Schön, dass Sie da sind. Diese Seiten sind für diejenigen, die ihre jetzige Situation schnell ändern möchten.


Freitag, 29. September 2017

Mutiger werden – mit diesen 8 Schritten






Es gibt Situationen, in denen Sie einen bestimmten Schritt gehen müssen, aber keinen Mut dazu haben. Sie erkennen zwar, dass die folgende Handlung in Ihrem Interesse liegt oder Ihre Gesundheit fördert, schieben es aber dennoch bis auf die letzte Sekunde hinaus. Diese Situationen können im Job entstehen, wenn es zum Beispiel um eine Beförderung geht, oder im Alltag, wenn Sie Zahnschmerzen haben, sich aber nicht zu einem Zahnarztbesuch überwinden können. Möchten Sie für diese Fälle mutiger werden? Dann versuchen Sie doch mit folgenden Schritten...



Die Kosten des Zögerns



Alles hat seinen Preis. Auch die Angst, Zögern und Zweifel. Die meisten suchen zuerst nach Ausreden und Rechtfertigungen, um den nötigen Schritt nicht (sofort) machen zu müssen. Und die vorgeschobenen Gründe klingen vielleicht zuerst auch klug und plausibel.



Doch sie kosten. Jedes Mal, wenn wir etwas hinauszögern, verstärkt es nicht nur das schlechte Gewissen und die Aufregung. Auch schwillt die Angst noch weiter an. Auf diese Weise entstehen sogar manche Phobien - wie etwa die gegenüber Spinnen. Und nicht zuletzt auch die Selbstzweifel, ob wir überhaupt etwas können.



Was oft übersehen wird, sind die (indirekten) Kosten für Karriere und Gesundheit, die mit dem Hinauszögern regelmäßig einhergehen.



Hier sind einige Beispiele:



    Sie haben eine Fremdsprache gelernt und keinen Schein erworben, weil Sie die Prüfung aus Prüfungsangst nie abgelegt haben. Ohne den Nachweis können Sie aber diese Sprachkenntnisse im Lebenslauf nicht angeben.

    Sie haben seit geraumer Zeit Zahnschmerzen, aber fürchterliche Angst vor dem Zahnarztbesuch. Sobald die Schmerzen unerträglich werden, landen Sie beim zahnärztlichen Notdienst - die Behandlung ist dann viel aufwändiger und schmerzhafter, weil sich die Entzündung ausgebreitet hat.

    Sie haben sich nicht getraut, zum Chef zu gehen und um eine Beförderung zu bitten. Jetzt entscheidet er sich für einen anderen Kandidaten, der mutiger war.



Mut zu haben, bedeutet nicht, keine Angst mehr zu spüren - beide schließen einander nicht aus. Was Sie brauchen, um mutiger zu handeln, ist ein realistischeres Bild von der Zukunft und den Konsequenzen des Nicht-Handelns. Oft überzeichnen Betroffene die Risiken der Aktion und übersehen die weitaus höheren Kosten des Abwartens.

Mutiger werden - mit diesen Schritten



Möchten Sie mutiger werden, dann sollten Sie Ihre Entscheidung realistischer reflektieren und kalkulieren – und anschließend danach handeln. Entschlossenheit lässt sich durchaus fördern - mit diesen Schritten...



    Hemmschwellen überwinden



    Hemmschwellen sind Blockaden, die aus Erfahrungen, Gewohnheiten und hohen Erwartungen entstehen. Der erste Schritt wird Ihnen schwerfallen, er erfordert wohl die meiste Willenskraft auf Ihrem Weg, mutiger zu werden: Konzentrieren Sie sich dazu nur auf Ihr Ziel, zu dem der Schritt führen soll - nicht auf die Angst vor den Folgen. So sinken die Hemmschwellen.

    Misstrauen misstrauen



    Das Misstrauen gegenüber unseren Fähigkeiten entwickelt sich aus Situationen, in denen unser Vertrauen vielleicht schon mal enttäuscht wurde, durch anderen Menschen oder durch sich selbst. Es ist ein Schutzschild, das dazu dient, andere nicht zu nah an sich heran zu lassen. Motto: Wer keine Erwartungen hat oder immer vom Schlimmsten ausgeht, kann auch nicht enttäuscht werden. Sie sollten dennoch lernen, sich selbst mehr zu vertrauen - insbesondere den eigenen Fähigkeiten. Misstrauen Sie lieber Ihrem Misstrauen, meist ist es unbegründet. So sinkt auch die Angst vor den Folgen, und Sie können sich mutiger auf Ihr Ziel zubewegen.

