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Montag, 3. Oktober 2016

10 Fehler im Bewerbungsanschreiben


Auch wenn ein guter Lebenslauf dazugehört, das Herzstück Ihrer Bewerbung ist das Bewerbungsanschreiben. Hier präsentieren Sie Ihr Können, Ihr Wissen und Ihre Berufserfahrung. Hier können Sie endlich selbst das Wort ergreifen. 10 Fehler müssen Sie dabei vermeiden.

Formfehler vermeiden Sie mit der DIN – Norm 5008 für Bewerbungsanschreiben.

1. Schreiben Sie keinen Roman!

Sie haben 50 oder 60 Jahre gelebt und wollen Ihr ganzes Leben dem Personaler berichten. Leider hat er nicht die Zeit Ihre ausführliche Biographie zu lesen. Viele Unternehmen erhalten mehrere hundert Bewerbungen pro Woche. Sie müssen wirklich lernen sich auf das Wichtigste und Wesentlichste zu beschränken – auf Ihre Stärken.

2. Verwenden Sie kein Standardanschreiben!

Ihre Erfolgsstrategie besteht darin, in der Einleitung des Bewerbungsschreibens den Firmennamen zu ändern? Damit kommen Sie nicht weit! Standardanschreiben, welche nicht auf die ausgeschriebene Stelle und das Unternehmen abgestimmt sind, werden als erstes aussortiert. Ja, es ist viel Arbeit bei jeder Bewerbung ein neues Anschreiben zu formulieren – aber Übung macht den Meister.

3. Verwenden Sie keine Formulierungen aus Ratgeberbüchern!

Sie haben sich also ein Bewerbungsratgeber zugelegt – das ist gut, er gibt Ihnen neue Ideen, Denkansätze und bringt Sie in Schwung. Allerdings lesen auch tausend andere Bewerber (und auch der Personaler) diese Ratgeber. Sätze, die Sie aus Büchern nur abschreiben, erkennt ein guter Personaler sofort, denn sie kommen leider häufig in Bewerbungen vor – ein Grund Ihre Bewerbung auszusortieren.

4. Verwenden Sie keine komplizierten Sätze!

Nebensätze und Verschachtelungen sind eine schöne Errungenschaft der deutschen Sprache. Wenn Sie allerdings nicht einmal selber in der Lage sind den Satz laut vorzulesen ohne den Faden zu verlieren, dann haben Sie sich nicht klar genug ausgedrückt. In der Kürze liegt die Würze – bringen Sie es auf den Punkt.

5. Übertreiben und lügen Sie nicht!

Sie sollten in Ihrem Bewerbungsschreiben weder lügen noch übertreiben. Wer sich mit falschen Lorbeeren schmückt, fällt spätestens im Vorstellungsgespräch auf die Nase. Ob Berufserfahrung oder Fremdsprachenkenntnisse, bleiben Sie mit Ihren Füssen auf dem Boden der Tatsachen. Ihr Englisch ist perfekt? Dann wird sich der Personaler freuen, Ihr Vorstellungsgespräch auf Englisch abzuhalten!

6. Reden Sie nicht im Superlativ!

“Ich bin der effektivste, beste…” , “Nur ich kann..” – Superlative in Anschreiben sind unglaubwürdig. Die eiserne Lady Margaret Thatcher hat einmal gesagt:

“Being powerful is like being a lady. If you have to tell people you are, you are not.”
“Mächtig zu sein ist wie ‘eine Dame zu sein’, wenn man anderen erst sagen muss, dass man es ist, ist man es nicht.”

Dass Sie der beste Bewerber sind, sollte nicht in Ihrem Schreiben, sondern im Kopf des Personalers stehen, nachdem er Ihr Bewerbungsanschreiben gelesen hat.

7. Egoismus ist fehl am Platze!

„Die Firma muss…“, „Ich erwarte …“, „Wenn Sie mir den Job geben..“ – es geht nicht darum wie viel besser es Ihnen geht wenn Sie den Job bekommen. Schreiben Sie, wie Sie Ihre Kenntnisse zum Nutzen der Firma einbringen werden.

8. Der Konjunktiv ist tabu!

„Ich könnte, ich würde, vielleicht …“ – Konjunktivsätze klingen schwammig, unkonkret und der Personaler denkt Ihnen fehlt das Selbstbewusstsein. Verleiten Sie ihn nicht dazu, über Ihre Schwächen nachzudenken. Bringen Sie Ihre Fähigkeiten ausdrucksstark zu Papier.

Kurz und prägnant: Er kam, sah und siegte.
Konjunktiv: Wäre er gekommen, hätte er gesehen und eventuell gesiegt.

9. Verwenden Sie keine Verneinungen!

„Leider kann ich kein Englisch, aber…“ – Nein, nein und nochmals nein! Lenken Sie den Fokus Ihres Bewerbungsanschreibens nie auf Ihre Schwächen. Alle negativen Wörter und Formulierungen gehören aus Ihrem Anschreiben verbannt.

10. Seien Sie nicht „Passiv“ sondern „aktiv“!

„In der Ausbildung wurde mir gezeigt wie man….“, “In der Uni brachte man mir bei…”  – und können Sie es jetzt noch? Verwenden Sie keine Passivsätze! In Passivsätzen sind nicht Sie, sondern Dritte das handelnde Subjekt. Unterstreichen Sie lieber, was Sie gelernt haben, was Sie sich selbst angeeignet haben, was Sie geleistet haben.

Quelle www.bildung-news.com