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Montag, 5. Juni 2017

Hasswort, Passwort?


Kaum eine Aufgabe nervt uns im Alltag so sehr wie ein neues Passwort zu finden.
Hasswort Passwort.

PC-Anmeldung, Handy-PIN, diverse Online-Shops, Facebook, Instagram, Twitter – bei Passwörtern kommt schnell eine Menge zusammen. Doch welche Passwörter sind sicher, und wie merke ich sie mit? Und: Darf ich sie zur Sicherheit irgendwo notieren?

Unser digitales Leben ist voll von Passwörtern. Und im Grunde kennen wir den Tipp Nr. 1 aller Experten: Verwende niemals ein Passwort zweimal! Leichter gesagt, als getan. Und mal ehrlich, die wenigsten von uns halten sich daran.

Mit diversen Website-Logins, PINs und Zugangscodes bei Job und Freizeit kommen wir auf eine beachtliche zweistellige Anzahl von Situationen, wo wir ein Passwort vergeben müssen. Wie sollen wir uns das alles merken? Und wann ist ein Passwort wirklich sicher?

Wann ist ein Passwort schlecht?
Laut einer aktuellen Studie des US-Sicherheitsdienstleisters SplashData ist „123456“ das derzeit beliebteste und damit schlechteste Passwort. Auch andere simple Konstruktionen wie „Passwort“, „12345678“ oder einfache Tastaturmuster wie „qwertz“ gehören zu den ersten Kombinationen, die Hacker ausprobieren. Also: Finger weg!

Vermeiden sollten sie auch alle Begriffe, die einen Zusammenhang mit ihrem privaten und beruflichen Umfeld haben.

Beispiele für schlechte Passwort-Quellen:

·         Namen der Kinder
·         Namen der Ehegatten
·         Namen der Haustiere
·         Geburtstage
·         Lieblingssportler / -musiker / -künstler
·         Hobbys
·         Kollegen
·         Abteilungsbezeichnungen

Generell gilt: Ein Passwort sollte nicht in einem Lexikon zu finden sein!
So erstellen sie ein sicheres Passwort
Das Institut für Internet-Sicherheit gibt Tipps, die bei der Auswahl von Passwörtern helfen:

Nutzen Sie mindestens zehn Zeichen, große und kleine Buchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen

Schützen Sie besonders wichtige Zugänge wie Ihr Benutzerkonto, Ihr Online-Banking-Konto und Ihren Wlan-Router mit einem starken Passwort
Verwenden Sie dafür die Anfangszeichen der Wörter eines nur Ihnen bekannten Satzes. Beispiel: „Der 4. Juli ist Nationalfeiertag in den USA" = „D4.JiNidUSA“



Allgemeine Passwort-Regeln
Im Grunde gilt: Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand beim Umgang mit Passwörtern. Hier einige zentrale Verhaltensregeln:

Passwörter sind geheim, also teilen Sie sie nur mit Ihnen nahestehenden Menschen
Benutzen Sie jedes Passwort nur für eine Anwendung
Notieren Sie Passwörter nicht an einem öffentlichen Ort. Haftzettel mit Passwörtern am Monitor sind eine schlechte Idee
Ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig
Geben Sie Passwörter nur an Ihnen bekannten, vertrauenswürdigen Rechnern ein

Wie kann ich mir PIN-Nummern merken?

Das Gehirn speichert Zahlen am besten, wenn Sie sie mit einem abstrakten Bild oder Symbol verknüpfen. Beispiele: Die 1 ist eine Kerze, die 2 ein Schwan, die 3 eine Mistgabel. Für eine Zahlenkombination denken Sie sich eine Geschichte zu den Bildern aus.

Beispiel PIN 4358: Ein Kleeblatt (vierblättrig für 4) wird von einer Mistgabel (3 Zacken) aufgespießt, die von einer Hand (5 Finger) gehalten wird, die zu einem Schneemann (sieht aus wie eine 8) gehört.
Alternativ können Sie sich auch eine Geschichte ausdenken, in der die Zahlen direkt vorkommen. Die 3531 merken Sie sich so: Nach einem Nickerchen fahren Sie um 3 Uhr mit der Straßenbahnlinie 5 zu einer Freundin, die in ihren Kaffee stets 3 Stücke Zucker gibt. Zum Kaffee gibt es 1 Torte.

Wie merke ich mir einen Zahlen-Buchstaben-Mix?

Wählen Sie eine Kombination, mit der Sie etwas Positives verknüpfen, auf die andere aber nicht leicht kommen. Hauptsache, in Ihrem Kopf entsteht ein Bild, an das Sie sich leicht erinnern können. Nehmen wir zum Beispiel den obigen Tipp mit den Anfangsbuchstaben eines Satzes. Wenn Sie mit dem Satz als solches ein positives Gefühl verbinden, dann hilft das beim Merken. Vielleicht: „Jedes 3. Eis im Sommer muss Schokolade sein!" = J3.EiSmSs.

Wie oft sollte ich meine Passwörter ändern?

Am sinnvollsten ist es, das Passwort alle drei bis vier Monate zu ändern. Das können manchmal auch nur kleine Änderungen sein, etwa das Austauschen von Buchstaben gegen Sonderzeichen und Zahlen oder das Umdrehen von Buchstaben im Passwort. Nutzer sollten aber ihre Passwörter regelmäßig auch komplett ändern.
Ich habe mein Passwort vergessen, was nun?

Wer Zugang zu E-Mail-Konten hat, kann häufig über eine „Passwort vergessen?“-Funktion neue Passwörter zum Beispiel für das Konto beim Online-Shop anfragen und damit dann unerwünscht einkaufen. Das macht den aktuellen Diebstahl von Zugang zu E-Mail-Adressen so brisant. Trotzdem bleibt diese Funktion die erste Maßnahme bei Passwortverlust. Sie haben ja auch weiter Zugriff auf das E-Mail-Konto. Entsprechende Seiten versenden in der Regel bei der „Passwort vergessen?“-Funktion eine Mail mit einem Link, der zu einer Seite führt, wo Sie sich ein neues Passwort wählen können. Kommt solch eine Mail, OHNE dass Sie sie angefordert haben, wenden Sie sich an den Betreiber der Seite.

Einige Webseiten bieten zusätzlich die Option der Sicherheitsfrage. Also eine Frage, die nur Sie beantworten können. Nutzen Sie diese!
Diese Apps und Programme helfen beim Passwort-Merken

Sichere Passwörter schön und gut. Aber bei der Vielzahl der Passwörter ist es fast unmöglich, sich alle zu merken. Das ist auch nicht nötig. Sogenannte Paswort Manager helfen Ihnen, in jeder Situation das passende Passwort parat zu haben. Diese Apps und Programme gibt es für alle gängigen Smartphone-Systeme und auch für den heimischen Computer. Der Vorteil: Sie geben alle Passwörter zentral in der Software ein und müssen sich dann nur noch das eine Passwort merken, dass ihren „Passwort-Tresor“ öffnet. Dass sollte dann aber extra sicher sein.


Quelle: www.bild.de vom 22.01.2014