    Unabhängiger werden



    Ohne die Angst, aus dem Rahmen zu fallen, wäre die Existenz einer soziale Gruppe wohl nicht denkbar. Wir wollen uns zugehörig fühlen - und damit auch von anderen akzeptiert. Die Kehrseite der Medaille ist: Wir machen uns von der Meinung anderer abhängig. Nimmt diese Abhängigkeit überhand, blockiert sie unseren Mut. Jede Entscheidung, jedes Handeln wird zuerst durch eine Art sozialen Filter geleitet: Wie werden die anderen dann von mir denken? Wahr ist aber: Sie können es ohnehin nie allen Recht machen. Um mutiger zu werden, sollten Sie daher lernen und akzeptieren, dass es immer Menschen gibt, die Sie verärgern und die sich eventuell von Ihnen abwenden. Dazu gehört übrigens auch, Nein sagen zu können.

    Gedankenhygiene betreiben



    Unsere Gedankenwelt bestimmt massiv unser Handeln. Sprechen Sie beispielsweise gerne von "Megaproblemen", "katastrophalen Zahlen", "furchtbaren Desastern"? Nicht? Gut. Denn Katastrophen-Sprecher sind auch Katastrophen-Denker. Eine derart übersteigerte XXL-Sprache erzeugt erst recht das Gefühl von Ohnmacht. Mark Aurel, römischer Kaiser und Philosoph, hat das Prinzip schon seinerzeit treffend formuliert: Das Glück des Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab. Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.

    Perfektionismus ablegen



    Hinter dem Perfektionismus versteckt sich meist das Bedürfnis nach dem Beifall, nach der Anerkennung und nach dem Schutz vor Schimpf und Schande - es ist der Versuch, Ihr Bestes zu geben, der durch äußere Umstände motiviert wird. Denken Sie nicht in solchen Schwarz-Weiß-Kategorien - nur weil etwas nicht perfekt ist, muss es kein Totalausfall sein. Eher sind es gerade die vielen Fehler, die mutige Menschen auszeichnen. Weil sie mehr wagen und unternehmen, erreichen Sie auch mehr. Der Mut kommt dann sogar durch die Fähigkeit, aus diesen Fehlern zu lernen.

    Klein anfangen



    Psychologen vergleichen den Mut gerne mit einem Muskel: Je mehr man diesen trainiert, desto stärker wird er. Steht Ihnen ein Bewerbungsgespräch oder ein Referat bevor und sprechen Sie nicht so häufig vor großem Publikum? Dann fangen Sie erst einmal klein an. Üben Sie zu Hause, lassen Sie Ihre Freunde und Familienmitglieder zuhören, gewöhnen Sie sich an den Klang Ihrer Stimme, dann an das Publikum. So werden Sie sicherer und die Angst zu versagen sinkt.

    Deadlines setzen



    Nutzen Sie die 72-Stunden-Regel: Alles was Sie sich vornehmen, müssen Sie auch in den nächsten 72 Stunden beginnen, sonst sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie diesen Schritt machen, auf ein Prozent. Machen Sie einen Termin beim Zahnarzt oder beim Chef. Wollen Sie ein ernstes Gespräch mit einem Freund oder Familienmitglied führen, machen Sie ein Treffen aus und gehen Sie auch dahin – am besten so zeitnah, wie möglich, damit Sie nicht lange darüber nachdenken müssen und Ihre Entschlossenheit nicht schwindet.

    Unterstützung holen



    Reden hilft. Sind Sie sich der Risiken und Folgen bewusst, haben aber immer noch keinen Mut, den ersten Schritt zu wagen, sprechen Sie mit jemandem darüber. Erklären Sie Ihre Beweggründe, sprechen Sie Ihre Pro- und Contra-Argumente laut aus. Auch wenn die Gefahr besteht, dass der Gesprächspartner nicht derselben Meinung ist - das Aussprechen Ihrer Motivation macht diese lebendig. Und Sie selbst mutiger.



Quelle: Von Vera Moor am 08. August 2016 , http://karrierebibel.de/mutiger-werden/

Donnerstag, 28. September 2017

E-Learning


E-Learning gehört mit zu den besten Entwicklungen, die im Bildungsbereich zu finden sind. Diese Form des Lernens bietet den Lernenden viele Vorteile, die mit traditionellen Lernformen nicht zu erreichen sind. Hier sehen Sie Vorteile die E-Learning bietet.

Völlig Ortsunabhängigkeit – Ein offensichtlicher Punkt: Wo immer Sie Strom und Internet haben, können Sie E-Learning nutzen.

Eigener Rhythmus – Lernende können sich die Module und Angebote nach ihrem ganz eigenen Rhythmus erarbeiten, ohne auf Kommilitonen oder Referenten Rücksicht nehmen zu müssen.

Dauernde Verfügbarkeit – So lange die Server laufen, sind die Kursinhalte verfügbar. Wenn Sie also nicht schlafen können, spricht nichts gegen eine Lerneinheit um drei Uhr morgens. Ernsthaft, für Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob ist dieser Faktor Gold wert.

Einfache Aktualisierbarkeit – Referenten können das E-Learning-Material jederzeit aktualisieren und den Lernenden so die neuesten Inhalte problemlos bereitstellen.

