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Dienstag, 17. Januar 2017

Zehn Irrtümer über das Gehirn

Es ist ein faszinierendes Organ: Das Gehirn. Die Denkmaschine ist auch der Sitz von Persönlichkeit und speichert Erfahrungen, Gefühle und Gedanken. Doch es ranken sich eine ganze Menge Legenden um unser Denkorgan – räumen wir mit den Mythen auf:

► Männern haben größere Hirne

Im Verhältnis zum Körper haben Frauen größere Gehirne – die beiden Hirnhälften sind außerdem besser vernetzt. Allerdings haben Männer insgesamt mehr Gehirnzellen. Schade nur, dass diese schneller absterben als bei Frauen. Apropos sterben: Die „Grauen Zellen“ werden erst nach dem Tod grau – im lebendigen Zustand sind Hirnzellen rosa.

► In der Tierwelt haben Wale das größte Hirn

Nach Gewicht stimmt das schon: Es wiegt bei Pottwalen stolze 9,5 Kilo – im Verhältnis zum Körper ist dies aber nur ein Anteil von 0,005 Prozent. Bei uns Menschen liegt der Gewichtsanteil immerhin bei zwei Prozent. Nach dieser Rechnung sind Ameisen die wahren Rekordhalter – wenn wir anteilig so viel Hirn wie sie hätten, müsste unser Kopf einen Durchmesser von einem Meter haben!

► Schlaue Menschen haben schwerere Hirne

Das Gewicht des Gehirns hat nichts mit der Intelligenz zu tun: Das durchschnittliche Gewicht bei Frauen beträgt 1245 Gramm und 1375 Gramm bei Männern. Gehirne, die über diesem Durchschnitt liegen, lassen nicht zwangsläufig auf einen intelligenten Menschen schließen. Viele große Denker hatten sogar ein vergleichsweise leichtes Gehirn.

► Es wird im Alter deutlich kleiner

Gerade mal 1,3 Prozent aller Hirnzellen gehen bis zum 70. Lebensjahr verloren. Nachlassende Hirnleistung ist eine Frage des Trainings: Wer seinen Kopf mit Denksport fit hält, bleibt im Alter geistig rege.

► Das Gehirn besteht zum großen Teil aus komplexen Verbindungen

Falsch: Zu etwa 80 Prozent besteht unser Hirn aus Wasser. Der Rest besteht aus Fett, anderen organischen Verbindungen und Elektrolyten.

► Computer rechnen schneller

Mit etwa zehn Billiarden Operationen pro Sekunde ist das Gehirn wesentlich flotter als manch elektronischer Rechner. Obwohl es mittlerweile schnellere Computer gibt, zeichnet sich das Hirn vor allem durch seine gute Vernetzung und parallele Verarbeitung aus.

► Bei Kopfschmerzen tut das Gehirn weh

Das Gehirn selbst hat kein Schmerzempfinden. Schuld am Brummschädel sind Rezeptoren an anderen Stellen unseres Kopfes.

► Der größte Teil bleibt ungenutzt

Zwar wird selten das Hirn als Ganzes aktiv, aber es gibt kaum Bereiche, die wir in unserem Leben gar nicht verwenden. Fast jeder Sinnesreiz nutzt gleich mehrere Regionen.

► Menschen haben nur in Gehirn

Tatsächlich gibt es verteilt in Magen, Speiseröhre und Darm das sogenannte „enterale Gehirn“. Diese 100 Milliarden Nervenzellen sind direkt mit dem Kopf verbunden und reagieren auf Stress, Wohlbefinden – und sind auch für die „Schmetterlinge im Bauch“ verantwortlich.

► Beim Schlafen legt sich auch das Hirn zur Ruhe

Während sich der restliche Körper ausruht, ist unser Denkapparat hochaktiv! Es bringt sich wieder in Balance und schafft Ordnung – und beschert uns dabei jede Menge Träume.


Quelle: Bild.de vom 10.11.2013