Schön, dass Sie da sind. Diese Seiten sind für diejenigen, die ihre jetzige Situation schnell ändern möchten.


Mittwoch, 20. Juni 2018

Heutige Aufgabe:

Bitte fertigt "schriftlich" eine Abhandlung (in Word,  Schriftart Times new Roman, Schriftgröße 12) des unten angegebenen Schaubildes an. Umfang mindestens eine halbe DIN A 4 Seite.




Dienstag, 19. Juni 2018

Dein Gehirn hat einen “Löschschalter”. Hier ist wie du ihn benutzt


Damit du besser lernen und dich besser konzentrieren kannst, macht dein Gehirn Platz für Neues. Dieser Prozess ist für das Lernen und Erinnern unersetzbar.

Neurowissenschaftler haben jetzt einen verblüffenden Mechanismus entdeckt, der uns das ermöglicht.
Wenn wir etwas Neues lernen, dann bilden sich in unserem Gehirn neue neuronale Schaltkreise zwischen einzelnen Zellen. Aber damit wir das neu Erlernte auch nutzten können, müssen wir diese frischen Leitungen stärken.

Es heißt nicht umsonst: „Übung macht den Meister“.

Weil wenn du übst, dann trainierst du diese neuen Verbindungen der Synapsen, über die die eine Gehirnzelle zu einer anderen Gehirnzelle in Kontakt steht.

Und je öfter du eine neue Sprache sprichst, je öfter du übst – Klavierspielen, Tennis, Rechnen, ganz egal was – desto stärker werden diese neuen Verbindungen in deinem neuronalen Netz.

Das ist so, als wenn wir zunächst provisorisch Telefonmasten verlegen und diese mehr und mehr genutzt werden, dann werden diese Leitungen durch ISDN-Leitungen ersetzt und irgendwann einmal durch DSL oder Glasfaserkabel. Damit du eine schnellere und stärkere Internetverbindung hast.

Und seit vielen Jahren ist der Aufbau von neuronalen Verbindungen der Fokus im Erlernen neuer Dinge gewesen.
Aber wie es sich herausgestellt hat. Die Fähigkeit schneller und besser zu lernen, ist mehr als nur der Aufbau und die Stärkung neuronaler Verbindungen

Noch wichtiger ist unsere Fähigkeit, die alten und unwichtige Verbindungen abzubauen und zu löschen.

Neurowissenschaftler nennen das “synaptisches Pruning”, zu deutsch = beschneiden, zurechtstutzen.

Hier ist wie das funktioniert

Stell dir vor, dein Gehirn ist ein Garten. Aber statt Bäume, Blumen und Gemüse, baust du synaptische Schaltkreise zwischen den Nervenzellen an. Darüber werden dann die Neurotransmitter wie Dopamin, Serotonin und andere geleitet.

Und es gibt sogar auch Gärtner in deinem “Gehirn-Garten”.

und zwar die sogenannten „Gliazellen”. Sie wirken, um die Signale zwischen den jeweiligen Neuronen zu beschleunigen.
Und es gibt die Mikroglia-Zellen, die den “Abfall entfernen. Sie patrouillieren durch dein Gehirn und spüren verletzte oder sterbende Neuronen auf, beseitigen die Zelltrümmer und stutzen synaptischen Verbindungen.

Sie jäten das Unkraut in unserem Gehirn-Garten, entfernen die Schädlinge, stutzen die Bäume und fegen und entsorgen das alte Laub, sozusagen.

Die Mikroglia-Zellen sind die Immunzellen des Gehirns. Sie bilden auch die erste Verteidigungslinie gegen Eindringlinge. Sie spüren und vernichten auch Mikroorganismen auf, die das Organ, unser Gehirn infizieren.
Wie Neurowissenschaftler kürzlich herausfanden, verschlingen Mikroglia-Zellen aber auch unerwünschte Synapsen, also Leitungen zwischen den Zellen, als wären sie Zelltrümmer oder Mikroorganismen.


Woher wissen diese Zellen, welche Verbindungen sie kappen und welche sie stärken sollen?

Neurowissenschaftler stehen bei der Suche nach der Antwort darauf noch ganz am Anfang. Aber was sie wissen ist, dass die synaptischen Verbindungen, die weniger genutzt werden, markiert werden (mit einem Protein C1q und anderen). Und sobald die Mikroglia-Zelle diese Markierung entdeckt, bindet sie dieses Protein und stutzt oder zerstört die jeweilige synaptische Verbindung zwischen den Zellen. Sie durchtrennt einfach die “Telefonleitung”. 

Und das ist wichtig, weil dein Gehirn auf diese Weise Platz macht für neue und stärkere Leitungen, damit du wieder etwas Neues und auch schneller und besser lernen kannst.

Warum du durch Schlaf & Meditation besser lernen kannst

Du kennst sicher das Gefühl, als wenn dein Kopf manchmal einfach voll, richtig? Du bekommst dann einfach nichts mehr rein?

Das passiert beispielsweise oft, wenn man in ein größeres Projekt vertieft ist oder eine neue Arbeit beginnt. Weil man dann ständig neue Informationen verarbeiten muss. Und obendrauf schläft man dann meistens auch noch zu wenig. Und dann hat man das Gefühl, als wenn der Kopf voll ist. Nun, das ist weil auf eine Art und Weise unser Gehirn dann tatsächlich voll ist.

Denn wenn du viele neue Dinge lernst, dann bildet dein Gehirn auch viele neue synaptische Verbindungen. Aber diese sind noch ineffiziente Ad-hoc-Verdingungen, also improvisierte Verbindungen für den Augenblick. Dein Gehirn muss viele dieser Verbindungen noch beschneiden und straffere und effizientere Wege bauen.



Und das macht dein Gehirn für dich, wenn du schläfst.

Bei unserem Garten-Beispiel kannst du dir das so vorstellen; wenn du mit einem übermüdeten Gehirn Denkst, dann ist das so als würdest du dich in einem dichten Dschungel mit einer Machete durchkämpfen. Es ist überwachsen, dunkel, anstrengend, kein Weg erkennbar und du kommst nur sehr langsam Voran.

Dein Gehirn reinigt bis zu 60% deiner Zellen, wenn du schläfst

Denken mit einem ausgeruhten Gehirn ist hingegen wie eine fröhlicher Spaziergang in einem sonnigen Park. Die Wege sind klar und schön miteinander verbunden. Die Bäume und Büsche sind zurechtgestutzt, du hast einen klaren Überblick und kannst weit voraus schauen.
Weil über Nacht diese “Mikroglia-Gärtner” bis zu 60% deiner Gehirnzellen einfach aufräumen. 

Das muss man sich mal vorstellen – jede Nacht werden mehr als die Hälfte unserer Gehirnzellen gestutzt, aufgeräumt, einsortiert und entsorgt. Unglaublich, oder?