Unkomplizierte Distribution – Noch ein Vorteil für Referenten: Inhalte lassen sich einfach und schnell an viele Studenten verteilen. So bald das Material in das System eingepflegt ist, reicht eine Nachricht an alle Mitglieder der Lerngruppe und schon haben alle Zugriff auf das neue Material.

Interaktive Lerninhalte – Module und Lektionen lassen sich interaktiv gestalten und erzielen so einen höheren Lerneffekt. Videos, Tests und animierte Inhalte stellen dabei nur einen kleinen Teil der Palette dar.

Hohe Mobilität – Je nach System lassen sich E-Learning-Kurse auch auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets einsetzen. Für Pendler kann das – wenn es die Umgebung zulässt – sehr praktisch sein.

Geringe Kosten – Okay, die Administratoren und Verwaltungen mancher Universität werden jetzt die Augen verdrehen, doch E-Learning-Systeme können sehr viel günstiger sein traditionelle Lernformen. Gerade in Zeiten wachsender Studienzahlen können Räume und Gebäude besser ausgelastet werden, wenn ein Teil des Studiums von zu Hause aus stattfindet. Und für Arbeitnehmer die ein Fernstudium absolvieren oder sich autodidaktisch weiterbilden, ist E-Learning ohnehin günstiger als Präsenzveranstaltungen mit teilweise langen Anfahrtswegen.

Einfacher Zugang – Zugegeben, die verschiedenen Plattformen für E-Learning-Systeme sind nicht übertrieben benutzerfreundlich, doch wirklich schwer ist kein System zu bedienen. Der Umgang mit der eingesetzten Software lässt sich meist in wenigen Minuten – maximal Stunden – lernen.

Niedere Hemmschwelle – Sich für einen Präsenzkurs oder -Studiengang anzumelden, stellt vor allem für Arbeitnehmer eine hohe Hemmschwelle dar. E-Learning-Angebote mit wenigen bis keinen Präsenztagen – die möglicherweise durch Video-Konferenzen ausgeglichen werden – senken diese Hemmschwelle drastisch.

Attraktive Lernform – Schon der Begriff E-Learning klingt für viele Menschen deutlich attraktiver als ein klassisches Studium oder eine Vorlesung. Das liegt einerseits an den interaktiven Lerninhalten, andererseits jedoch auch einfach an der Tatsache, dass Online-Dienste längst zum Alltag vieler Menschen gehören und es daher nur konsequent ist, auch Lerninhalte – zumindest teilweise – online zu rezipieren. E-Learning-Angebote stoßen daher oft auf eine sehr hohe Akzeptanz bei den Lernenden.

Quelle www.karrierebibel.de

Mittwoch, 27. September 2017

Darf ich in der Pause ein Bierchen trinken?



Was sagt das Arbeitsrecht über die Mittagspause: Darf ich mir ein Schlückchen genehmigen?



Alkohol am Arbeitsplatz ist erlaubt, allerdings in Maßen – und sofern in Ihrer Betriebsordnung keine Null-Promille-Regel festgelegt ist.

Jeder zehnte Arbeitnehmer nimmt regelmäßig keine Pause. Jeder Fünfte schöpft sie nicht voll aus. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Gewerkschaft Ver.di. Dabei ist eine Ruhezeit gesetzlich vorgeschrieben! Doch was darf ich in der Pause machen? Was nicht? Shoppen, surfen, weiterschuften?

Kleine Geschichte der Pause

Mitte des 19. Jahrhunderts waren Arbeitszeiten bis zu 16 Stunden normal – eine Pause nicht. Erst 1839 gab es eine erste Vorschrift, die Kindern eineinhalb Stunden Pause zusicherte – bei zehn Stunden Arbeit! In einem Tarifvertrag gab es eine Pause erstmals 1873. 15 Minuten an einem zehnstündigen Arbeitstag.

Spezialfall: 1978 schaffte es die Industriegewerkschaft Druck und Papier, eine Bildschirm-Pause durchzusetzen. Wer mehr als vier Stunden am Bildschirm saß, musste jede Stunde fünf Minuten (oder alle zwei Stunden 15 Minuten) die Möglichkeit haben, wegschauen zu können.

Wie viel Pause steht mir zu?

Beträgt Ihre tägliche Arbeitszeit zwischen sechs und neun Stunden, stehen Ihnen laut Paragraf 4 des Arbeitszeitgesetzes mindestens 30 Minuten Pause zu. Arbeiten Sie mehr als neun Stunden am Tag, sind es 45 Minuten. Das ist das gesetzlich festgelegte Minimum, Ihr Chef kann Ihnen aber auch mehr Pause gewähren.


Muss ich sie nehmen?

Ja! Die gesetzliche Pause ist Pflicht. Sie ist laut Gesetz eine Zeit, in der „der Arbeitnehmer weder Arbeit zu leisten noch sich dafür bereitzuhalten braucht, sondern freie Verfügung darüber hat, wo und wie er diese Ruhezeit verbringen will“. Im Einzelfall darf Ihr Chef allerdings eine Ruf-Bereitschaft festlegen.

