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Dienstag, 31. Januar 2017

Die grössten Fitness-Irrtümer


Irrtum 1: Muskelkater ist der Beweis für optimales Training

Nein, leider ist das nicht so! Umgekehrt: Muskelkater ist der Beweis dafür, dass man es mit dem Training übertrieben hat. Bei Untrainierten ist die Koordination zwischen Muskeln und Nerven noch nicht optimal. Vor allem schnelle Stoppbewegungen setzen den untrainierten Muskelzellen zu.

Irrtum 2: Sportdrinks sind besser als Mineralwasser
Quatsch! 

In Wirklichkeit bieten diese Getränke für Otto Normalsportler keine Vorteile gegenüber Wasser. Die meisten Sportdrinks sind gewöhnliche Limonaden, die mit Kochsalz, Magnesium oder anderen Zusatzstoffen angereichert sind – das alles braucht der Körper eines Freizeitsportlers nicht.

Irrtum 3: Nordic Walking schont die Gelenke
Stimmt nicht! 

Technisch korrekt ausgeführtes Nordic Walking ist ein sehr anspruchsvoller Sport, der eine erhebliche Belastung für den Körper bedeutet. Nordic Walking wurde für das Training von Profi-Langläufern und Biathleten während des Sommers entwickelt.

Irrtum 4: Die Fettverbrennung setzt erst nach 30 Minuten Sport ein

Falsch: Der Körper verbrennt permanent zwecks Energiegewinnung Fett. Allerdings konzentriert er sich beim Sport zunächst auf die Glukose, die er in den Muskeln gespeichert hat. Während sich die Glukosespeicher aber nach und nach leeren, steigt die Fettverbrennung an. Nach 20 bis 30 Minuten läuft diese dann auf vollen Touren.

Irrtum 5: Sex vor dem Sport verringert die Leistung
Nein, aus wissenschaftlicher Sicht stimmt das nicht. 

Zumindest fehlen dafür eindeutige Belege. Studienergebnisse sagen sogar: Sex vor dem Sport hat keinen Einfluss auf die körperliche Leistung – weder bei der Muskelkraft noch beim Gleichgewicht, bei der Reaktionszeit oder der Konzentrationsfähigkeit.

Irrtum 6: Sport verhindert Cellulitis

Falsch! Cellulitis entsteht durch den speziellen Aufbau weiblicher Haut. Die Kollagenfasern, die für Reißfestigkeit sorgen sollen, liegen bei Frauen parallel zueinander – in der Männerhaut sind sie zu einem Netz verwoben. Wenn bei Frauen die Fettzellen größer werden, was in der Regel genetisch bedingt ist, können sie sich leichter zwischen die Kollagenfasern zwängen. Dagegen hilft Sport nur sehr begrenzt.

Irrtum 7: Gegen Seitenstechen hilft Weiterlaufen
Nein, das ist falsch! 

Wahrscheinlich löst eine verminderte Durchblutung des Zwerchfells bei extremen Belastungen die Stiche aus. Das Seitenstechen vergeht oder lässt deutlich nach, wenn Sie das Lauftempo verringern oder eine kurze Gehpause einlegen.

Irrtum 8: Zu viel Radfahren schadet dem Rücken
Nein, das ist so nicht korrekt.

Eigentlich stimuliert die wechselnde Auf und Abwärtsbewegung der Beine die Muskulatur im unteren Rückenbereich, verstärkt dadurch die Stabilität der Wirbelsäule, was Rückenschmerzen vorbeugt. Wenn trotzdem bei oder nach dem Radfahren Rückenschmerzen auftreten, kann das an der Stellung von Sattel und Lenker liegen.

Irrtum 9: Radfahren macht Männer impotent

Falsch. Nur Radfahrer, die in der Woche mindestens 500 Kilometer und mehr auf einem harten Fahrradsattel zurücklegen, müssen statistisch gesehen mit einer zeitweiligen Impotenz rechnen. Auf der ganz sicheren Seite sind vielradelnde Männer, wenn sie einen weichen Sattel montieren, die Sattelspitze leicht nach unten biegen und bei langen Touren alle 30 Minuten ein paar Kilometer stehend fahren.

Irrtum 10: Magnesium schützt vor Muskelkrämpfen

Nein. Eine Schutzwirkung gegen Muskelkrämpfe hat Magnesium nicht. Dafür ist die üblicherweise eingenommene Menge zu gering, zumal nur ein Teil davon in den Muskeln ankommt und dort verwertet werden kann. Damit Magnesium als Schutz vor Muskelkrämpfen überhaupt wirken kann, müsste es über mehrere Wochen in sehr hoher Dosierung aufgenommen werden – das kann allerdings heftigen Durchfall auslösen.