Aber das ist auch der Grund, warum wir nach einer ordentlichen Mütze voll Schlaf wieder frisch sind und wieder klar und schnell denken können.
Dein Gehirn hat quasi über Nacht effizientere Weg geschaffen, aufgeräumt, ausgemistet und viel Platz gemacht, damit du nicht nur schneller und besser lernen, sondern auch wieder Neues dazu lernen kannst.
Und das ist auch der gleiche Grund, warum wir nach einem kurzen Nickerchen am Mittag oder nach einer tiefen Meditation wieder denk- und leistungsfähiger sind.

Bereits ein 10-20 Minuten Nickerchen oder eine tiefe Meditation reicht aus, damit deine „Mikroglia-Gärnter“ einmal schnell durchfegen, aufräumen und auslüften können.

Wie du die Kontrolle darüber haben kannst, was gelöscht und was gefestigt werden soll

Und – naja, eigentlich fast selbstverständlich – aber du hast tatsächlich gewisse Kontrolledarüber was dein Gehirn entscheidet zu löschen und was es stärkt.

Und zwar sind es die synaptischen Verbindungen, die du nicht nutzt, die fürs Recycling markiert werden. Und diejenigen, die du nutzt werden gestärkt. 

Sie werden bewässert und mit Sauerstoff angereichert.
Wenn du beispielsweise mit jemanden aneinandergerätst und dann über die Situation und den Umgang mit demjenigen nachdenkst, statt über das große Projekt, das du umsetzten wolltest, dann wirst du einen synaptischen Superstar auf Rache heranzüchten aber schlechte Erfinder und Veränderer in deinem Repertoire haben. Jetzt, wenn du länger darüber nachdenkst, was alles schiefgelaufen ist und was alles Schlimmes noch passieren kann und weniger über die möglichen Verbesserungen –

was glaubst du, welche synaptischen Verbindungen werden dann gekappt und welche davon werden gestärkt

Mehr führt zu noch mehr

Mittlerweile wissen wir ja, dass worauf wir uns konzentrieren, das wird sich auch durchsetzen und in unserem Leben die Oberhand gewinnen, richtig?
Ist klar, du hast nicht immer die Kontrolle darüber, was dir den Tag über passiert. Aber du hast wohl die Kontrolle darüber, was und wie es auf dich einwirken soll.

Es ist so wie Mutter Teresa einmal sagte, dass sie niemals gegen Krieg demonstrieren würde, aber für eine Friedensdemo, wäre sie immer zu haben.

Das ist wichtig, weil du mit dieser Kontroll- und Entscheidungsfunktion dein eigenes neuronales Netz baust und somit auch dein äußeres Leben. – Interessant oder? Was hinter einer einfachen Entscheidung so alles steht…

Was möchtest du tun, haben und sein?

Du hast Milliarden kleiner Helfer in deinem Kopf. Und alle hören auf dein Kommando. Aber du musst ihnen klar sagen, was sie tun sollen.
Denke über die Dinge nach, die wirklich wichtig sind für dich und lasse die anderen los. Höre einfach auf darüber nachzudenken. Selbst wenn du daran erinnert wirst, dann Regel was zu regeln ist und ändere anschließend bewusst deinen Fokus oder gebe ein starkes Gegenargument.
Früher oder später werden die unerwünschten Dinge fürs Recycling markiert und aus deinem Kopf – und dann auch aus deinem Leben verschwinden.

Konzentriere dich einfach mehr auf das, was du tun, haben und sein möchtest. 

Mach dir dann die entsprechenden Gedanken und Handlungen zur Gewohnheit – und es wird nicht lange dauern, bist du das Resultat auch in deinem äußeren Leben sehen kannst.
Weil eine neue Sprache sprechen, sich besser konzentrieren können, Klavierspielen, erfolgreiche Geschäftsabschlüsse tätigen, schneller Lernen, Durchhaltevermögen, Geld verdienen, – sind, für eine perfekte Ausführung, alle diese Vorgänge von den Prozessen unseres Unterbewusstseins abhängig.

Leichtigkeit und Perfektion hängen davon ab, bis zu welchem Grad wir aufhören diese Dinge bewusst zu steuern.

Faszinierend, oder? Und das hat Charles Haanel bereits 1919 in seinem Werk “Das Master Key System” geschrieben.
Und zwar läuft es so: zuerst steuerst du jeden neuen Gedanken und jede neue Handlung bewusst. (Du baust neue synaptische Schaltkreise in deinem Gehirn auf.) Dann wiederholst du die neuen Gedanken und Handlungen solange, bis sie zur Gewohnheit werden. Und dann werden sie automatisch. So wie du es auch gemacht hat als du Gehen, Sprechen, Schreiben, Duschen, Zähne putzen, Autofahren usw. gelernt hast.
Die Gedanken, die das steuern wurden an dein Unterbewusstsein übergeben, wo sie automatisch weiterlaufen.

Dennoch sind diese Gedanken mindestens genauso intelligent wie vorher auch. 

Das sie automatisch und dann an das Unterbewusstsein übergeben werden ist notwendig, damit dein Verstand von diesen Details wieder frei werden und sich neuen Dingen zuwenden kann.

Du kannst das – wie alles andere auch – trainieren. Aber du musst entspannt und ausgeruht sein.

Und das ist, wie du den Garten in deinem Kopf und dein Leben erblühen lässt.


Montag, 18. Juni 2018


Tagesplan Fachbereich Lager / Handel

Uhrzeit
Zeit-
Angabe
Arbeitsbeschreibung



ab 7:30
15 min
Arbeitskleidung anlegen
ab 7:45
2 min
Selbstständige Abgabe der Mobilfunkgeräte in den Save
ab 7:48
43 min
Kommissionierung und Versand
von Korkwaren
ab 8:30
30 min    
Information über das Tagesgeschehen
(Trierischer Volksfreund)
ab 9:00
45 min
Lagerarbeiten  und/oder Unterweisungen, E-Learning
ab 9:45
15 min
Frühstückspause
Der Beginn der Pause wird vom Ausbilder angesagt.
Ein selbstständiges verlassen der Arbeitsstätte
ist strengstens untersagt!
ab 10:00
165 min
Lagerarbeiten  und/oder Unterweisungen, E-Learning
ab 12:45
30 min
Mittagspause
Der Beginn der Pause wird vom Ausbilder angesagt.
Ein selbstständiges verlassen der Arbeitsstätte
ist strengstens untersagt!
ab 13:15
90 min
Lagerarbeiten  und/oder Unterweisungen, E-Learning
ab 14:45
15 min
Kaffeepause
Der Beginn der Pause wird vom Ausbilder angesagt.
Ein selbstständiges verlassen der Arbeitsstätte
ist strengstens untersagt!
ab 15:00
30 min
Erstellen eines Tagesberichtes (Berichtsheft)
ab 15:30
45 min
Reinigung des Lagers


Diese Zeitplanung kann jederzeit vom Ausbilder aufgrund von unvorhergesehenen Arbeitsaufträgen geändert werden !

