeichnen. Weil sie mehr wagen und unternehmen, erreichen Sie auch mehr. Der Mut kommt dann sogar durch die Fähigkeit, aus diesen Fehlern zu lernen.

    Klein anfangen



    Psychologen vergleichen den Mut gerne mit einem Muskel: Je mehr man diesen trainiert, desto stärker wird er. Steht Ihnen ein Bewerbungsgespräch oder ein Referat bevor und sprechen Sie nicht so häufig vor großem Publikum? Dann fangen Sie erst einmal klein an. Üben Sie zu Hause, lassen Sie Ihre Freunde und Familienmitglieder zuhören, gewöhnen Sie sich an den Klang Ihrer Stimme, dann an das Publikum. So werden Sie sicherer und die Angst zu versagen sinkt.

    Deadlines setzen



    Nutzen Sie die 72-Stunden-Regel: Alles was Sie sich vornehmen, müssen Sie auch in den nächsten 72 Stunden beginnen, sonst sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie diesen Schritt machen, auf ein Prozent. Machen Sie einen Termin beim Zahnarzt oder beim Chef. Wollen Sie ein ernstes Gespräch mit einem Freund oder Familienmitglied führen, machen Sie ein Treffen aus und gehen Sie auch dahin – am besten so zeitnah, wie möglich, damit Sie nicht lange darüber nachdenken müssen und Ihre Entschlossenheit nicht schwindet.

    Unterstützung holen



    Reden hilft. Sind Sie sich der Risiken und Folgen bewusst, haben aber immer noch keinen Mut, den ersten Schritt zu wagen, sprechen Sie mit jemandem darüber. Erklären Sie Ihre Beweggründe, sprechen Sie Ihre Pro- und Contra-Argumente laut aus. Auch wenn die Gefahr besteht, dass der Gesprächspartner nicht derselben Meinung ist - das Aussprechen Ihrer Motivation macht diese lebendig. Und Sie selbst mutiger.



Quelle: Von Vera Moor am 08. August 2016 , http://karrierebibel.de/mutiger-werden/