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Dienstag, 17. Januar 2017

14 Dinge, die ihr in einem Bewerbungsgespräch nie sagen solltet

Es gibt viele Möglichkeiten, sich jede Chance auf den neuen Job zu verbauen. Zum Beispiel, indem man Fehler in sein Anschreiben einbaut. Oder indem man zu spät oder verkatert zum Vorstellungsgespräch auftaucht.

Aber auch, wenn das Anschreiben fehlerfrei ist und man pünktlich und top vorbereitet erscheint, gibt es immer noch viele Dinge, durch die man negativ auffallen kann. Und damit meinen wir nicht (nur) Bemerkungen wie „Ich muss jeden Tag um 15:00 Uhr Feierabend machen — wegen meinen Hobbys“. Nein, hier geht es um die kleinen Patzer, die einem oft ganz unbewusst unterlaufen. Denn auch sie lassen die Chance auf eine Anstellung schwinden.

 „Nervös“, „aufgeregt“ und Ähnliches

Vor dem Vorstellungsgespräch nervös zu sein, ist absolut normal. Aber selbst wenn ihr sehr, sehr aufgeregt seid, solltet ihr das nicht zeigen. Unternehmen suchen Mitarbeiter mit Selbstvertrauen und keine zitternde Nervenbündel.

Auf die Einstiegsfrage „Wie geht es Ihnen“ solltet ihr also ausnahmsweise nicht ehrlich antworten. Seid lieber selbstbewusst und erzählt dem Personaler, dass ihr euch darauf freut, euch heute persönlich bei seiner großartigen Firma vorstellen zu können.

„Schwächen“, „Fehler“ und Ähnliches

Die Frage „Nennen Sie mir Ihre größten Schwächen“ ist in Vorstellungsgesprächen besonders beliebt, und als Bewerber sollte man auf jeden Fall eine Antwort parat haben. Man sollte aber nie ungefragt auf seine Schwachstellen zu sprechen kommen — so sabotiert man nur die eigenen Chancen.

Über die richtige Antwort auf die Frage nach den Schwächen gibt es in jedem Bewerbungsratgeber mindestens einen Absatz. Die kurze Version: Sucht euch Macken und Fehler, die möglichst wenig mit eurem Arbeitsbereich zu tun haben. Und falls das nicht geht oder gezielt nach Fehlern in eurem alten Job gefragt wird, erzählt, wie ihr aus diesen Fehlern gelernt und euch weiterentwickelt habt.

„Ich brauche ...“

Sorry, Generation Y: Was ihr braucht oder wollt, ist beim Bewerbungsgespräch zweitrangig. Es geht hauptsächlich darum, welche Bedürfnisse das Unternehmen hat und was ihr dazu beitragen könnt, diese zu erfüllen. Wer zu viel über seine Anliegen spricht, gilt bei Personalverantwortlichen laut Kerr schnell als schwierig.

Außerdem solltet ihr auch auf keinen Fall sagen, dass ihr diese Stelle braucht. Egal, wie wahr das sein mag. Denn was der Personalverantwortliche aus so einem Satz heraushört, ist pure Verzweiflung und nicht, dass ihr euch für die Firma besonders stark ins Zeug legen werdet.

„Es tut mir leid“, „Entschuldigung“ und „Sorry“

Viele Menschen, vor allem Frauen, neigen dazu, sich für alles Mögliche zu entschuldigen — egal ob es überhaupt etwas gibt, wofür man sich wirklich entschuldigen müsste.

„Viele Menschen entschuldigen sich, weil sie glauben, dass sie so höflicher wirken würden“, meint Büro-Experte Kerr. Dabei ist die Wirkung eine ganz andere, besonders wenn man das Wort „Entschuldigung“ inflationär benutzt. Denn dann wirkt man eher passiv oder unentschlossen — und zeigt so mangelndes Selbstvertrauen.

„Vergünstigungen“, „Zusatzleistungen“ und Ähnliches

Viele Firmen bieten mittlerweile kleine Goodies für ihre Mitarbeiter an, etwa ein wöchentliches Firmengrillen, Rabatte in bestimmten Online-Shops oder kostenlose Snacks und Getränke. Das ist toll, sollte aber nicht als Grund dafür herüberkommen, sich bei einer Firma zu bewerben. Tatsächlich sollte es sogar sehr viele deutlich wichtigere Gründe geben, und über die solltet ihr beim Vorstellungsgespräch reden. Sonst wirkt ihr, also ob ihr die Gimmicks einstecken wolltet, ohne sie euch zu erarbeiten.

„Schrecklich“, „furchtbar“, „grauenhaft“ und Ähnliches

Versucht, beim Vorstellungsgespräch eine positive Atmosphäre zu verbreiten und vermeidet daher alle Ausdrücke, die negative Gefühle mit sich bringen.

Auch wenn der Personalverantwortliche fragt, was euch in eurem aktuellen Job nicht gefällt, solltet ihr sachlich bleiben und nicht in emotionale, negative Sprache abgleiten, Selbst, wenn an eurem aktuellen Arbeitsplatz tatsächlich alles furchtbar ist.