Freitag, 15. Juni 2018

Arbeitsrechtstipps für jeden Arbeitnehmer


Wer vom Chef gemobbt wird, bekommt Schmerzensgeld

Wer vom Chef gemobbt wird und deshalb erkrankt, hat Anspruch auf Schmerzensgeld und Versetzung. Bedingung: In der Firma gibt es einen gleichwertigen Arbeitsplatz (BAG Az.: 8 AZR 593/06).

Jüngeren darf zuerst gekündigt werden

Wird mehreren Arbeitnehmern betriebsbedingt gekündigt, darf der Chef die Jüngeren zuerst feuern. Grund: Die Sozialauswahl schützt ältere Arbeitnehmer, die geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben (BAG, 2 AZR 42/10).

Weiterbildungskosten müssen bei Kündigung zurückgezahlt werden

Ein Arbeitnehmer muss vom Chef gezahlte Weiterbildungskosten erstatten, wenn er auf eigenen Wunsch vor Abschluss der Weiterbildung kündigt. Bedingung: Die erfolgreiche Weiterbildung ist für den Arbeitnehmer von geldwertem Vorteil (BAG 3 AZR 621/08).

Wer sich nicht rechtzeitig kümmert, muss mit zu kurzer Kündigungsfrist leben

Arbeitnehmer können gegen eine Kündigung durch ihren Arbeitgeber innerhalb von drei Wochen nach Zugang des Schreibens angehen. Tun sie das nicht, gilt die Entlassung, auch wenn die angegebene Kündigungsfrist zu kurz war (BAG 5 AZR 700/09).

Personalakte darf auch nach Kündigung eingesehen werden

Arbeitnehmer dürfen auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ihre Personalakte beim Ex-Chef einsehen (BAG 9 AZR 573/09).

Chef darf nicht einfach die Tätigkeit ändern

Arbeitgeber dürfen die vertraglich vereinbarte Tätigkeit eines Beschäftigten nicht einseitig ändern. Das gilt auch, wenn dies im eigens formulierten Arbeitsvertrag steht. Derartige Veränderungen sind nur per Änderungskündigung möglich (BAG, 10 AZR 275/09).

Resturlaub kann ins nächste Jahr mitgenommen werden

Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Resturlaub kann ins nächste Kalenderjahr mitgenommen werden. Bedingung: Es liegen dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe (z. B. Krankheit) vor. Mitgenommener Urlaub muss in der Regel in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahrs gewährt und genommen werden (BAG 9 AZR 352/10).

Unbegrenzte Überstunden nicht erlaubt

Arbeitsverträge mit z. B. einer Klausel wie „erforderliche Überstunden, die über 45 Stunden wöchentlich hinausgehen, werden nicht separat bezahlt“, sind unzulässig.
Grund: Es fehlt eine Begrenzung nach oben (BAG 5 AZR 517/09).

Rundschreiben zu Überstunden nicht ausreichend

Arbeitgeber dürfen erforderliche Mehrarbeit und entsprechenden Freizeitausgleich nicht nur per Rundschreiben und Aushänge ankündigen. Mitarbeiter, die dann Überstunden verweigern, dürfen nicht entlassen werden (EuGH C 350/99).

Jobangebote müssen altersneutral sein

Stellenausschreibungen müssen bezüglich des Alters neutral formuliert sein.
Eine ausschließliche Suche nach einer bestimmten Altersgruppe (z. B. jung) verstößt grundsätzlich gegen das Altersdiskriminierungsverbot (BAG 8 AZR 530/09).

Für ein besseres Zeugnis müssen Gründe her

Wer mit seinem Zeugnis nicht zufrieden ist, muss Gründe für eine bessere Schlussbeurteilung nennen (BAG 9 AZR 12/03).

Wenn Weihnachtsgeld gezahlt wird, dann für alle
Zahlt der Arbeitgeber freiwillig Weihnachtsgeld, darf er einzelne Arbeitnehmer nicht davon ausnehmen. Es gilt der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz (BAG 10 AZR 569/06).

Wer zu früh zur Arbeit fährt, ist nicht versichert

Wer mehr als zwei Stunden früher als üblich zur Arbeit fährt und auf dem Weg einen Unfall hat, ist nicht über die Berufsgenossenschaft versichert (SG Dortmund, S 11 U 44/00).

Wer mit Krankheit droht, fliegt

Wer nach abgelehntem Urlaubswunsch dem Chef damit droht, krank zu werden, dem kann fristlos gekündigt werden (BAG 2 AZR 251/07).

Fachliche Beratung: Rechtsexperte Wolfgang Büser; Fachanwalt für Arbeitsrecht Oliver Fröhlich

Quelle: Bild.de 28.03.2012

Donnerstag, 14. Juni 2018

Grundsätzliches über das Coaching


Veränderte Arbeits- und Rahmenbedingungen erfordern veränderte Kompetenzen. 

Dies gilt unabhängig von Aufgabe und Position im Arbeits- wie im privaten Umfeld. Die Aufgaben eines externen Coach bestehen darin, die Ziele und Anliegen des Klienten mit seinem Knowhow zu verknüpfen und erfolgreich umzusetzen. Die einzelnen Coachings und Veranstaltungen sind dabei so besonders und individuell wie die Menschen, die sie in Anspruch nehmen. Fertige Konzepte, Standardseminare oder tradierte Trainingspläne kommen ebenso zum Einsatz wie neue Entwicklung.

Teilnehmerorientierung, Aktualität, Transparenz, Umsetzbarkeit und Kosten-Nutzen-Denken gehören dabei zu den Qualitätsfaktoren.

Diese werden gewährleistet durch:

  • Berufserfahrung mit fundiertem Methoden
  • Vertraulichkeit und Diskretion 
  • Werteorientierung und Respekt 
  • Einbindung der Klienten in die Gesamtgestaltung 
  • Permanente Kommunikation und Kooperation mit dem Klienten 
  • Flexibilität und maximale Einsatzbereitschaft 
  • Optimale Rahmenorganisation
Im Vordergrund der Tätigkeiten steht ein achtungs- und respektvoller Umgang mit den Klienten und seinem Umfeld. Der Coach ist weder fachliche Lehrmeister, noch medienorientierter Entertainer. Er ist Lern- und Entwicklungspartner mit dem Vorteil der externen Perspektive und Rolle. Er liefert Impulse, Anregungen, Ideen und Werkzeuge, die eine permanente, selbstgesteuerte Entwicklung ermöglicht.

Zukunftsfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung und soziale Kompetenz sind auch für diejenigen entscheidend, die derzeit nicht im Arbeitsmarkt stehen oder aufgrund diverser Ursachen nur schwer wieder einsteigen können. Der wohl wichtigste Grund, Coaching in Anspruch zu nehmen, ist ein Mangel an Rückmeldung (= Feedback) über das eigene Verhalten, was in einem unrealistischen Selbstbild, beruflichen Orientierungsschwierigkeiten und allen darauf aufbauenden Problemen münden kann (Führungsprobleme, Konflikte, Karrierestillstand, Motivationsdefizit, Burnout, Leistungsabfall uvm.). Diese Zusammenhänge sind vielen Coaching-Klienten nicht bewusst. Entsprechend geben sie Beziehungs- und Konfliktfragen und anderen "Oberflächenthemen" als Gründe für ein Coaching an. Subjektiv gesehen entspricht diese ihrem Empfinden und ist daher richtig.

