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Freitag, 16. Dezember 2016

Mit Checkliste zum Vorstellungsgespräch

Bewerbungsgespräche sind eine Gelegenheit, seine Kompetenzen darzulegen und seine Motivation für den ausgeschriebenen Job unter Beweis zu stellen.

Beide – Interviewer wie Bewerber – sind gefordert, da Sie ein Gespräch mit einem Menschen aufnehmen müssen, den Sie in der Regel nicht kennen. Gehen Sie ins Gespräch mit der Gewissheit, dass Sie ihre Stärken überzeugend darlegen können.

Das Ticket zum Vorstellungsgespräch
Hat man den begehrten Platz für ein Vorstellungsgespräch ergattert, gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten. Geübte HR-Manager sind darauf trainiert, etwaige Lücken in den Unterlagen und die spezifischen Stärken und Schwächen des Bewerbers gründlich auszuloten.

Qualifikation hin oder her, einer gewissen Fähigkeit zur Selbstreflexion und des Verinnerlichens der eigenen Stärken und Schwächen sowie einer gründlichen Vorbereitung bedarf es, um im Bewerbungsinterview zu bestehen. Denn als Arbeitssuchender müssen Sie wenigstens mit Berufserfahrung punkten.

Umso wichtiger ist, bei der Praxisfrage über die Anzahl, die Dauer und die Qualität der Stellen Auskunft geben zu können. Auslandaufenthalte und Aktivitäten außerhalb des Berufslebens geben dem Personalberater hilfreiche Hinweise über die Fähigkeit, Ausdauer, Eigeninitiative und den Teamgeist des Gegenübers.

Nervosität positiv nutzen
Mit dem Bewerbungsgespräch versucht der Rekrutierende, neben den üblichen Stressfragen auch die soziale Kompetenz des Kandidaten zu eruieren.

Sind Sie eine kommunikative Persönlichkeit? Wie gehen Sie auf Ihren Gesprächspartner ein? Sind Sie teamfähig, und sind Ihre Antworten überzeugend und verständlich?

Das Bewerbungsinterview ist keine alltägliche Situation, zumindest nicht für den Bewerbenden, und ein guter Personalmanager Weiß das in der Regel.

In den meisten Fällen wird der HR-Verantwortliche den Beginn des Gesprächs so gestalten, dass er das Unternehmen oder die Abteilung vorstellt. Das gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihre Nervosität etwas abzulegen und sich auf das Gespräch einzustellen.

Sollten Sie dennoch Ihres Herzklopfens nicht Herr werden, stellen Sie Gegenfragen zum Unternehmen. Diese können Sie im Vorfeld einstudieren, oder sie ergeben sich während des Einleitungsgesprächs.

Motivation und Begeisterung zeigen
Personalverantwortliche wollen in Erfahrung bringen, ob jemand sich für die Branche und die Produkte des Unternehmens begeistern kann und mit der jeweiligen Unternehmenskultur harmoniert. Deswegen ist es auch hier äußerst wichtig, sich bereits im Vorfeld des Gesprächs über das Tätigkeitsfeld und die Geschichte des Unternehmens gründlich zu informieren.

Warum gerade Sie der Richtige für die Stelle sind, dafür braucht es überzeugende Argumente. In Ihrem eigenen Interesse heucheln Sie keine falsche Motivation auf die ausgeschriebene Stelle. Sagen Sie klar, dass Sie eine neue Herausforderung suchen.

Bedeutet die neue Stelle einen logischen Karriereschritt? Sind Sie bereit, sich im Unternehmen längerfristig zu engagieren? Könnten Ihre spezifischen Kenntnisse für das Unternehmen von Nutzen sein? Diese Fragen sollten Sie überzeugend beantworten können.

Mit Können und Ehrlichkeit punkten
Bewerbungsgespräche verlaufen nicht stur nach einem Schema ab. Rollenspiele als Vorbereitung helfen, sich auf die ungewohnte Situation einzustellen. Sparen Sie sich die Zeit, Standardantworten auf Fragen einzustudieren.

Denn die Interviewer werden womöglich dort nachhaken, wo man es nicht erwartet. Eine klassische Frage ist diejenige nach den Stärken und Schwächen des Bewerbers.

Jeder befürchtet, bei den zu beschreibenden Schwächen ins Straucheln zu kommen. Pedanterie mag für die Leitung eines Marketingteams nicht angemessen sein, zur Buchhaltung passt sie durchaus.

Die Frage nach Ihren Schwächen ist in Wirklichkeit die Frage nach Ihrem Umgang mit den Schwächen. Den «blinden Fleck» erkennen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Es macht sich zudem gut, knapp und klar, aber auch anschaulich, zu antworten, indem man auf Beispiele aus dem Arbeitsalltag verweist.

Beide Seiten werten das Gesprächsergebnis aus
Im Schlussteil des Bewerbungsgesprächs werden häufig der Lohn und die Anstellungsbedingungen kurz angeschnitten.

Was haben Sie für Lohnvorstellungen? Wann könnten Sie die Stelle antreten? Wer informiert wen über den nächsten Schritt?

Der letzte Teil steht zudem offen für noch nicht geäußerte Fragen des Kandidaten. Oft wird auch angeboten, den künftigen Arbeitsplatz zu besichtigen oder die Teammitglieder kennenzulernen. Nutzen Sie diese Chance! Das gibt Ihnen zusätzlich zum Bewerbungsgespräch Hinweise zur Firmenkultur und zum Ambiente im Arbeitsalltag

Pluspunkte
Für Kaderstellen gilt nach wie vor Anzugs- und Krawattenpflicht. Ansonsten gilt folgender Dresscode: Kleiden Sie sich gut, aber fühlen Sie sich wohl in Ihrer Kleidung!

Antworten Sie widerspruchsfrei. Personalverantwortliche testen das mit Kontrollfragen, die sie in einem späteren Zeitpunkt nochmals ins Gespräch streuen.

Ein Bewerbungsgespräch ist kein Verhör. Selber Fragen zu stellen, manifestiert Interesse an der Stelle, und erstellen Sie im Vorfeld des Gesprächs eine Checkliste. Überlegen Sie sich gründlich, welche Kompetenzen Sie schon überall erworben haben. Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel!

Minuspunkte
Kommen Sie nicht unausgeschlafen an ein Bewerbungsgespräch. Vermeiden Sie Verspätungen! Vermeiden Sie üble Nachrede! Ungereimtheiten mit dem früheren Chef oder Entlassungen sind Anlass, schwierige Situationen zu meistern.

Lügen haben kurze Beine. Wer sich mit fremden Federn schmückt und Qualifikationen erfindet, fällt spätestens dann auf die Nase, wenn der/die Recruiter/-in hartnäckig nachfragt und die Unterlagen prüft.

Quelle www.careerstep.de