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Donnerstag, 15. September 2016

Mindmapping


Denken ist ein komplexer Prozess. Um Synergieeffekte zwischen beiden Gehirnhälften besser zu nutzen, entwickelte der Engländer Tony Buzan in den Siebzigerjahren die so genannten Mindmaps oder Gedankenlandkarten. Im Gegensatz zu linearen To-Do-Listen werden Gedanken hierbei bildhaft, in einer Art Baumstruktur aus Schlüsselworten zusortiert. Im Grunde ein alter Hut. Schon der griechische Rhetoriker Simonides kannte um 500 v. Chr. die so genannte Mnemotechnik. Dabei werden Redeninhalte mit Orten, Bildern oder Gegenständen im Vortragsraum gedanklich verknüpft. Schreitet man diesen Raum während der Rede vor dem geistigen Auge ab, kommt man komplett ohne Manuskript aus. Der spanische Philosoph Ramon Llull verband im 13. Jahrhundert Wort und Bild zu einer Art Wissensbaum. Mindmapping setzt jedoch noch einen Schritt früher an: Es soll helfen, Gedanken zu erkennen und zu strukturieren.

Beschreiben Sie das unlinierte (!) Papier im Querformat. So wird die Dominanz der linken Hirnhälfte (hierarchische Struktur: oben/unten) aufgebrochen. Entsprechend beginnt die Zeichnung in der Blattmitte – mit einem einprägsamen Symbolbild für das Projekt.

Davon ausgehend zweigen Ihre Assoziationen wie Äste ab. Diese Unterpunkte werden mit dem Zentralmotiv per Linien verbunden. Auch von diesen Schlüsselbegriffen gehen Exkurse oder Unterkapitel ab, bis eine Art Baumkrone entsteht, von der ringförmig Gedanken ausstrahlen. Benutzen Sie nur Schlagworte, keine Sätze! Und schreiben Sie diese in Versalien, so wird die rechte Hirnhälfte stimuliert, weil sie diese als Bild, nicht als Wort erkennt.




Um die Übersicht zu erhöhen, empfehlen Profis Farben zu verwenden. Sie verbinden zusammenhängende Gedanken. Ebenso helfen Symbole oder Pfeile.

Die mehrdimensionale Darstellung hat mehrere Vorteile: Komplexe Aufgaben werden in übersichtlichere Einzelteile zerlegt. Unwichtiges kann von Wichtigem (später durch dicken Pfeil kenntlich machen) sofort unterschieden werden. Die Gedächtniskarte offenbart aber auch Lücken: Wozu gibt es viele Gedanken? Was wurde wenig durchdacht?

Diese Ideenlandkarten lassen sich auf Papier malen – oder inzwischen auch sehr leicht durch webbasierte Programme. Eine dieser Anwendungen ist xMind.

Quelle www.karrierebibel.de