Allerdings ist es für den Coach wichtig, diese Informationen zu entschlüsseln und die dahinterliegenden Prozesse zu bearbeiten, ohne aus dem Coaching unnötigerweise eine Therapie zu machen. Ein typisches Beispiel für die Auswirkung von mangelndem Feedback ist der verschrobene Chef, dessen Allüren allen Mitarbeitern bekannt sind, aber nie thematisiert werden (können). Ein solcher Versuch wäre riskant, da Feedback - wenn es Wirkung zeigen soll -, auch akzeptiert werden muss. Der Feedback-Mangel entsteht, weil Führungskräfte oftmals von abhängigen und in die Problematik involvierten Mitarbeitern, konkurrierenden Kollegen und Erfolg erwartenden Vorgesetzen umgeben sind; zum anderen, weil Ehepartner und Freunde – sofern der Kontakt zu ihnen noch nicht ganz der Karriere geopfert wurde – meist überfordert sind, da ihnen für eine kompetente Beratung das betrieb(swirtschaft)liche und psychologische Fachwissen fehlt. Selbst wenn sich innerhalb dieses Personenkreises urteilsfähige Gesprächspartner finden, so wird deren Meinung selten konstruktiv aufgenommen: Kritik wird vielmehr als ein persönlicher Angriff missverstanden, Lob als nicht wirklich ernstzunehmende Schmeichelei aufgefasst. Hinzu kommt als weiterer Hemmfaktor für klärende Gespräche die Angst, vor Kollegen, Freunden und Bekannten an Ansehen zu verlieren, weil man Probleme nicht mehr alleine lösen kann. Auch herkömmliche Seminare und Diskussionen bieten in diesen Fällen keine echte Alternative, da sie in Gruppen stattfinden, was selten individuelle Beratung zulässt. Zudem fehlt hier der "Schutzraum" des Vieraugengespräches, die Diskretion. Erschwerend wirkt weiterhin, dass firmeninterne Veranstaltungen oft nur noch in Form von Ritualen stattfinden, in denen es hauptsächlich darum geht, sich den anderen Teilnehmern gegenüber möglichst perfekt und überlegen darzustellen. Auch in den von Spitzenkräften beliebten externen Seminaren werden i.d.R. nur sachlich-fachliche und keine persönlichen Themen behandelt. Ein Coach versteht sich weder als fachlicher Lehrmeister, noch als medienorientierter Entertainer, sondern als Berater auf der Prozessebene.


Was ist Beratung auf Prozessebene?

Bei einer Prozessberatung gibt es keine direkten oder vorgefertigten Lösungsvorschläge, der Klient entwickelt eigene Lösungen.

Der Prozessberater forciert die systematische Aufarbeitung von Problemursachen - ein Vorhaben, dass vom Klienten alleine schon aus Zeitmangel nur unzureichend bewältigt werden kann. Das Coaching dient daher nicht nur der Bearbeitung von Problemsymptomen, sondern zum Erkennen und Lösen der zum Problem führenden Prozesse. Wenn diese erkannt sind, kann das Coaching zielorientiert und somit effektiv helfen. Der Klient lernt daher im Idealfall, seine Probleme selber zu lösen, klare Ziele zu setzen und wieder eigenständig effektive Ergebnisse zu produzieren.

Wann ist Coaching sinnvoll?

Coaching kann helfen, wenn private und betriebliche Probleme akut werden (bzw. geworden sind) und nicht - oder nur schwer - alleine gelöst werden können. Als ein diskreter Berater und unterliegt der Coach keinen Interessen Dritter. Er ist kein Therapeut, sondern gibt das begründete und ungeschönte Feedback, welches von Kollegen, Mitarbeitern oder Freunden kaum zu erwarten ist. "Blinde Flecken" (z.B. im Umgang mit Mitarbeitern), Führungsprobleme und Betriebsblindheit können so reduziert werden. Durch die in der Beratung gewonnenen Erkenntnisse ergeben sich für den Klienten oft neue Ziele und Arbeitsweisen.

Welche Ziele kann Coaching haben?

Ein Grundziel des Coachings ist die Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung von Verantwortung, Bewusstsein und Selbstreflexionsvermögen. Hinter diesen oft als Floskeln missbrauchten Begriffen findet sich folgender Gedanke:
Der Coach hilft dabei, Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. Die vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnisse des Klienten werden eingesetzt und entwickelt. Ziel des Coaching-Prozesses ist somit immer, Wahrnehmung, Erleben und Verhalten des Gecoachten zu verbessern bzw. zu erweitern.

Konkrete Gründe sich für ein Coaching zu entscheiden, sind:
  • Verbesserung der sozialen Kompetenzen,
  • Auflösen unangemessener Verhaltens-, Wahrnehmungs- und Beurteilungstendenzen.
  • Abbau von Leistungs-, Kreativitäts- und Motivationsblockaden, z.B. "Innere Kündigung".
  • Allgemeine Erweiterung des Verhaltensrepertoires, insbesondere die Flexibilisierung von routinebedingtem Standardverhalten.
  • Umgang mit persönlichen (Sinn-)Krisen, z.B. mangelndes Selbstvertrauen.
  • Überprüfung der Lebens- und Karriereplanung.
  • Unterstützung bei akuten Konflikten, z.B. bei Beziehungskonflikten mit anderen Personen.
  • Bearbeitung von durch Organisationsstrukturen oder Organisationsentwicklungsmaßnahmen bedingten Problemen, z.B. der Umgang mit neuen Rollen, Integration neuer Mitarbeiter, veränderter Umgang in einer flexiblen und schlanken Organisation.
  • Vorbereitung auf neue Aufgaben und Situationen.
  • Umgang mit strukturbedingten Stillständen der gesamten Organisation (z.B. Umsatzstagnation) und der individuellen Entwicklung (Karrierestillstand).
  • Unterstützung bei Einführung/Veränderung eines Führungsstils.
  • Förderung von Teamarbeit, bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen und Projekten.
  • Konfliktbearbeitung für einzelne oder innerhalb von Gruppen.
Coaching wird anhand der folgenden Charakteristika definiert:


Coaching ist ein interaktiver, personenzentrierter Beratungs- und Begleitungsprozess, der berufliche und private Inhalte umfassen kann. Im Vordergrund steht die berufliche Rolle bzw. damit zusammenhängende aktuelle Anliegen des Klienten. "Interaktiv" bedeutet, dass im Coaching keine Dienstleistung am Klienten vollzogen wird, sondern Coach und Klient gleichermaßen gefordert sind und auf gleicher "Augenhöhe" zusammenarbeiten. Dem Klienten wird keine Verantwortung abgenommen. Dadurch unterscheidet sich Coaching z.B. von zahlreichen Formen der Fachberatung. Dabei ist das Coaching eine individuelle Beratung auf der Prozessebene, d.h. der Coach liefert keine direkten Lösungsvorschläge, sondern begleitet den Klienten und regt dabei an, wie eigene Lösungen entwickelt werden können.

