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Freitag, 17. März 2017

Ausbildung: Zehn Tipps für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben

Raus aus der Schule, rein in die Arbeitswelt: Damit das Einleben im Ausbildungsbetrieb gelingt, brauchen Azubis gute Umgangsformen. Zehn Tipps für einen erfolgreichen Karrierestart.




Ob Flur, Teeküche oder Fahrstuhl: Um schnell Anschluss zu finden, sollten Azubis überall freundlich grüßen.

Endlich! Die Schulzeit ist vorbei, der erste Tag als Azubi rückt immer näher. Wer einen positiven Eindruck machen will, sollte von Anfang an möglichst korrekt sein.

Tipp 1: Arbeitsweg am Tag vorher abfahren

Dazu gehört, gerade am ersten Tag weder abgehetzt noch verspätet im Betrieb zu erscheinen. "Am besten fährt man den Weg schon mal am Tag vorher in aller Ruhe ab und am Morgen danach früher als notwendig los".

Tipp 2: Pünktlichkeit von Azubis ist ausschlaggebend

Das A und O für jeden Azubi ist ohnehin, fest vorgegebene Uhrzeiten einzuhalten. "Unpünktlichkeit kann erhebliche negative Folgen haben", warnt Henke. Es könne eine Verzögerung des Arbeitsablaufs mit sich bringen - und bei häufigem Wiederholen im schlimmsten Fall die Kündigung.

Tipp 3: Outfit bei Mitarbeitern abschauen

Die drängende Frage nach dem passenden Outfit für den ersten Tag ist ebenfalls schnell geklärt: "Die Kleidung sollte seriös und dezent sein", sagt Hartwich. Um das richtige Outfit zu finden, sollten Azubis sich daran erinnern, wie Mitarbeiter gekleidet waren, denen sie auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch begegnet sind. Daran können sie sich orientieren.

Tipp 4: Alle Kollegen freundliche grüßen

Unklug sei, mit gesenktem Kopf durch die Firma zu laufen. Wer sich so verhält, findet kaum Anschluss – und stößt schlimmstenfalls auf Ablehnung. "Deshalb gilt: ob auf dem Flur, in der Teeküche oder im Fahrstuhl – jeder sollte freundlich gegrüßt werden".

Tipp 5: Mitarbeiter und Vorgesetzte korrekt ansprechen

"Hi!" oder "Tschöö" – solche lässigen Formulierungen können in der Arbeitswelt schnell fehl am Platz wirken. Besser sind Standardformeln wie "Guten Tag" oder "Auf Wiedersehen". Ist einem das Gegenüber bekannt, sollte beim Grüßen auch der Name genannt werden. Akademische Grade wie etwa ein Doktortitel sollte man nicht weglassen – es sei denn, der andere legt darauf ausdrücklich keinen Wert. Vorsicht ist auch beim Duzen geboten: "Es gilt der Grundsatz, dass Vorgesetzte und Kollegen gesiezt werden". Eine Ausnahme ist, wenn andere einem das Du offiziell anbieten.

Tipp 6: Hand reichen und Augenkontakt halten

Freundlich und offen - mit einem solchen Auftreten können Azubis in ihrem Betrieb Punkte sammeln. Angesagt ist aber auch, das Miteinander der Kollegen zurückhaltend zu beobachten. Wer auf eine beisammensitzende Gruppe stößt, reicht jedem zur Begrüßung die Hand. "Dabei sollte man seinem Gegenüber direkt in die Augen schauen".

Tipp 7: Notizen machen zeigt Interesse

Eine Vielzahl von Informationen strömt auf einen Azubi ein - Notizenmachen ist da hilfreich. Die Mitschriften zeugten von Interesse, sagt Henke. Außerdem böten sie für den Azubi den Vorteil, Infos immer griffbereit zu haben und bestimmte Fragen nicht ein zweites Mal stellen zu müssen.

Tipp 8: Tischmanieren beim gemeinsamen Essen

Ebenfalls punkten können Azubis in ihrer Firma mit guten Tischmanieren. Hastiges Herunterschlingen von Essen in der Kantine oder am Schreibtisch ist tabu. "Es sollte auch darauf geachtet werden, dass das Besteck zum Mund geführt wird und nicht umgekehrt".

Tipp 9: Flexibilität zeigt Einsatzbereitschaft

Beliebt machen können Azubis sich bei ihrem Vorgesetzten, indem sie sich flexibel zeigen: Wenn ein dringender Auftrag nicht vor Dienstschluss um 17 Uhr fertig wird, sollte die Bereitschaft für die ein oder andere Überstunde vorhanden sein. "Darin zeigt sich, wie einsatzbereit und belastbar ein Azubi eingeschätzt wird".

Tipp 10: Die eigenen Rechte kennen

Allerdings dürfen die Überstunden nicht ausufern – denn Azubis sind im Betrieb, um ihren Beruf zu erlernen, und dazu reicht die vertraglich festgelegte Ausbildungszeit in der Regel aus. "Wenn Überstunden geleistet werden, dann muss der Azubi dafür einen Zuschlag oder einen Freizeitausgleich erhalten".

Kündigung müssen zwei Abmahnungen vorausgehen

Azubis haben aber nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte. So müssen der Kündigung eines Azubis mindestens zwei Abmahnungen vorausgehen. "Im Falle eines Falles sollte der Inhalt einer Abmahnung genau geprüft und bei einer unberechtigten Abmahnung eine Gegendarstellung verfasst werden".


So weit muss es aber erst gar nicht kommen. Wer Respekt und Wertschätzung gegenüber anderen zeige, sei als Azubis auf der sicheren Seite. Wer sich an diese Tugenden hält, wird im täglichen Miteinander kaum Probleme haben.

Quelle: www.berlin.de vom 8. Juli 2013