Ist geregelt, zu welcher Uhrzeit ich die Pause nehmen muss?

Nein. Aber wenn in Ihrem Betrieb eine bestimmte Zeit für die Pause festgelegt ist, muss der Chef Ihnen das mitteilen. Hintergrund: Sie müssen Ihre Pausenzeit aktiv planen können. Wichtig: Bei einer Arbeitszeit von acht Stunden dürfen Sie Ihre Pause frühestens nach zwei Stunden nehmen. Und Sie müssen sie spätestens nach sechs Stunden wahrnehmen. Denn als Arbeitnehmer dürfen Sie höchstens sechs Stunden am Stück arbeiten. Deshalb ist es auch nicht erlaubt, durchzuarbeiten und früher nach Hause zu gehen!

Kann ich meine Pause splitten?

Nein! Nur Ihr Chef darf Ihre Mittagspause in mehrere kleine einteilen. Eine Ruhezeit muss jedoch mindestens 15 Minuten betragen.

Erholung in nur 30 Minuten

Eine Mittagspause beträgt in der Regel 30 Minuten. Aber wie kann ich mich in dieser Zeit maximal erholen? Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) empfiehlt die Formel 60-30-10. Das bedeutet: Nutzen Sie 60 Prozent der Zeit fürs Essen, 30 Prozent für Bewegung, 10 Prozent für Entspannung.

► 60 Prozent Essen: Nur wenn der Körper mit Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird, bleibt die Leistungskurve oben. Optimal: mageres Fleisch, Fisch, Gemüse, Salat, Vollkornprodukte. Keine Zeit für die Kantine? Dann Vorgekochtes oder Stullen mitnehmen. Denn: Wer gar nichts isst, rutscht nachmittags ins Leistungstief!

► 30 Prozent Bewegung: Das kurbelt den Kreislauf an und beugt Rückenleiden vor. Bei 30 Minuten Pause, zehn Minuten an der frischen Luft spazieren gehen. Oder: Fenster auf und vier Minuten den Körper dehnen und strecken.

► 10 Prozent Entspannung: Ein Nickerchen verbessert die Konzentration. Das geht notfalls auch auf dem Bürostuhl. Ersatzweise hilft eine Entspannungsübung: Augen schließen, tief durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Viermal wiederholen.

Darf ich in der Pause Fußball gucken und ein Bier dazu trinken?

Jein. In einer Kneipe Fußball zu gucken, ist erlaubt. Am Arbeitsplatz dürfen Sie aber nur gucken, wenn Fernseher explizit genehmigt sind – oder Sie den Arbeits-PC privat nutzen dürfen (Streaming)

Ist in Ihrer Betriebsordnung eine Null-Promille-Regel festgelegt, ist selbst ein kleines Bier nicht erlaubt. Es droht die sofortige Kündigung! Gibt es diese Regel nicht, können Sie Alkohol (in Maßen) zu sich nehmen. Wenn Sie über die Stränge schlagen, darf Ihr Chef Sie allerdings abmahnen.

Kann ich die Pausen zum Shoppen nutzen?

Klar. Sie dürfen sich in der Pause frei bewegen und die Zeit nutzen, wie Sie wollen.

Nur in seltenen Fällen gibt es Regelungen, die dem Arbeitnehmer verbieten, das Gelände zu verlassen. Das kann mündlich geschehen, wird aber in großen Firmen meist zusammen mit dem Betriebsrat in einer Betriebsvereinbarung festgehalten.

Kann ich in der Pause Rechner und Telefon für Privates verwenden?

Das ist derzeit noch eine Grauzone. Generell gehört der Rechner dem Betrieb. Wenn es jedoch kein explizites Verbot gibt, gilt die private Nutzung vor dem Arbeitsgericht meist als erlaubt. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Chef.

Was droht mir, wenn ich die Pause überziehe?

Das kommt auf die Häufigkeit an. Wenn Sie ständig zu spät zurückkommen, können Sie abgemahnt oder sogar gekündigt werden.

Wie sieht es mit Raucherpausen aus?

Ihr Chef muss Ihre Sucht nicht mit kurzen Arbeitsunterbrechungen unterstützen. Er darf Ihnen das Rauchen außerhalb der regulären Pause sogar untersagen. Rauchpausen sind reine Kulanz des Arbeitgebers.



Fachliche Beratung: Dr. Martin Römermann, Fachanwalt für Arbeitsrecht (SKW Schwarz Rechtsanwälte)



Quelle: www.bild.de vom  03.06.2014 von S. HÖRNIG und E. STEINBRECHER

Dienstag, 26. September 2017

Der perfekte Bewerbungstag


Eine ernsthafte Jobsuche ist vor allem eines: richtig viel Arbeit. Das gilt sowohl für den Arbeitssuchenden, als auch für den Mitarbeiter mit jahrelanger Berufserfahrung, der sich nach einem neuen Job umschauen will oder muss. Damit Ihre Jobsuche erfolgreich verläuft, sollten Sie sich an eine klare Tagesstruktur halten und die Zeit optimal nutzen. Daher skizzieren wir heute für Sie den perfekten Bewerbungstag.

