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Donnerstag, 3. November 2016

Kündigung des Arbeitsverhältnisses

Arten der Kündigung
Grundsätzlich wird zwischen einer ordentlichen Kündigung und einer außerordentlichen Kündigung unterschieden.

Bei einer ordentlichen oder fristgerechten Kündigung sind die im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag festgehaltenen Kündigungsfristen einzuhalten. Der Kündigungsgrund muss dabei nicht genannt werden, es sei denn, der eigene Arbeitsvertrag, die betrieblichen Bestimmungen oder der entsprechende Tarifvertrag sieht dies vor.

Eine außerordentliche Kündigung oder fristlose Kündigung wird bei schweren Verstößen des Arbeitnehmers oder Arbeitgebers ausgesprochen. Sie muss innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntwerden des Grundes erfolgen.

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Eine Kündigung z. B. per E-Mail ist ungültig. Bei allen Kündigungen gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Demzufolge kommt eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses nur in Frage, wenn der betroffene Mitarbeiter an einem anderen Arbeitsplatz im Unternehmen - auch nach einer Weiterbildung - nicht weiter beschäftigt werden kann.

Betriebsbedingte Kündigung
Ein häufiger Grund für eine betriebsbedingte Kündigung ist ein deutlicher Rückgang der Aufträge, die Einstellung eines Produktes oder die Anschaffung neuer Maschinen, die Mitarbeiter ersetzen.

Personenbedingte Kündigung
Gründe, die zu einer personenbedingten Kündigung führen können, sind beispielsweise eine mangelnde körperliche oder geistige Eignung für die vereinbarte Tätigkeit. Dies kann auch aus gesundheitlichen Gründen der Fall sein, z.B. nach einem Unfall. Eine Kündigung wegen Krankheit kann jedoch nur dann erfolgen, wenn der Mitarbeiter über einen langen Zeitraum oder häufig krankheitsbedingt arbeitsunfähig ist und eine Veränderung nicht absehbar ist.

Verhaltensbedingte Kündigung
Eine verhaltensbedingte Kündigung kann ausgesprochen werden, wenn sich der Arbeitnehmer vertragswidrig verhält. Gründe hierfür sind z.B. Betrug, Diebstahl oder Vortäuschen von Arbeitsunfähigkeit oder häufiges Zuspätkommen. Oft wird dann eine fristlose Kündigung ausgesprochen.

Leistungsbedingte Kündigung
Wenn ein Arbeitnehmer um ein Drittel weniger Leistung als ein Kollege in ähnlicher Funktion erbringt, kann er als leistungsschwach bezeichnet werden. Das kann eine Abmahnung und Kündigung zur Folge haben. Kann der Arbeitgeber nachweisen, dass ein Arbeitnehmer dreimal so viele Fehler macht wie seine Kollegen, dann ist eine Kündigung ebenfalls berechtigt. Permanente Höchstleistung kann der Arbeitgeber jedoch nicht verlangen.

Quelle www.meinestadt.de