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Dienstag, 22. November 2016

12 goldene Regeln für den Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das „Herzstück“ einer schriftlichen Bewerbung, das dem Arbeitgeber eine Entscheidungsgrundlage dafür liefert, ob der Bewerber geeignet ist und ob er zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden soll.

Während mit dem Bewerbungsanschreiben vor allem das Interesse des Lesers geweckt werden soll, dient der Lebenslauf dazu, die Eignung für die Stelle darzustellen und mit „harten Fakten“ zum schulischen und beruflichen Werdegang zu untermauern.

Damit das gelingt, sollten unbedingt die folgenden Regeln bei der Erstellung des Lebenslaufs beachtet werden:

1. Halten Sie die chronologische Reihenfolge ein!

In Deutschland ist der Lebenslauf in tabellarischer Form üblich, der die einzelnen schulischen und beruflichen Stationen mit Datumsangaben (Monat und Jahr) in chronologischer Reihenfolge auflistet. Dem Bewerber ist es dabei grundsätzlich freigestellt, ob er eine auf- oder absteigende Reihenfolge wählt. Bei längerer Berufserfahrung mit vielen einzelnen Tätigkeiten empfiehlt es sich jedoch, mit der aktuellsten Information zu beginnen und dem Leser so die interessantesten Informationen zuerst zu bieten.

2. Gliedern Sie Ihren Lebenslauf übersichtlich!

Der Lebenslauf sollte übersichtlich in einzelne Informationsblöcke gegliedert sein. Er beginnt links oben mit den persönlichen Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum und –ort, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Anzahl und Alter der Kinder, Religionszugehörigkeit nur falls relevant). Daneben wird rechts oben das Bewerbungsfoto eingefügt. Anschließend folgen die Überschrift „Lebenslauf“ linksbündig oder zentriert und die eigentliche tabellarische Auflistung der Tätigkeiten und Erfahrungen. Zudem muss der Lebenslauf (außer bei Online-Bewerbungen) am Ende mit Ort, Datum und handschriftlicher Unterschrift versehen werden.

3. Vergessen Sie keine wichtigen Angaben!

Bei der Auflistung der Ausbildungs- und Berufsstationen selbst wird gewöhnlich folgende Gliederung verwendet:

• Schul- und Berufsausbildung
• Weiterbildungen mit Abschlussangaben
• Praktika, Wehr- oder Zivildienst mit Tätigkeitsangaben
• bisherige (Neben-)Jobs inklusive Name des Arbeitgebers, Position und Tätigkeiten bzw. Schwerpunkte
• eventuell sonstige Kompetenzen: Auslandserfahrungen, Sprachkenntnisse, EDV-Kenntnisse, soziale Kompetenzen
• Interessen, Hobbys und außerberufliche Engagements, die für die Stelle von Bedeutung sind

4. Erklären Sie Lücken!

Arbeitgeber legen großen Wert auf einen lückenlosen Lebenslauf. Lücken sind aber noch kein Beinbruch an sich, sondern sollten lediglich begründet werden (z. B. Bewerbungszeit, Arbeitslosigkeit, Erkrankung, Erziehungszeiten). Eventuell können auch mehrere aufeinander folgende ähnliche Tätigkeiten mit kurzen Unterbrechungen zu einem Block zusammengefasst werden.

5. Übertreiben Sie nicht!

Alle Angaben im Lebenslauf müssen mit Zeugnissen oder Referenzen belegt werden können. Zudem sollten nur Kompetenzen angeführt werden, die wirklich vorhanden sind. Denn wer hier übertreibt, riskiert eine Blamage im Vorstellungsgespräch oder schlimmstenfalls sogar eine fristlose Kündigung, falls der Betrug erst nach Abschluss des Arbeitsvertrags auffällt.

6. Verwenden Sie kurze, prägnante Formulierungen!

Beim Lesen des Lebenslaufs sollten dem Leser die besonderen Qualifikationen des Bewerbers für die Stelle sofort ins Auge stechen. Deshalb genügt es, Tätigkeiten in Stichpunkten oder kurzen Sätzen zu beschreiben und dabei nur die Bildungsinhalte und Berufserfahrungen zu nennen, die für die Stelle relevant sind. In diesem Sinne „unwichtige“ Weiterbildungen oder Nebenjobs müssen dagegen nicht näher erläutert werden.

7. Passen Sie die Inhalte an den angestrebten Job an!

Überhaupt sollte der Lebenslauf an das jeweilige Unternehmen bzw. die jeweilige Stelle angepasst werden. Dazu eignet es sich, branchenspezifische oder in der Stellenanzeige benutzte Begriffe bei den eigenen Tätigkeitsbeschreibungen zu verwenden. Zudem sollte vorsichtig mit Angaben zu Hobbys und außerberuflichen Tätigkeiten umgegangen werden, da zum Beispiel Risikosportarten oder gewerkschaftliches Engagement bei einigen Arbeitgebern nicht gerne gesehen werden.

8. Achten Sie auf die Länge!

Der Lebenslauf sollte nicht länger als 1 bis 2 Seiten sein, es sei denn, der Bewerber verfügt über eine langjährige Berufserfahrung. Ansonsten können nötige Detailinformationen auch auf einer zusätzlichen „Dritten Seite“ der Bewerbung angefügt werden.

9. Benutzen Sie ein übersichtliches Layout!

Nur um die Seitenzahl einzuhalten, sollten die einzelnen Informationsblöcke aber nicht extra zusammengepresst oder auseinander gezogen werden. Damit der Lebenslauf übersichtlich bleibt, ist es besser, einheitlich einen einzeiligen Zeilenabstand zu verwenden und Platz bei der linken Spalte zu sparen, indem Daten nur im Zahlenformat (MM/JJJJ) angegeben werden.

10. Sorgen Sie für leichte Lesbarkeit!

Da der handschriftliche Lebenslauf heute kaum mehr üblich ist, sollte er mit dem Computer oder der Schreibmaschine erstellt werden. Wichtig ist es deshalb, eine leicht lesbare Schrift (z. B. Times New Roman, Arial, Verdana) mit einer Schriftgröße zwischen 10 und 12 Punkt zu benutzen. Um einzelne Unterpunkte zu betonen, sollte für die Überschriften eine größere Schrift oder Fettdruck benutzt werden; doppelte Formatierungen (z. B. fett und unterstrichen) gilt es aber zu vermeiden.

11. Seien Sie sorgfältig!

Der Lebenslauf sollte sehr sorgfältig erstellt und bei schriftlichen Bewerbungen wie die übrigen Bewerbungsunterlagen auf festem weißem Papier ausgedruckt werden. Ebenfalls sollte penibel auf Rechtschreibung und Grammatik geachtet werden.

12. Lassen Sie Ihren Lebenslauf gegenlesen!

Bei so vielen Punkten kann es schon einmal passieren, dass der Überblick verloren geht. Um sicherzustellen, dass nichts Wichtiges vergessen wurde und der Inhalt eindeutig und verständlich ist, sollte der Lebenslauf von einer neutralen Person gegengelesen und überprüft werden. Das muss nicht unbedingt ein professioneller Bewerbungscoach sein, auch Freunde oder Bekannte können aus eigener Erfahrung oft wertvolle Anregungen geben.

Quelle www.arbeits-abc.de