Bei der Jobsuche ist es so ähnlich wie bei der Arbeit im Home Office: Sie können sich die Zeit frei einteilen, müssen sich allerdings auch selbst Regeln und klare Strukturen setzen. Für einige Menschen ist das überhaupt kein Problem, sie kommen mit dieser Selbstorganisation hervorragend zu recht. Doch anderen fällt es schwer, konzentriert bei der Arbeit zu bleiben.

Dazu kommt: Wenn Freunde und Bekannte wissen, dass Sie zu Hause sind, werden Sie vielleicht häufiger angerufen, besucht oder um einen Gefallen gebeten, denn Sie haben ja – augenscheinlich – Zeit. Jobsuche wird vom Umfeld oft unterschätzt. “Du sitzt doch eh nur zu Hause rum, da kannst du doch auch kurz losfahren und xy besorgen.” Solche und ähnliche Sätze haben schon so manchen Jobsuchenden frustriert und aufgeregt. Eingangs habe ich es bereits erwähnt: Bewerbungen sind Arbeit und genau so sollten Sie Ihre Jobsuche auch behandeln.

Machen Sie Ihrem Umfeld daher bitte klar, dass Sie eben nicht mehr Zeit als zuvor haben und wirklich sieben Stunden am Tag arbeiten. Das sollten Sie ruhig so nennen, denn Ihr Job ist jetzt, eine neue Stelle zu finden und Bewerbungen zu schreiben.

Der perfekte Bewerbungstag

07:00 Uhr: Tagesstart

Auch wenn Sie es könnten, sollten Sie zu langes Schlafen vermeiden. Stehen Sie am besten weiterhin so auf, als würden Sie zur Arbeit gehen. Auch der normale Ablauf mit Bad und Frühstück sollte sich nicht verändern. Wenn sie sich an den Schreibtisch setzen, tragen Sie ordentliche Kleidung, die auch beruflich angemessen wäre. Die Jobsuche in Schlafanzug oder Pyjama ist tabu, denn mit einem bewussten Kleidungswechsel bringen Sie sich auch innerlich in den Arbeitsmodus.

07:45 Uhr: Arbeitsplatz

Schaffen Sie sich für Ihre Jobsuche zu Hause bitte einen festen Arbeitsplatz, den Sie jeden Morgen von allen anderen Dingen befreien. Ablenkungen sollten hier möglichst ausgeschlossen und Ihre Arbeitsmaterialien in Reichweite sein.
07:50 Uhr: Nachrichten

Bevor Sie sich auf die Suche nach neuen Stellenangeboten machen, prüfen Sie zuerst Ihre Posteingänge. Viele Jobportale bieten Ihnen die Möglichkeit, Profile anzulegen, über die Sie ein potentieller Arbeitgeber finden und kontaktieren kann. Bei den meisten Portalen ist eine Weiterleitung der Nachrichten an Ihre E-Mail-Adresse möglich, alle anderen müssen Sie auf der entsprechende Seite abfragen. Neue Nachrichten, auf die Sie in weniger als fünf Minuten antworten können, beantworten Sie sofort. Alle anderen markieren Sie bitte für die spätere Bearbeitung.

08:20 Uhr: Stellensuche

Als nächstes geht es an die Stellensuche, bei der Sie Ihre bevorzugten Jobbörsen und Suchmaschinen nacheinander durchgehen. Das Sie dabei verschiedene Suchbegriffe oder Begriffskombinationen verwenden, versteht sich von selbst. Ob Sie wirklich täglich in die Jobbörsen schauen sollten, hängt von Ihrer Branche ab. Denn nicht in allen Bereichen kommen jeden Tag neue Stellenangebote dazu, daher kann es sich anbieten, die Jobbörsen nur jeden zweiten Tag aufzusuchen.

09:15 Uhr: Sortieren

Nachdem Sie die für Sie passenden Stellenagebote markiert oder zurückgelegt haben, legen Sie bitte die Reihenfolge fest, in der Sie die Stellen bearbeiten werden. So können Sie sich ganz auf eine Stelle konzentrieren und die passende Bewerbung verfassen.

09:30 Uhr: Kaffeepause

Sie haben richtig gelesen, auch bei der Jobsuche sollten Sie sich eine Kaffeepaue gönnen. Idealerweise legen Sie diese zur typischen Pausenzeit in den Unternehmen ein und bleiben so im gewohnten Arbeitsrhythmus. Außerdem könnten Sie während der Kaffeepause in den Firmen ohnehin niemand erreichen.