Coaching ist keine Beratung "von der Stange", sondern richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des Klienten. Der Prozessberater ist ich als Coach kein "Besserwisser", sondern unterstütze den Klienten dabei, seine eigenen Lösungen zu finden. Coaching findet auf der Basis einer tragfähigen und durch gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen gekennzeichneten, freiwillig gewünschten Beratungsbeziehung statt, d.h. der Klient geht das Coaching freiwillig ein und der Coach sichere ihm Diskretion zu. Beratung ist nur möglich, wenn ein Klient auch beraten werden will.
Coaching fußt auf der Beziehung zwischen Coach und Klient. Nur wenn diese Beziehung tragfähig ist, kann das Coaching Ergebnisse bringen. Coaching zielt immer auf eine (auch präventive) Förderung von Selbstreflexion und -wahrnehmung, Bewusstsein und Verantwortung, um so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Selbstwahrnehmung des Klienten soll gefördert werden, d.h. blinde Flecken und Betriebsblindheit werden abgebaut, neue Gesichtspunkte werden erkannt und in der Folge ergeben sich auch neue Handlungsmöglichkeiten, die vorher nicht gesehen wurden. Coaching findet in mehreren Sitzungen statt und ist zeitlich begrenzt. Das vereinbarte Coaching kann durchaus über einen längeren Zeitraum stattfinden. Da es aber immer das Ziel unseres Coachs ist, sich überflüssig zu machen, muss ein Coaching logischerweise auch zeitlich begrenzt sein. Ziel ist immer die Verbesserung der Selbstmanagementfähigkeiten des Klienten mit der Prämisse, dass der Coach letztendlich nicht mehr erforderlich ist. Der Coach arbeitet im Rahmen zuvor vereinbarter "Spielregeln", die der Klient freiwillig akzeptiert. Grundlage der Beratung ist die auf Vertrauen basierende, persönliche Beziehung zu dem oder den Klienten.

Coaching ist kein einseitiger, nur vom Coach ausgehender Prozess, sondern hat einen interaktiven Verlauf. Der Coach greift nicht aktiv in das Geschehen ein, in dem er dem Klienten eine Aufgabe abnimmt; sondern er berät ihn, wie er diese selber effektiv(er) lösen kann. Dabei drängt der Coach dem Klienten nicht seine eigenen Ideen und Meinungen auf, sondern nimmt stets eine unabhängige Position
 ein.
  
Schöpfen Sie Ihre Möglichkeiten voll aus
und nutzen Sie Ihr Potenzial.

Coaching kann Sie auf diesem Weg unterstützen!

Coaching ist eine professionelle, zeitlich begrenzte Beratung. Ziel ist, den Klienten bei herausfordernden berufsbezogenen, sowie privaten Situationen bis zu einem vereinbarten Ergebnispunkt zu begleiten. Kurz: Hilfe zur Selbsthilfe.

Sie werden merken:

  • Verhalten ist veränderbar. 
  • Fähigkeiten sind erlernbar. 
  • Flexibilität ist eine Qualität und ist erweiterbar. 
  • Wahlmöglichkeiten können vermehrt werden und bedeuten Freiheit.

Freuen Sie sich auf:

mehr Motivation,
Veränderungen
und spürbare Fortschritte!

Quelle www.seminarbewertung.de


Mittwoch, 13. Juni 2018

Die grössten Fitness-Irrtümer


Irrtum 1: Muskelkater ist der Beweis für optimales Training

Nein, leider ist das nicht so! Umgekehrt: Muskelkater ist der Beweis dafür, dass man es mit dem Training übertrieben hat. Bei Untrainierten ist die Koordination zwischen Muskeln und Nerven noch nicht optimal. Vor allem schnelle Stoppbewegungen setzen den untrainierten Muskelzellen zu.

Irrtum 2: Sportdrinks sind besser als Mineralwasser
Quatsch! 

In Wirklichkeit bieten diese Getränke für Otto Normalsportler keine Vorteile gegenüber Wasser. Die meisten Sportdrinks sind gewöhnliche Limonaden, die mit Kochsalz, Magnesium oder anderen Zusatzstoffen angereichert sind – das alles braucht der Körper eines Freizeitsportlers nicht.

Irrtum 3: Nordic Walking schont die Gelenke
Stimmt nicht! 

Technisch korrekt ausgeführtes Nordic Walking ist ein sehr anspruchsvoller Sport, der eine erhebliche Belastung für den Körper bedeutet. Nordic Walking wurde für das Training von Profi-Langläufern und Biathleten während des Sommers entwickelt.

Irrtum 4: Die Fettverbrennung setzt erst nach 30 Minuten Sport ein

Falsch: Der Körper verbrennt permanent zwecks Energiegewinnung Fett. Allerdings konzentriert er sich beim Sport zunächst auf die Glukose, die er in den Muskeln gespeichert hat. Während sich die Glukosespeicher aber nach und nach leeren, steigt die Fettverbrennung an. Nach 20 bis 30 Minuten läuft diese dann auf vollen Touren.

Irrtum 5: Sex vor dem Sport verringert die Leistung
Nein, aus wissenschaftlicher Sicht stimmt das nicht. 

Zumindest fehlen dafür eindeutige Belege. Studienergebnisse sagen sogar: Sex vor dem Sport hat keinen Einfluss auf die körperliche Leistung – weder bei der Muskelkraft noch beim Gleichgewicht, bei der Reaktionszeit oder der Konzentrationsfähigkeit.

Irrtum 6: Sport verhindert Cellulitis

Falsch! Cellulitis entsteht durch den speziellen Aufbau weiblicher Haut. Die Kollagenfasern, die für Reißfestigkeit sorgen sollen, liegen bei Frauen parallel zueinander – in der Männerhaut sind sie zu einem Netz verwoben. Wenn bei Frauen die Fettzellen größer werden, was in der Regel genetisch bedingt ist, können sie sich leichter zwischen die Kollagenfasern zwängen. Dagegen hilft Sport nur sehr begrenzt.

Irrtum 7: Gegen Seitenstechen hilft Weiterlaufen
Nein, das ist falsch! 

Wahrscheinlich löst eine verminderte Durchblutung des Zwerchfells bei extremen Belastungen die Stiche aus. Das Seitenstechen vergeht oder lässt deutlich nach, wenn Sie das Lauftempo verringern oder eine kurze Gehpause einlegen.

Irrtum 8: Zu viel Radfahren schadet dem Rücken
Nein, das ist so nicht korrekt.

