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Mittwoch, 8. Februar 2017

Der Chef muss zum Abschied nicht „Danke“ sagen


URTEIL DES BUNDESARBEITSGERICHTS

Wer seinen Arbeitsplatz wechselt, hat auch in einem guten Zeugnis keinen Anspruch auf Dank. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschied, dass der Arbeitgeber bei einem ausscheidenden Mitarbeiter nicht verpflichtet ist, ins Arbeitszeugnis Formulierungen wie „Wir danken für die geleisteten Dienste“ zu schreiben.

Eine Dankesformel muss nicht in Arbeitszeugnis. Außerdem muss der alte Chef das Ausscheiden des Mitarbeiters nicht bedauern oder ihm für die Zukunft alles Gute wünschen. Aussagen über persönliche Empfindungen des Arbeitgebers gehören nicht zum notwendigen Zeugnisinhalt.

Wenn dem Arbeitnehmer eine Schlussformel zu unpersönlich ist, kann er höchstens ein Zeugnis ganz ohne eine solche Formulierung verlangen.

Im konkreten Fall hatte der ehemalige Leiter eines Baumarktes geklagt.
Er bekam zwar überdurchschnittliche Beurteilungen für Leistung und Verhalten, das Zeugnis endet jedoch mit den Sätzen: „Herr K. scheidet zum 28.02.2009 aus betriebsbedingten Gründen aus unserem Unternehmen aus. Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Quelle: www.bild.de 12.12.2012