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Donnerstag, 1. Juni 2017

Fehler im Job: So reagieren Sie richtig

Fehler im Job Okay, Sie haben einen Fehler im Job gemacht. Dumm gelaufen, shit happens, passiert, Pech. Nun spüren Sie die Panik im Nacken und fragen sich: Was nun? Nur die Ruhe, ich bin bei Ihnen!

Spontane Reaktionen machen es meist nur noch schlimmer. Deshalb: Atmen Sie ruhig durch, sagen Sie zunächst nichts und lassen Sie uns die Sache zusammen der Reihe nach durchgehen…

Bloß nichts herunterspielen!

Nicht wenige reagieren an der Stelle panisch, verschleiern, vertuschen, lügen, spielen herunter oder blaffen gar zurück, wenn Sie jemand auf den Fehler aufmerksam macht. Riesenfehler! So eskaliert die Sache nur. Und effektiv ist die Retourkutsche sowieso fast nie.

Wenn Sie einen Fehler gemacht haben – natürlich nur dann -, dann geben Sie ihn zu. Ansonsten erklären Sie die Sache ehrlich und aufrichtig. Wer dann immer noch meint, es war Ihr Fehler, ist selber schuld. Andere Geschichte.

Gehen wir aber davon aus, dass Sie den Mist tatsächlich verursacht haben. Dann wäre es fatal, das Problem zu ignorieren, Motto: Alles halb so schlimm und morgen ist auch noch ein Tag. So entstehen Katastrophen. Und der Chef bekommt den Eindruck, dass Sie das wahre Ausmaß nicht einmal selbst erkennen. Noch schwerer wiegt daran allerdings, dass Sie so aussehen wie jemand, der keine Verantwortung für die Malaise übernehmen will. Und das diskreditiert Sie für so ziemlich jeden künftigen Führungsjob.

Was also tun?

Verschaffen Sie sich erst einmal einen genauen Überblick: Wer, was, wann, wo, warum? Analysieren Sie zuerst für sich das Problem:

Was ist schief gelaufen?
Wie konnte das passieren?
Waren Sie schlampig oder unaufmerksam?
Oder haben Sie einfach nur falsch und zu schnell reagiert?
Danach erst folgt der klassische Dreiklang der Schadensbegrenzung:

Entschuldigen. Geben Sie zu, dass Sie einen Fehler gemacht haben und dazu stehen. Entschuldigen Sie sich in aller Form bei den Betroffenen und immer beim Chef. Erklären Sie (jetzt wissen Sie es ja), Ihrem Boss, was genau passiert ist und wie es dazu kam. Übernehmen Sie die Verantwortung – ohne Ausflüchte oder Rechtfertigungen (Umstände, Bad-Hair-Day, …), die die Schuldfrage nur verlagern sollen. Das wirkt verantwortungslos. Ganz schlecht: Kollegen anschwärzen. Egal, welche Rolle Sie im Team spielen – beweisen Sie Rückgrat.
Lernen. Erklären Sie nicht nur, wie es dazu kommen konnte. Das unterstreicht zwar Ihr Analysepotenzial. Hilft aber nicht in der Zukunft. Wichtiger ist jetzt die Fehlerquelle zu identifizieren und künftig ausschalten. Zeigen Sie also, dass und was Sie gelernt haben und bieten Sie am besten gleich eine Lösung oder – falls nötig – Wiedergutmachung an. Zumindest aber einen Weg, um das Folgeproblem in den Griff zu bekommen. Das unterstreicht erneut, dass Sie die Verantwortung übernehmen. Nur: Machen Sie bei allem nicht zu viele Worte dabei. Das könnte wieder als Ablenkungsmanöver interpretiert werden. Kurze knappe Hauptsätze sind genau richtig.
Beruhigen. Versuchen Sie bei allem auch Ihre Emotionen zu beherrschen und packen Sie die schlechte Nachricht weder in Watte, noch die Lösung in Präsentpapier. Und tränenreiche Selbstkasteiungen, wie in Japan üblich, will hierzulande keiner sehen. Wirkt auch extrem unsouverän. Sie haben einen Fehler gemacht, sich entschuldigt, daraus gelernt und eine Lösung gefunden. Nun ist es wichtig, dass auch Sie darüber hinweg kommen und sich nicht von peinlichen Schuldgefühlen blockieren lassen. Das bringt schließlich auch keinen weiter.
Wir alle sind nun mal Menschen. Und die machen Feler… ;)


Quelle:  www.karrierebibel.de von Jochen Mai am 12. Januar 2014