Eigentlich stimuliert die wechselnde Auf und Abwärtsbewegung der Beine die Muskulatur im unteren Rückenbereich, verstärkt dadurch die Stabilität der Wirbelsäule, was Rückenschmerzen vorbeugt. Wenn trotzdem bei oder nach dem Radfahren Rückenschmerzen auftreten, kann das an der Stellung von Sattel und Lenker liegen.

Irrtum 9: Radfahren macht Männer impotent

Falsch. Nur Radfahrer, die in der Woche mindestens 500 Kilometer und mehr auf einem harten Fahrradsattel zurücklegen, müssen statistisch gesehen mit einer zeitweiligen Impotenz rechnen. Auf der ganz sicheren Seite sind vielradelnde Männer, wenn sie einen weichen Sattel montieren, die Sattelspitze leicht nach unten biegen und bei langen Touren alle 30 Minuten ein paar Kilometer stehend fahren.

Irrtum 10: Magnesium schützt vor Muskelkrämpfen

Nein. Eine Schutzwirkung gegen Muskelkrämpfe hat Magnesium nicht. Dafür ist die üblicherweise eingenommene Menge zu gering, zumal nur ein Teil davon in den Muskeln ankommt und dort verwertet werden kann. Damit Magnesium als Schutz vor Muskelkrämpfen überhaupt wirken kann, müsste es über mehrere Wochen in sehr hoher Dosierung aufgenommen werden – das kann allerdings heftigen Durchfall auslösen.

Irrtum 11: Der Stepper macht einen großen Po

Stimmt nicht. Viele Frauen haben Sorge,  dass ihr Po nicht nur straffer wird, sondern durch Muskelaufbau auch größer – das ist aber Unsinn. Grund:  wir haben zwei Arten von Muskelfasern: Der eine Typ ist für die eigentliche Muskelkraft zuständig, passt sich regelmäßiger Belastung an, indem er sich vergrößert. Der andere Fasertyp ist für Ausdauerleistungen zuständig und kann sich nicht wesentlich vergrößern. Steppen ist eine Ausdauersportart, das heißt: der Po wird vom Training zwar straff, aber nicht größer. 
Irrtum 12: Morgens bringt Sport mehr als abends

Nein, das stimmt nicht. Wer Sport macht, verbraucht dabei Kalorien, egal zu welcher Tageszeit. Wer morgens läuft, sollte vorher mindestens eine halbe Banane essen, weil morgens die Kohlenhydrat-Speicher in Leber und Muskeln sonst nicht ausreichend gefüllt sind.

Irrtum 13: Dehnen vor dem Sport bringt nichts

Das ist so nicht korrekt. Beim Dehnen kommt der Stoffwechsel auf Touren, die Körpertemperatur steigt leicht, so werden die Geschmeidigkeit und das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Bändern gesteigert. Dehnen ist also nicht nur während, sondern auch vor dem Sport gut.
Irrtum 14: Nach dem Sport soll man nichts essen

Das ist völliger Unsinn. Wer Sport getrieben und danach verständlicherweise Hunger hat, sollte seinem Körper mit der Nahrung auch geben, was er braucht – allerdings auch nicht mehr als das. ​Beim Joggen verbrennt man in einer Stunde 600 Kalorien, eine Schale Müsli mit Milch hat z. B. bis zu 800. Besser Eiweiß als Kohlenhydrate nach dem Sport essen, z.​ B.​ fettarmen Fisch. Eiweiß unterstützt Erhalt und Aufbau der Muskeln.

Irrtum 15: Yoga ist kein Sport

Doch! Yoga wird mit seinen zahlreichen Varianten gerne als der fernöstliche, gemütliche Weg zur Entspannung für jedermann dargestellt. Yoga regt aber nicht nur die Fettverbrennung an, sondern strafft auch die Körperkonturen und sorgt für einen flachen Bauch.

Irrtum 16: Je mehr man joggt, desto schneller purzeln die Kilos

Stimmt nicht! Um wirklich abzuspecken, reicht Ausdauertraining meist nicht aus. Joggen, Walken und Radfahren stimulieren den Stoffwechsel nur kurzfristig, es wäre also ein hoher Trainingsaufwand nötig, um alleine dadurch abzunehmen. Zusätzliches Muskeltraining mit Gewichten erhöht dagegen den Energieverbrauch des Körpers deutlich.

Irrtum 17: Fitnessriegel machen fit

Nein. Die meisten Sport oder Energieriegel sind clever verpackte Süßigkeiten, um nicht zu sagen: Kalorienbomben mit jeder Menge Fett, ein paar Kohlenhydraten sowie Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Besser: eine kohlenhydratreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreideprodukten und Kartoffeln. Nach dem Sport besser eiweißhaltige Lebensmittel (siehe Irrtum 14).

Irrtum 18: Sport baut Alkohol schneller ab

Das ist falsch! Alkohol wird zu 90 Prozent in der Leber abgebaut. Wie schnell das geschieht, hängt deshalb vor allem vom Zustand der Leber ab und darüber hinaus von Geschlecht, Alter, Gewicht und Fettanteil des Körpers.​ Sport hat auf die Geschwindigkeit des Alkoholabbaus keinen direkten Einfluss.

Irrtum 19: Vitamin C schützt Sportler vor Erkrankungen

Nein, auch das stimmt nicht. Richtig ist zwar, dass ein Mangel an Vitaminen zu bestimmten Erkrankungen führen kann – regelmäßige Extraportionen von Vitaminen können Erkrankungen aber nicht generell verhindern. So konnte beispielsweise der angebliche Schutzeffekt von Vitamin C gegen Erkältungen bisher wissenschaftlich nicht bestätigt werden.

Irrtum 20: Sportler brauchen weniger Schlaf

Falsch! Eher das Gegenteil ist der Fall: Während des Schlafes regeneriert der Körper sich und „repariert“ dabei alles, was am Tage stark in Anspruch genommen wurde. Deshalb schüttet er im Schlaf vermehrt Wachstumshormone aus, mit deren Hilfe er z. B. die Zellen und Muskelfasern wachsen lässt, das Immunsystem überholt. Sportler, die ihren Körper verausgabt haben, brauchen daher eine Schlafdauer von mindestens acht Stunden.

Quelle: www.bild.de

Dienstag, 12. Juni 2018

Der Firmen-Knigge

Oder muss ich als Frau meinem Chef die Tür aufhalten?

►Beim Aufzugfahren

Im Privaten gilt: Die Dame bzw. der Ältere steigt zuerst in den Fahrstuhl, der Herr bzw. Jüngere geht hinterher. Beim Aussteigen richtet sich die Reihenfolge danach, wie man gerade steht.

Im Beruf gilt: Hier hat der Ranghöhere den Vortritt, auch eine Frau muss also den Vorgesetzten zuerst einsteigen lassen. Beim Aussteigen geht’s danach, wer am nächsten an der Tür steht. Ausnahme: Sie sind alleine mit dem Chef im Fahrstuhl – dann können Sie ihn auch vorlassen.

►Auf der Treppe

Im Privaten gilt: Treppauf geht die Dame bzw. der Ältere vor, treppab der Herr bzw. der Jüngere. Damit die Dame bzw. der Ältere bei einem Fehltritt aufgefangen werden kann!