10:00 Uhr: Telefonate

Nach der Kaffeepause lesen Sie sich bitte die recherchierten Stellenangebote noch mal in Ruhe durch. Dann können Sie zum Telefon greifen und die Firmen nacheinander anrufen. Notieren Sie dabei unbedingt die Namen Ihrer Gesprächspartner und wichtige andere Namen, Daten oder Durchwahlen. Ein solcher Anruf ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn Sie mindestens zwei oder drei inhaltliche Fragen zum Stellenangebot haben. Sicher, das Telefonat ist Ihre Chance sich zu präsentieren, doch ohne inhaltliche Fragen nerven Sie den Personaler nur. Und wenn im Stellenangebot ausdrücklich darum gebeten wird, Anrufe zu unterlassen, halten Sie sich natürlich daran.

11:00 Uhr: Zusammenfassen

Nach den Telefonaten nehmen Sie sich Ihre Notizen und fassen diese zusammen. Achten Sie dabei auf alle Informationen, die Ihnen für das Anschreiben hilfreich sein können.

11:15 Uhr: Schreiben

Jetzt folgt das erste Anschreiben. Wenn Ihnen kein guter Einstieg einfällt, halten Sie sich damit bitte nicht zu lange auf. Überspringen Sie einfach den ersten Satz und beginnen Sie mit dem Absatz danach. Wenn der Rest erst einmal steht, werden Sie den passenden ersten Satz dazu leicht finden.

12:00 Uhr: Mittagspause

Ja, auch bei der Jobsuche sollten Sie sich eine Mittagspause gönnen. Ob Sie während dieser Zeit essen oder einfach an die frische Luft gehen, hängt von Ihrer persönlichen Präferenz ab.

13:00 Uhr: Verfeinern

Nach der Mittagspause schreiben Sie an Ihrem Anschreiben weiter und verfeinern Ihre erste Version vom Vormittag. Lesen Sie sich den Text noch mal in Ruhe durch, merzen Sie Fehler aus und versetzen Sie sich in die Position des Personalers. Was könnte ihn interessieren? Was fehlt vielleicht noch?

14:30 Uhr: Kurze Pause

Bis jetzt sollten Sie zwei bis drei Anschreiben fertig gestellt haben. Wenn Sie beim Schreiben Pausen einlegen, beschränken Sie diese bitte auf maximal fünf Minuten, sonst fällt es Ihnen danach schwer, wieder in den Schreibrhythmus zu kommen. Nehmen Sie sich jetzt 15 Minuten Zeit für einen Kaffee oder einen kurzen Spaziergang.

14:45 Uhr: Zusammenstellen

Nach der Pause stellen Sie dann Ihre Bewerbungen zusammen. Schriftliche Bewerbungen bekommen eine vollständige Mappe, E-Mail- oder Online-Bewerbungen konvertieren Sie ins PDF-Format oder laden die Dokumente entsprechend hoch. Gehen Sie im Vorfeld noch mal Ihren Lebenslauf durch und stellen Sie sicher, dass dieser aktuell und lückenlos ist. Je nach Stelle passen Sie die aufgeführten Zusatzqualifikationen oder Interessen an. Ist alles fertig, können Sie E-Mail- und Online-Bewerbungen direkt verschicken.

15:30 Uhr: Feierabend

Schriftliche Bewerbungen bringen Sie jetzt zur Post, mit Ihrer Jobsuche sind Sie für heute durch. Es ist sinnvoll, wenn Sie im Lauf des Tages immer mal wieder nach den Nachrichten auf den Jobbörsen schauen, doch Ihre Hauptarbeit ist erledigt. Morgen geht es dann weiter – vielleicht direkt mit einem Vorstellungsgespräch?

Quelle karrierebibel.de

Montag, 25. September 2017

Ehrenamtliche Nebentätigkeit: Muss der Arbeitgeber das genehmigen?

Muss ich eine ehrenamtliche Nebentätigkeit beim Arbeitgeber anmelden? Die meisten Ehrenämter sind in Vereinen und kulturellen Kreisen. In meinem Fall ist es aber ein Beirat eines gewinnorientierten Unternehmens, wofür ich allerdings keinen finanziellen Ausgleich bekomme. Muss das also angemeldet werden und ist es genehmigungspflichtig?

Grundsätzlich ist bei Nebentätigkeiten in der Freizeit darauf zu achten, dass diese nicht so umfänglich werden, dass die Freizeit darunter leidet. Denn diese soll ja vor allem der Erholung des Arbeitnehmers dienen.

Wenn im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag nichts anderes geregelt ist, bedarf jede entgeltliche oder unentgeltliche Nebentätigkeit der Genehmigung des Arbeitgebers.

Die Nebentätigkeit ist zu genehmigen, wenn es keine Konkurrenztätigkeit ist und die Arbeitskraft durch den Umfang der Nebentätigkeit nicht beeinträchtigt wird. Liegt keine Genehmigung vor, so riskiert der Arbeitnehmer eine Abmahnung, wenn die Tätigkeit grundsätzlich genehmigungsfähig war. Er hat sich ja nicht an seine arbeitsvertraglichen Verpflichtungen gehalten.

