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Dienstag, 27. September 2016

Wie bekomme ich eine Job?


Arbeitslosigkeit wird leider inzwischen von einem großen Teil der Gesellschaft  als selbstverschuldetes Problem des Einzelnen wahrgenommen. Dabei gibt es zahlreiche Gründe und Ursachen, die zum Jobverlust führen können. Kommt die Kündigung oder die Insolvenz des Arbeitgebers überraschend, kann es durchaus passieren, dass Sie nicht direkt einen neuen Job finden und vorübergehend arbeitslos werden. Dass Sie sich möglichst schnell einen neuen Job suchen sollten, versteht sich von selbst. Doch erstens müssen Sie oft noch den Schock der Kündigung verdauen und zweitens ist der Weg aus der Arbeitslosigkeit nicht immer klar erkennbar.

Einige der unten genannten Vorschläge sind reine Zwischenlösungen und dienen nur dazu, einen Job zu finden, von dem aus Sie sich weiter bewerben können. Andere Wege mögen für alleinstehende und jüngere Arbeitnehmern problemlos machbar sein, während sie beispielsweise für einen Familienvater der Ü50ger nicht in Frage kommen. Wählen Sie die Wege aus, die für Sie in Ihrer individuellen Situation realistisch und passend sind und gehen Sie diese dann konsequent an. Dass Sie sich auf ausgeschriebene Stellen bewerben, die zu Ihrem Profil passen, setzte ich voraus.

Tipps für Wege aus der Arbeitslosigkeit

Initiativbewerbungen
Ergänzend zu ausgeschriebenen Stellen sollten Sie sich auch initiativ bei Firmen bewerben. Achten Sie dabei bitte darauf, dass das Unternehmen Ihnen zusagt. Gerade bei Initiativbewerbungen geht es darum, den Personaler von Ihren Fähigkeiten und Ihrer Motivation zu überzeugen. Das funktioniert nur, wenn Sie wirklich bei dem Unternehmen arbeiten wollen.
           
Niedrigeres Level
Auch eine Stelle unterhalb Ihres bisherigen Levels kann als Einstieg sinnvoll sein. Dabei müssen Sie natürlich Kompromisse – beispielsweise im Hinblick auf Gehalt, Kompetenzen und Aufgaben – eingehen. Doch eine solche Stelle kann ohnehin nur als Sprungbrett zu einem passenden Job dienen und wird sicherlich nicht von Dauer sein.
           
Befristeter Vertrag
In vielen Branchen ist es üblich, neue Mitarbeiter zu Beginn befristet einzustellen. Vor allem bei Stellen, die eine hohe Qualifikation erfordern, kann das für Sie ein Vorteil sein. Denn aus einem bestehenden, unbefristeten Arbeitsverhältnis heraus wird sich wahrscheinlich niemand auf eine solche Stelle bewerben. Daher ist die Suche nach geeigneten Mitarbeiter für die Unternehmen nicht ganz einfach. Auch für Sie ist ein befristeter Vertrag nicht ideal, doch er stellt einen Weg aus der Arbeitslosigkeit dar.
           
Teilzeit
Sie hatten bisher immer Vollzeitverträge und finden absolut keine passenden Stellen? Dann sollten Sie bei Ihrer Jobsuche auch Teilzeit-Stellen in Betracht ziehen. Das ist zwar mit finanziellen Einbußen verbunden, doch Sie erschließen sich damit ein großes Potenzial an Stellen und haben gleichzeitig Zeit für andere Projekte. Wer weiß, vielleicht können Sie noch freiberuflich tätig werden und so die finanziellen Einbußen ausgleichen?
           
Projektarbeit
Dabei handelt es sich um eine andere Art der Befristung. Hier werden Sie nicht zeitlich befristet, sondern für die Arbeit an einem konkreten Projekt eingestellt und sind manchmal auch nur freiberuflicher Mitarbeiter, der sich selbst versichern muss. Das ist längst nicht so sicher oder komfortabel wie eine Festanstellung oder ein befristeter Arbeitsvertrag. Dennoch kann es eine realistische Möglichkeit sein, die Arbeitslosigkeit hinter sich zu lassen.
           
Freiberufliche Tätigkeit
Auch ohne Arbeitsvertrag können Sie natürlich arbeiten. Dafür müssen Sie sich nicht unbedingt selbstständig machen und ein Gewerbe anmelden. Denn in bestimmten Branchen können Sie auch auf freiberuflicher Basis für verschiedene Klienten und Unternehmen arbeiten. Das kann natürlich nur dann funktionieren, wenn Sie einerseits die notwendigen Kompetenzen und andererseits ein gut ausgebautes Netzwerk haben. Ist beides jedoch vorhanden oder können Sie beides aufbauen, kann die Arbeit als Freiberufler jedoch eine realistische Alternative zur Arbeitslosigkeit sein.
           
Selbstständigkeit
Ist die Arbeit als Freiberufler keine Option, können Sie alternativ auch ein Gewerbe anmelden und sich selbstständig machen. Dazu benötigen Sie eigentlich nur eine überzeugende Geschäftsidee und entsprechende Kompetenzen. Eigentlich, denn in der Praxis gibt es viel zu beachten. Daher sollten Sie sich überlegen, ob Sie bereit für die Selbstständigkeit sind.
           
Zeitarbeit
Das schlechte Image der Zeitarbeitsfirmen beruht auf dem – untragbaren – Verhalten der schwarzen Schafe der Branche. Neben diesen gibt es jedoch auch zahlreiche Unternehmen, die seriös arbeiten und sich wirklich um Ihre Mitarbeiter kümmern. Dazu kommt: Die geltenden Zeitarbeits-Tarifverträge stellen sicher, das gut qualifizierte Arbeitnehmer angemessen bezahlt werden. Auch wenn das keine Dauerlösung sein mag, ist die Arbeit für ein Zeitarbeitsunternehmen durchaus als Sprungbrett zu anderen Jobs geeignet.
           
Quereinstieg
Der eine oder andere Arbeitnehmer begreift die Zeit der Arbeitslosigkeit als Chance, etwas Neues auszuprobieren. Sie können sich daher auch als Quereinsteiger in einem völlig anderen Fachbereich versuchen. Seien Sie sich dabei bitte darüber im Klaren, dass Ihre Chance nicht unbedingt die besten sind und Sie auf jeden Fall Kompromisse eingehen müssen.
           
Praktika und Trainee-Programme
Arbeitnehmern bieten Praktika und Trainee-Programme eine realistische Chance, um in einem neuen Unternehmen Fuß zu fassen. Wichtig ist, dass Sie die entsprechenden Stellen bereits mit der Perspektive einer späteren Anstellung auswählen.
           
Fortbildungen
Sie können die Arbeitslosigkeit auch als Chance nutzen, um sich weiterzubilden und sich dann mit Ihren neu erworbenen Qualifikationen bewerben zu können. Achten Sie dabei bitte darauf, dass Sie sich dafür nicht zu lange Zeit lassen. Denn mit andauernder Arbeitslosigkeit sinken Ihre Chancen auf einen neuen Job.

Quelle www.karrierebibel.de