Im Beruf gilt: Hier muss nicht die Dame bzw. der Ältere im Falle eines Sturzes beschützt werden, sondern der Ranghöhere. Möglich also, dass eine Frau vor dem Chef die Treppe hinuntergeht. Wichtig: Wenn Sie einen Gast haben, steht der rangmäßig noch über den Firmenangehörigen!

►Durch eine Tür gehen

Im Privaten gilt: Der Herr hält der Dame die Tür auf, lässt sie vorgehen. Bei zwei Herren lässt der jüngere dem älteren den Vortritt.

Im Beruf gilt: Der Mitarbeiter muss seinem Vorgesetzten die Tür aufhalten – also auch die Dame einem Herren! Aber: Wenn der Chef einer Kollegin die Tür aufhält, sollte sie das Angebot dankend annehmen. Nicht den Chef belehren!

►Grüßen und Begrüßen

Im Privaten gilt: Zuerst wird die Dame gegrüßt, bei zwei Herren bzw. Damen zunächst der bzw. die Ältere. Wie man sich begrüßt (Hand geben, umarmen etc.) entscheidet die Dame bzw. der Ältere.

Im Beruf gilt: Hier ist die Position entscheidend. Sie grüßen also den Chef vor der Sekretärin! Die Entscheidung, wie Sie sich begrüßen, liegt beim Ranghöheren. Wenn Sie zwei ranggleichen Kollegen begegnen: Bei zwei Herren zunächst den Älteren begrüßen, bei einer Frau und einem Mann gilt: die Dame zuerst. Kunden oder Gäste stehen noch über der Unternehmenshierarchie! Sowohl im Beruf wie im Privaten gilt inzwischen: Stößt jemand zu einer Gruppe sitzender Personen hinzu, stehen beim Begrüßen auch die Damen auf.

►Jemanden vorstellen

Im Privaten gilt: Sind Sie mit mehreren Personen unterwegs, werden zuerst der oder die Dazukommenden vorgestellt, dann die eigene Begleitung.

Im Beruf gilt: Die gleiche Regel wie im Privaten – Ausnahme: Ein Gast oder Kunde darf immer zuerst erfahren, mit wem er es zu tun hat! Wichtig: Wird man vorgestellt, wartet man, bis der andere ausgeredet hat, nennt danach nicht noch mal den eigenen Namen.

►Essen gehen

Im Privaten gilt: Der Gastgeber betritt als Erster das Restaurant, die Gäste folgen. Er gibt als Erster die Bestellung auf, gibt so Hinweis zu Zahl der Gänge und Preisrahmen.

Im Beruf gilt: Beim Geschäftsessen hat der Vorgesetzte die Gastgeber-Rolle. Er bestellt zuerst, andere können sich an ihm orientieren. Der Vorgesetzte gibt das Signal, mit dem Essen zu beginnen. Ist er mit einem Gang fertig, sollten auch die Übrigen den Gang beenden. Der Gastgeber bezahlt, auch wenn er eine Frau ist.

►Das Du anbieten

Im Privaten gilt: Der Ältere bietet das Du an, unabhängig vom Geschlecht.

Im Beruf gilt: Hier darf nur der Ranghöhere das Du anbieten. Achtung: Wenn das Duzen bei einer Feier begonnen wurde, hat der Vorgesetzte bis zum nächsten Tag Bedenkzeit, ob es dabei bleibt. Daher zunächst auf die Anrede durch den Vorgesetzten achten.

Wichtig: Das Angebot zum Duzen darf man streng genommen ablehnen. Da das aber meist als Zurückweisung wahrgenommen wird, ist es nicht ratsam.


Quelle: www.bild.de

Montag, 11. Juni 2018

Rejection Game – das „Zurückweisungs-Spiel“

Ich jogge am Strand entlang und da kommt er aus dem kleinen Supermarkt an der Ecke. Er sieht gut aus, er hat eine Sonnenbrille auf und er hat etwas in der Hand, was ich auch gern hätte: Wasser. Bedauerlicherweise habe ich kein Geld mit, und zurück ins Hotel sind es 3,6 km. Was tue ich? Normalerweise würde ich die Zähne zusammenbeißen, mich eine „dumme Kuh“ nennen und mir vornehmen, nie wieder ohne einen Dollar in der Tasche am kalifornischen Strand laufen zu gehen. Doch heute ist nicht normal, denn seit Monaten schon spiele ich ein neues Spiel. Und deshalb bleibe ich vor dem coolen Typen stehen und frage ihn, ob er mir was von seinem Wasser abgibt.

Er heißt Joe, und ich bekomme Wasser zu trinken aus seiner Flasche. Damit verliere ich das Spiel – scheinbar.

Das macht man nicht!
Waren Sie schon mal in einer Situation, in der Sie gern nach etwas gefragt hätten, es aber gar nicht erst versucht hatten? Denn: So etwas macht man nicht. Nach so etwas fragt man nicht. Und: Es wird ja eh nichts.

Hier kommt das „Zurückweisungs-Spiel“ – proaktives Suchen nach einer Möglichkeit, zurückgewiesen zu werden. Das Spiel kommt ursprünglich aus den USA und hat dort viele Anhänger gefunden. Wer einmal pro Tag zurückgewiesen wird, hat an diesem Tag gewonnen. Rejection Game zielt auf ungewohnte Situationen ab: Nach etwas fragen, was man gern haben will oder wirklich braucht, aber normalerweise nicht erfragt. Dreht man die Einstellung zu diesen Situationen um, wird aus unangenehmen Umständen eine Spielaufgabe. Und die Spielregeln sind denkbar einfach:

1. Sie tun etwas, was man normalerweise nicht tut, z. B. fragen bzw. bitten Sie jemandem um etwas. Wenn Sie eine Zurückweisung bekommen haben, haben Sie gewonnen.

2. Oder Sie tun etwas, was Sie sonst nicht tun, zum Beispiel in der Öffentlichkeit laut singen, als wären Sie allein im Auto, oder Yoga machen an der Bushaltestelle.

In jedem Fall sind Sie ein Sieger, wenn Sie einmal täglich aus Ihrer gewohnten Komfortzone rauskommen, indem Sie etwas tun, was „man nicht tut“.

Rejection Game ist nichts für schwache Nerven und es ist nur etwas für Sie, wenn Sie mit der Ablehnung konstruktiv umgehen können. Aus meinen eigenen Erfahrungen und denen meiner Freunde und Bekannten, die aktiv nach einer Zurückweisung jagen, weiß ich: Sie dürfen nicht lange überlegen, was Sie wollen. Planen Sie nicht zu viel. Wenn Sie irgendwo sind und spontan einen Wunsch haben, fragen Sie sofort nach! Und falls Sie dann in der Öffentlichkeit zurückgewiesen werden, muss Ihnen das gar nicht peinlich sein – reißen Sie die Arme hoch und sagen Sie: „Ich habe das Rejection Game gewonnen!“, oder grinsen Sie sich eins.