„Ich hasse ...“

Für diesen Satz gilt im Prinzip das gleiche wie auch für die negativen Ausdrücke aus dem vorherigen Punkt. Nur ist der Satz „Ich hasse meinen aktuellen Arbeitgeber“ noch einmal um einiges schlimmer. Denn wenn ihr so über euren aktuellen oder früheren Arbeitgeber sprecht, werdet ihr das irgendwann wahrscheinlich auch über die Firma tun, bei der ihr euch gerade bewerbt. Und das will natürlich kein Arbeitgeber.

Schimpfwörter und Flüche

Dafür braucht man keine Beispiele, jeder kennt genug. Und jeder weiß auch, dass sie in einem professionellen Umfeld, wie zum Beispiel beim Bewerbungsgespräch, nichts zu suchen haben.

Das Gleiche gilt auch für Wörter, die ausschließlich im Sprachgebrauch bestimmter Gruppen vorkommen, zum Beispiel im Jugendslang. Privat kann man so viel checken, geil finden oder sich über Vollhonks ärgern, wie man will, beim Bewerbungsgespräch haben diese Ausdrücke aber nichts zu suchen.

„Gehalt“, „Lohn“, „Bezahlung“, „Bonus“ und ähnliches

Das Thema „Gehalt“ ist beim ersten Vorstellungsgespräch tabu. Denn Personalverantwortliche wollen hier zunächst herausfinden, ob ihr überhaupt in die Firma passt.

„Wer sich zu stark auf das Finanzielle konzentriert, fällt schnell unangenehm auf. Der Personaler denkt dann, dass ihr euch nur wegen des Geldes beworben hat“, sagt Arbeitsplatzexperte Kerr. „Arbeitgeber suchen aber nach Mitarbeitern, die ihre Ziele und Werte teilen.“

Wenn der Personalverantwortliche von selbst das Thema anspricht, ist es in Ordnung über seine Gehaltsvorstellungen zu sprechen. Meist wird das aber eher in einem späteren Gespräch zum Thema, wenn ihr bereits ernsthaft für die Stelle in Betracht gezogen werdet.

„Ähm“, „so“, „eben“ und andere Füllwörter

Füllwörter helfen unserem Gehirn dabei, sich ein wenig Zeit zum Nachdenken zu erkaufen. Gegen ein gelegentliches „Ähm“ ist daher nichts einzwenden. Nutzt man es aber nach jedem dritten Wort — wenn auch unbewusst — dann geht man seinem Gegenüber schnell auf die Nerven. Ein fataler Fehler.

Auch andere unnötige Füllwörter solltet ihr meiden. Statt „Ich war so fünf Jahre in der Marketingabteilung von XY“ oder „Ich stand im ständigen Austausch mit unseren Kunden, im Telefonsupport eben“ sagt einfach „Ich habe fünf Jahre in der Marketingabteilung von XY gearbeitet“ und „In meiner Stelle als Leiter der Support-Abteilung stand ich in ständigem Kontakt mit unseren Kunden“, und ihr wirkt gleich viel professioneller.

„Geschieden“, „schwanger“, „krank“ und Ähnliches

Das Privatleben ist tabu. Das sollte eigentlich auch der Personalverantwortliche wissen und euch nicht danach fragen. Wenn er es doch tut, solltet ihr die Frage höflich und knapp beantworten. Eure Antwort muss nicht einmal der Wahrheit entsprechen.

Auf keinen Fall solltet ihr aber private Themen selbst auf den Tisch bringen. Denn wenn ihr über schwierige Situationen in eurem Privatleben sprecht, wird sich der Personalverantwortliche wahrscheinlich Gedanken darüber machen, ob das eure Arbeit negativ beeinflussen wird.

„Nur“

Wenn ihr „nur“ als Füllwort verwendet, macht ihr eure Leistung damit automatisch kleiner, als sie eigentlich ist. „Ich war für vier Mitarbeiter verantwortlich“ klingt viel selbstbewusster als „Ich war nur für vier Mitarbeiter verantwortlich“. Und gerade bei einem Vorstellungsgespräch solltet ihr zwar nicht übermäßig angeben, euer Licht aber auch nicht unter den Scheffel stellen.

 „Eigentlich“

Ein anderes schönes Wort, das man eigentlich vermeiden kann, ist „eigentlich“. Vor allem wenn es am Satzanfang von Aussagen steht, wie „Eigentlich war das nicht ganz meine Aufgabe“. Denn damit wird dem Gegenüber unterstellt, dass er etwas nicht richtig verstanden hat. Ist der Gegenüber besonders schlecht gelaunt, könnte er es sogar so auffassen, dass ihr ihn für dumm haltet.

Auch wenn ein Personaler mit einer Aussage oder Annahme über euch tatsächlich falsch lag, versucht die Antwort etwas anders und eher positiv zu formulieren.

„Urlaub“

Die Frage nach der Anzahl der Urlaubstage dürfte für einige Bewerber neben der Frage nach dem Gehalt zu den wichtigsten Punkten bei einer neuen Stelle gehören. Aber wie das Gehalt sollten auch die Urlaubstage nicht beim ersten Vorstellungsgespräch angesprochen werden.

Wer möglichst wenig arbeiten und dabei noch gut verdienen will, schaut sich lieber direkt nach einem entsprechenden Job um, anstatt beim Personalchef mit der Frage nach dem Urlaub unangenehm aufzufallen.


Quelle: http://www.businessinsider.de/29-dinge-im-bewerbungsgespraech-vermeiden von Jacquelyn Smith und Carolin Ludwig vom 20.11.2015