Ist die Nebentätigkeit hingegen gar nicht genehmigungsfähig, weil zum Beispiel eine Konkurrenztätigkeit vorliegt, so kann der Arbeitgeber sogar fristlos kündigen.

Als Praxistip empfehle ich, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen und um Genehmigung zu bitten. Ob man gut beraten ist, eine verweigerte Genehmigung einzuklagen, ist im Einzelfall zu entscheiden.

Kleine Ehrenämtern, wie Elternbeirat in der Schule, Elternvertreter im Kindergarten oder anderes kulturelles und karitatives Engagement gilt indes nicht als Nebentätigkeit, wenn keine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt wird. Dann braucht das auch nicht beim Arbeitgeber angezeigt werden.

Der Beirat in einem gewinnorientierten Unternehmen hingegen ist eine Nebentätigkeit, da man zur Ausführung seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt. Es ist auch keine ehrenamtliche Tätigkeit sondern eine Arbeitsleistung – auch wenn diese nicht vergütet wird.

Quelle: www.karrierebibel.de von Jochen Mai am 26. April 2013

Das alles lässt sich aus Stellenanzeigen lesen


Stellenanzeigen sind meist recht aufwändig gestaltet. Schließlich wollen Unternehmen die Interessenten heutzutage beeindrucken und zu einer Bewerbung animieren. Wer mehr auszuwählen hat, trifft in der Regel die bessere Wahl und so… Gerade namhafte Firmen legen sich daher besonders ins Zeug, denn auch im Stellenteil geht es um Selbstdarstellung und Reputation. Manches davon ist allerdings nur schöner Schein, hübsche Schminke, nicht mehr. Gerade in Zeiten des Arbeitskräftemangels wird dabei schon mal dick aufgetragen. Sie selbst allerdings sollten sich von dem Blendwerk nicht aus der Ruhe bringen lassen und die gepimpte Selbstdarstellung hinterfragen sowie den Rest der Annonce äußerst kritisch betrachten.

Bewerben sollten Sie sich nur auf Stellen, die wirklich das halten, was Sie versprechen – und Ihrer beruflichen Entwicklung dienlich sind. Umgekehrt heißt das natürlich auch, dass Sie sich bitte nur dann bewerben, wenn Sie auch den Erwartungen des Unternehmens entsprechen. So sparen Sie sich Frust und Absagen

Die Indizien: Selbstdarstellung, Berufsbezeichnung, Stellenbeschreibung

Erste sachdienliche Hinweise auf berufliche Perspektiven finden Sie in der Selbstbeschreibung des Unternehmens.

In welcher Branche ist es tätig?
Wie positioniert es sich dort?
Als Marktführer?
Oder definiert es das Segment so klein, dass erst so eine Marktführerschaft daraus werden kann? Motto: „Wir sind Weltmarktführer für linksdrehende Schrauben mit Achtkantschlitzköpfen in Rosa“ – das ist nett, aber eher Anlass zur Besorgnis als ein Karieregarant.

Umgekehrt ist aber auch der Weltmarktführer in einer Boombranche kein sicheres Blatt, wenn weder das Marktsegment noch die Ausrichtung des Unternehmens zu Ihrer Ausbildung oder Ihren Erwartungen passen. Nur um sich an der Reputation der Arbeitgebers zu laben, sollten Sie keinen Job wählen. Den machen Sie schließlich hinterher rund 40 Stunden in der Woche. Dumm, wenn das einzig Spannende daran der Ruf des Unternehmens ist.

Das nächste Entscheidungskriterium ist die Berufsbezeichnung. Hier steht, ob die Stelle für Sie tatsächlich in Frage kommt. Wenn Ihnen der Jobtitel nichts sagt (etwa, weil der Arbeitgeber zu einem kryptischen Anglizismus gegriffen hat), sollten die ersten Alarmglocken klingeln: Weiß das Unternehmen selbst, wen oder was es sucht? Oder ist das am Ende ein genauso wolkiger Job, bei dem keiner eine Ahnung hat, was zu tun ist – Sie dafür aber gerade stehen müssen?

Gut, wenn es dazu wenigstens eine Stellenbeschreibung gibt. Anhand dieser Inhaltsangabe können Sie prüfen, ob Sie die ausgeschriebene Stelle inhaltlich interessiert. Wenn hier allerdings auch nur Worthülsen verschossen werden, können Sie das Inserat auch schnell wieder beiseite legen.
Erwartungen an den Bewerber

Weitere Details zur ausgeschriebenen Stelle erfahren Sie aus dem dem Anforderungsprofil. Dort unterscheiden Unternehmen gern zwischen sogenannten Hard Skills, also den fachlichen Qualitäten des Bewerbers und seinen Soft Skills, den zwischenmenschlichen Fähigkeiten.

Letztere werden immer wichtiger, sind aber selten messbar: Ist mit Belastbarkeit gemeint, dass ich schwere Kohlensäcke schleppen kann, oder dass ich auch nach 16 Stunden am Schreibtisch neue Arbeiten noch mit einem Strahlen im Gesicht annehme? Weil diese Begriffe so schwammig sind, werden sie gern unreflektiert von Annonce zu Annonce übernommen. So kommt es, dass fast jeder Bewerber belastbar, dynamisch und flexibel sein soll.