Beispiele:

Fragen Sie einen Fremden auf der Straße, ob er sich mit Ihnen fotografieren lässt. Versuchen Sie, sich mit völlig unbekannten Personen bei LinkedIn oder Xing zu vernetzen. Oder bei Facebook. Yoga im Stadtpark? Jonglieren üben im Büro? Klopfen Sie beim Nachbarn und fragen Sie, ob Sie bei ihm Fußball gucken können. Fragen Sie einen Kollegen, ob er den Urlaub mit Ihnen tauscht. Oder ob der Kollege Ihnen Kaffee bringen würde. Fragen Sie im Restaurant nach einem Gericht, das nicht auf der Karte steht, oder nach einem Nachtisch for free. Fragen Sie einen Unbekannten nach seiner Visitenkarte. Eine Ihnen bekannt erscheinende Person nach einem Autogramm. Oder eine hübsche Unbekannte nach ihrer Telefonnummer ;-) . Klingelt es?

Nein tut gut!
Ein Nein hört niemand gern. Es fühlt sich seltsam an, zurückgewiesen zu werden. Und darum fragen wir möglichst selten nach etwas, wenn wir ein Nein erwarten.

Aber was passiert, wenn wir aktiv nach einer Zurückweisung jagen?

Zum einen vergrößern wir damit (täglich!) unsere Komfortzone. Wir tun regelmäßig etwas, was ungewohnt ist, und nach und nach trauen wir uns, größere Schritte zu machen. Frecher zu sein. Leichtfüßiger und lässiger nach etwas zu fragen. Denn hier ist parallel zu der Komfortzone noch etwas anderes gewachsen: unser Selbstbewusstsein! Im ersten Moment kann es sein, dass Sie unter der Zurückweisung leiden. Doch da ist die Möglichkeit, das Ganze spielerisch zu betrachten und sich zu sagen: Es ist nicht schlimm, dass meine Bitte zurückgewiesen wurde. Ich habe nicht das bekommen, wonach ich gefragt habe, aber ich habe mir selbst meinen Mut bewiesen, etwas Ungewohntes zu tun. Und ich habe das Spiel für heute gewonnen :-) . Durch das Spielerische im Fragen leidet unser Selbst weniger unter der Zurückweisung, da wir es nicht mehr persönlich nehmen. Es ist eben nur ein Spiel. Sollten wir unerwartet das Spiel verloren und ein „Ja“ bekommen haben, freut sich das Selbstbewusstsein, denn wir fühlen, dass wir es wert sind, tolle Dinge in unserem Leben zu erhalten.

Aus psychologischer Sicht ist dies eine Art Verhaltenstherapie, bei der man nach und nach mutiger wird und Zuversicht gewinnt. Durch das proaktive Anstreben der Ablehnung wird das Negative positiv, man bringt „das Schlimmste“ spielerisch hinter sich. Hilfreich ist es, wenn Sie jemanden aus Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis mit einweihen und zusammen auf Siegeszug gehen. Wer traut sich zuerst? Wer bekommt unerwartet, wonach er fragt? Denken Sie nicht zu viel, erleben Sie die Welt mit neuen Augen. Wenn jemand Sie nach etwas fragt, was er oder sie wirklich braucht, spielen Sie das Rejection Game andersrum – gönnen Sie dem Gegenüber einen Sieg, indem Sie „Nein“ sagen? Oder erfüllen Sie diesem Menschen seinen Herzenswunsch? Vergessen Sie nicht: Es ist keine Pflicht, Sie müssen sich nicht unter Druck setzen. Sie bekommen mit dem Rejection Game lediglich eine neue Möglichkeit für das persönliche Wachstum und ein neuartiges Spiel an die Hand. Erfolg haben Sie in jedem Fall – entweder, weil Sie bekommen, wonach Sie fragen, oder weil Sie das Spiel gewinnen.

Halten Sie durch!
Das Ganze funktioniert am besten, wenn man das Spiel über längere Zeit durchzieht. Als ich damit vor ein paar Monaten angefangen habe, habe ich eine Strichliste in meinem Kalender geführt. Die Gesetze der Verhaltensmusteränderung: Tun Sie mindestens 21 Tage nacheinander etwas Neues, damit es „normal“ wird und in die Automatismen übernommen wird.

Kurz etwas anderes:  Sind belastende Situationen oder Gefühle ein Thema für Sie? Dann ist vielleicht unser Projekt Belastendes loslassen einen Blick wert. )

Wer sich nicht gleich mit dem Ansprechen traut, kann mit kleinen Taten, „die man nicht tut“, beginnen: verschiedenfarbige Socken anziehen. Mal auf der anderen Bettseite schlafen. Zähne mit der anderen Hand putzen – mit anderen Worten, seinem eigenen eingefahrenen Verhalten NEIN sagen. Dieses auch mindestens drei Wochen am Stück. Dann raus in die Menschenmenge und mehr „seltsame“, nicht in die Verhaltensmuster passende Dinge tun.

Was würden Sie gern machen?
Wissen Sie, dass das Universum voller Überfluss ist? Dass es überall Dinge und Sachen gibt, die nicht abgerufen werden, weil keiner danach fragt? Ich habe zum Beispiel drei Monate lang kostenloses Mentoring von einer ganz wunderbaren Frau erhalten, und kostenlos bekam ich es, weil ich diese Frage im Zuge des Rejection Game gestellt habe. Seither frage ich immer nach etwas, wenn ich eine Idee im Kopf habe und eine Gelegenheit sehe, diese Idee zu verwirklichen, und es hat mich sowohl beruflich als auch privat immens nach vorne bewegt.

Wenn Sie bereit sind, dieses Experiment zu wagen, fangen Sie heute noch an. Sie haben nichts zu verlieren, aber eine Menge zu gewinnen!

Schreiben Sie auf, wie Ihr Selbstbewusstsein heute so ist und wie mulmig es in Ihrem Bauch vor der ersten Runde Rejection Game ist. Legen Sie diese Notizen für 30 Tage unter die Matratze (oder woandershin).

Starten Sie nun das Rejection Game. Runde für Runde, Tag für Tag. Aufgabe für Aufgabe. Mal ein Nein (hurra, Spiel gewonnen!), mal ein Ja (hm, Spiel verloren, aber dafür was anderes gewonnen!). Wetten, Sie sind ein ganz anderer Mensch, wenn Sie 30 Tage proaktiv nach einer Zurückweisung gefragt haben?

Wenn Sie Lust haben, starten Sie noch heute! Alles, was Sie dafür brauchen, ist eine erste Idee für die erste Zurückweisung. Wenn Sie möchten, dann können Sie ja gleich mal über die Kommentarfunktion mit den anderen Lesern teilen, was Sie als Erstes machen werden und welche Erfahrungen Sie mit dem Rejection Game machen.


Quelle: www.zeitzuleben.de im Nov. 2013 von Nadja Petranovskaja