Irrtum 11: Der Stepper macht einen großen Po

Stimmt nicht. Viele Frauen haben Sorge,  dass ihr Po nicht nur straffer wird, sondern durch Muskelaufbau auch größer – das ist aber Unsinn. Grund:  wir haben zwei Arten von Muskelfasern: Der eine Typ ist für die eigentliche Muskelkraft zuständig, passt sich regelmäßiger Belastung an, indem er sich vergrößert. Der andere Fasertyp ist für Ausdauerleistungen zuständig und kann sich nicht wesentlich vergrößern. Steppen ist eine Ausdauersportart, das heißt: der Po wird vom Training zwar straff, aber nicht größer. 
Irrtum 12: Morgens bringt Sport mehr als abends

Nein, das stimmt nicht. Wer Sport macht, verbraucht dabei Kalorien, egal zu welcher Tageszeit. Wer morgens läuft, sollte vorher mindestens eine halbe Banane essen, weil morgens die Kohlenhydrat-Speicher in Leber und Muskeln sonst nicht ausreichend gefüllt sind.

Irrtum 13: Dehnen vor dem Sport bringt nichts

Das ist so nicht korrekt. Beim Dehnen kommt der Stoffwechsel auf Touren, die Körpertemperatur steigt leicht, so werden die Geschmeidigkeit und das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Bändern gesteigert. Dehnen ist also nicht nur während, sondern auch vor dem Sport gut.
Irrtum 14: Nach dem Sport soll man nichts essen

Das ist völliger Unsinn. Wer Sport getrieben und danach verständlicherweise Hunger hat, sollte seinem Körper mit der Nahrung auch geben, was er braucht – allerdings auch nicht mehr als das. ​Beim Joggen verbrennt man in einer Stunde 600 Kalorien, eine Schale Müsli mit Milch hat z. B. bis zu 800. Besser Eiweiß als Kohlenhydrate nach dem Sport essen, z.​ B.​ fettarmen Fisch. Eiweiß unterstützt Erhalt und Aufbau der Muskeln.

Irrtum 15: Yoga ist kein Sport

Doch! Yoga wird mit seinen zahlreichen Varianten gerne als der fernöstliche, gemütliche Weg zur Entspannung für jedermann dargestellt. Yoga regt aber nicht nur die Fettverbrennung an, sondern strafft auch die Körperkonturen und sorgt für einen flachen Bauch.

Irrtum 16: Je mehr man joggt, desto schneller purzeln die Kilos

Stimmt nicht! Um wirklich abzuspecken, reicht Ausdauertraining meist nicht aus. Joggen, Walken und Radfahren stimulieren den Stoffwechsel nur kurzfristig, es wäre also ein hoher Trainingsaufwand nötig, um alleine dadurch abzunehmen. Zusätzliches Muskeltraining mit Gewichten erhöht dagegen den Energieverbrauch des Körpers deutlich.

Irrtum 17: Fitnessriegel machen fit

Nein. Die meisten Sport oder Energieriegel sind clever verpackte Süßigkeiten, um nicht zu sagen: Kalorienbomben mit jeder Menge Fett, ein paar Kohlenhydraten sowie Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Besser: eine kohlenhydratreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreideprodukten und Kartoffeln. Nach dem Sport besser eiweißhaltige Lebensmittel (siehe Irrtum 14).

Irrtum 18: Sport baut Alkohol schneller ab

Das ist falsch! Alkohol wird zu 90 Prozent in der Leber abgebaut. Wie schnell das geschieht, hängt deshalb vor allem vom Zustand der Leber ab und darüber hinaus von Geschlecht, Alter, Gewicht und Fettanteil des Körpers.​ Sport hat auf die Geschwindigkeit des Alkoholabbaus keinen direkten Einfluss.

Irrtum 19: Vitamin C schützt Sportler vor Erkrankungen

Nein, auch das stimmt nicht. Richtig ist zwar, dass ein Mangel an Vitaminen zu bestimmten Erkrankungen führen kann – regelmäßige Extraportionen von Vitaminen können Erkrankungen aber nicht generell verhindern. So konnte beispielsweise der angebliche Schutzeffekt von Vitamin C gegen Erkältungen bisher wissenschaftlich nicht bestätigt werden.

Irrtum 20: Sportler brauchen weniger Schlaf

Falsch! Eher das Gegenteil ist der Fall: Während des Schlafes regeneriert der Körper sich und „repariert“ dabei alles, was am Tage stark in Anspruch genommen wurde. Deshalb schüttet er im Schlaf vermehrt Wachstumshormone aus, mit deren Hilfe er z. B. die Zellen und Muskelfasern wachsen lässt, das Immunsystem überholt. Sportler, die ihren Körper verausgabt haben, brauchen daher eine Schlafdauer von mindestens acht Stunden.

Quelle: www.bild.de