Was auch immer das konkret heißt – in der Summe sind solche Adjektivanhäufungen aufschlussreich:

Steht in der Stellenanzeige nur das übliche Blabla? Dann erwartet Sie nicht unbedingt ein quirliges und inspiriertes Arbeitsklima.
Tauchen Stresssynonyme wie „belastbar“, „durchsetzungsstark“, „kritikfähig“ vermehrt auf? Das spricht für einen rauen Laden und mächtig Druck von oben.
Fehlen dann auch wertschätzende Attribute, wie Hinweise auf Weiterbildung, Mentoring oder andere Freiheiten, könnte Sie der neue Job der modernen Sklaverei näher bringen – ob Sie das wollen oder nicht.

Profis unterscheiden noch einmal zwischen Muss- und Kann-Anforderungen. Erstere finden Sie hinter Formulierungen wie „Wir erwarten von Ihnen…“ oder „Sie bringen … mit“. Meist sind diese K.O.-Kriterien nach absteigender Wichtigkeit sortiert. Mindestens 70 Prozent davon – darunter natürlich die obersten auf der Liste – sollten Sie schon erfüllen, wenn Sie in die engere Auswahl kommen wollen. Bei weniger ist die Absage gewiss.

Kann-Anforderungen wiederum lassen sich an Floskeln erkennen wie: „Idealerweise besitzen Sie…“ oder „… runden Ihr Profil ab“. Wenn Sie diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist das nicht weiter schlimm. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass Ihnen ein Bewerber vorgezogen wird, der diese Punkte für sich verbuchen kann. Wer hingegen allein die Kann-Anforderungen erfüllt, wird noch lange nicht eingestellt.

Aufschlussreich ist auch die Länge der Liste. Tauchen kaum Qualifikationen auf, bedeutet das, dass der Job absolut anspruchslos ist – und von (fast) jedem gemacht werden kann. Sehr lange Listen wiederum deuten darauf hin, dass das Unternehmen selbst nicht weiß, was zur Erledigung der Arbeit benötigt wird – oder überzogene Ansprüche hat.

Eine weitere Variante ist: Die Anforderungen sind nicht nur detailliert, sondern auch sehr spezifisch. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Stelle bereits jemandem versprochen ist (der genau diese Qualifikationen besitzt), aber eben ausgeschrieben werden muss. Dann ist eine Bewerbung selten erfolgversprechend. Sie spielen dabei allenfalls die Rolle eines Statisten.
Gegenleistung und Perspektiven

Jetzt wird’s interessant…

Was bietet das Unternehmen als Gegenleistung für Ihre Kenntnisse und Erfahrungen?

Schön, wenn da ein konkretes Gehaltsangebot steht – kommt aber so gut wie nie vor. Wenn eine Tarifbindung besteht, wird zumindest ab und an eine Lohngruppe genannt. Machen Sie sich bitte schlau, was dabei für Sie herauskommt. Informationen finden Sie mit einem Gehaltsvergleich als App oder im Internet. Wie viel – oder wenig – wirklich bei Ihnen hängen bleibt, zeigt Ihnen zum Beispiel unser Brutto/Netto-Rechner.

Oftmals werden Sie aber aufgefordert, in der Bewerbung Ihre Gehaltsvorstellungen zu nennen. Obwohl Lohnverhandlungen eigentlich Teil des Vorstellungsgesprächs sind, kommen Sie nicht am Nennen Ihrer Erwartungen vorbei. Recherchieren Sie also bitte, wie viel Gehalt Sie verlangen können, und sagen entweder die konkrete Zahl – oder eine Gehaltsspanne.

Beachtenswert sind ebenso die Aufstiegs-, Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn das Unternehmen an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert ist, muss es Ihnen Perspektiven bieten. Und wer das kann, nennt so etwas dann auch – nicht zuletzt, um Talenten den Einstieg schmackhaft zu machen. Fehlen solche Angaben gänzlich, spricht das nicht gerade für einen Premium-Arbeitgeber.

Eine letzte wichtige Entscheidungsgrundlage sind dann noch echte Stimmen aus dem Unternehmen.

Wie ist das Betriebsklima?
Wie läuft die Zusammenarbeit im Team und wie führt der   Chef?

Solche Informationen finden Sie natürlich nicht in der Stellenanzeige. Aber im Netz: Auf Unternehmensbewertungs-Portalen – oder, indem Sie auf Xing oder Twitter versuchen, mit einigen Mitarbeitern direkten Kontakt aufzunehmen. Vielleicht sind auch dabei nicht immer alle ehrlich. Aber in der Zusammenschau und wenn Sie aufmerksam zwischen den Zeilen lesen, ergibt das schon ein ziemlich rundes Bild.

Quelle karrierebibel.de