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Donnerstag, 23. März 2017

Referenzen in der Bewerbung: So hilft der gute Name



Ein runder Lebenslauf und gute Zeugnisse in der Bewerbung sind nicht alles. Mit persönlichen Referenzen können Bewerber besonders punkten.

Referenzen und Empfehlungsschreiben können Türen öffnen, die sonst verschlossen blieben. Hierzulande nutzen nur wenige Bewerber diese Möglichkeit, auf ihre persönlichen Qualitäten aufmerksam zu machen – ganz anders als im angloamerikanischen Raum. 


Wer kann eine Referenz ausstellen?


Im Gegensatz zum Arbeitszeugnis wird eine Referenz nicht von Personalverantwortlichen ausgestellt. Sie stammt von einer neutralen Person, die ihre Autorität aus ihrem sozialen oder professionellen Status bezieht. Sie äußert sich in dem Empfehlungsschreiben nicht stellvertretend für ihre Organisation oder ihr Unternehmen, sondern gibt einen persönlichen Eindruck wieder.

Um die eigene Bewerbung aufzuwerten, sollten Absolventen überlegen, wer sie kennt und weiterempfehlen würde. Infrage kommen etwa Vorgesetzte aus Praktika, Ferienjobs, Nebenjobs oder Ehrenämtern, genauso wie Lehrer oder Dozenten.


Wie sollte die Referenz aussehen?


Ein Empfehlungsschreiben muss keinen formalen Kriterien entsprechen und enthält auch keine verschlüsselten Formulierungen wie ein Arbeitszeugnis. Der Aussteller bürgt mit seinem Namen für den Adressaten. Deshalb sind ein Briefkopf mit Namen, Kontaktadresse und persönlicher Position nötig.

Das Schreiben sollte deutlich machen, in welchem Zusammenhang der Verfasser den Bewerber kennengelernt hat und in welcher Beziehung beide zueinander stehen. Es enthält Angaben zu den persönlichen Qualitäten, zur Arbeitsweise und zum Verhalten in Einzel- und Gruppenarbeit. Das Empfehlungsschreiben ist möglichst individuell und in der Ich-Form geschrieben. Am Ende sollte eine Gesamtwürdigung der Person stehen.


Was gehört in ein Empfehlungsschreiben?


In einem Empfehlungsschreiben kann der Referenzgeber folgende Fragen thematisieren:

  • Wann hat man miteinander gearbeitet?
  • In welchem Verhältnis stehen der Bewerber und der Referenzgeber?
  • Welche Aufgaben erfüllte der Bewerber?
  • Zu welchen Erfolgen trug er bei?
  • Welche fachlichen und persönlichen Stärken zeigte er?
  • Was zeichnet ihn besonders aus?

Wichtig ist, dass sich der Fürsprecher ausschließlich positiv äußert, auch bei einer möglichen Nachfrage durch den Personaler. Keine Referenz ist im Zweifelsfall besser als eine zurückhaltende.


Wohin gehört die Referenz im Lebenslauf?


In der Bewerbungsmappe gehören die Empfehlungsschreiben hinter die Zeugnisse. Manche Referenzgeber möchten keine Schreiben ausstellen, sind aber bereit, auf Anfrage telefonisch oder per E-Mail Auskunft zu geben. Dann kann der Bewerber die Kontaktmöglichkeiten im Lebenslauf angeben. Er platziert sie am besten am Ende des Lebenslaufs in einer eigenen Rubrik nach den persönlichen Interessen und Hobbys.

Zu viele Referenzen sollten Bewerbung und Lebenslauf aber nicht enthalten. Die Auswahl kann sonst beliebig wirken und der Bewerber den Eindruck erwecken, er habe Fürsprache nötig.


Nicht vergessen!


Besonders wichtig ist: Wer in der Bewerbung die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse seiner Kontaktperson aufführt, muss sie auch darüber informieren. Sonst kann es peinlich werden, wenn sich der Personaler über den Bewerber informieren möchte. Im schlimmsten Fall lehnt der vermeintliche Fürsprecher ab, eine Auskunft zu geben – und eine wertvolle Empfehlung geht verloren.


Autor: frei nach Heinz Peter Krieger, https://www.staufenbiel.de/ratgeber-service/bewerbung/referenzen-und-empfehlungsschreiben.html