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Freitag, 16. März 2018

Online bewerben - das gilt es zu beachten

Vor 15 Jahren noch undenkbar, heute vor allem bei großen Unternehmen absoluter Standard: Online-Bewerbungen statt dicke Mappen und Papierkrieg. Jedes Jahr gewinnt diese Art mehr an Bedeutung, wie erst kürzlich in der Welt berichtet. Doch was gibt es zu beachten, bevor der Senden-Knopf angeklickt wird? 

Vollständigkeit.
Es wird immer wieder gepredigt, doch nur die wenigsten gehen vor dem Absenden wirklich nochmal alles durch: sind alle erforderlichen Anhänge dabei? Weniges ist schlimmer als eine Bewerbungs-E-Mail ohne Lebenslauf und Co. zu versenden.

Rechtschreibung und Grammatik.
Richtig geschriebene Wörter und Sätze sind kein netter Bonus, sondern ein absolutes Muss. Textprogramme wie Word oder OpenOffice können nicht alles erkennen, unbedingt von einer anderen Person seines Vertrauens gegenlesen lassen. Denn selbst verfasste Texte kann man nur schwer in Eigenregie korrigieren und auf Fehler untersuchen. Auch die Groß- und Kleinschreibung ist keine Deko, sondern gehört auch bei einer E-Mail zum guten Ton - außerdem erleichtert es das Lesen und fördert die Verständlichkeit.

Richtiger Inhalt.
Standardisierte Bewerbungen, bei denen nur der Empfänger ausgetauscht wurde, gibt es so häufig wie Sand am Meer im Postfach des Personalers. Wenn ein Unternehmen eine Online-Bewerbung unterstützt hat es meist auch einen entsprechenden Internet-Auftritt. Den gilt es vorher zu studieren und sich in der Bewerbung auf diese Inhalte beziehen. Das zeigt schon beim ersten durchlesen: dieser Kandidat interessiert sich wirklich für uns.

Richtiger Ton.
Eine Bewerbung bleibt auch online verschickt eine Bewerbung. Ein "Hallo" oder gar "Hi" ist nicht die richtige Anrede. Wie gewohnt darf es ein höfliches "Sehr geehrter Herr / Sehr geehrte Frau ..." sein. Am besten immer mit Namen und nicht nur "Damen und Herren".

Anhänge klein halten.
Anhänge, im Idealfall eine unveränderbare PDF, sollten nie größer als zwei bis drei MB sein. Zum einen ist es absolut unnötig, 15 MB Dateien durch die Postfächer zu jagen, zum anderen haben viele Firmen-E-Mail Systeme Begrenzungen und lassen größere Mails gar nicht erst durch.
Wenn es größere Dateien sein müssen, auf Online-Speicherdienste ausweichen. Dropbox empfiehlt sich hier, da der Personaler ohne Aufwand die Daten schnell und einfach runterladen kann - unseriöse 1-Click-Hoster mit Erotik-Werbung oder unnötiger Wartezeit vor dem Download machen sich hier weniger gut.

Quelle: www.karriereblog.net

Donnerstag, 15. März 2018

Bewerbungsmappen – Sind die heute noch notwendig?

Die klassischen Bewerbungsmappen aus Karton oder Kunststoff waren einmal. Heute bewirbt man sich online: per E-Mail oder Bewerbungshomepage, über XING oder andere Internet-Stellenbörsen. Da braucht man keine Bewerbungsmappen mehr. Außerdem kosten die zu viel!“ 

Was ist dran an der Aussage? Richtig ist, dass seit einigen Jahren das Internet Einzug in die Bewerbungs- bzw. Recruitingwelt genommen hat. Klassische Bewerbungsmappen wurden teilweise durch neue Bewerbungswege wie E-Mail-Bewerbungen, Online-Bewerbungsformularen oder Bewerbungsmappen als Webseite ersetzt. Auch der Weg vom Bewerber zum Unternehmen und zurück wurde neu definiert. So gibt es heute neben der Anzeige und der Arbeitsagentur viele neue Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen. Aufzuzählen sind da XING, LinkedIN, mehrere 100 Internet-Stellenbörsen in Deutschland, die Karriereseite der Unternehmen, Online-Personalagenturen und -vermittler, etc.

Wählen Sie eine Bewerbungsmappe, die alle Ihre Unterlagen sauber und ohne Knicke aufnehmen kann und von der Heftung passend ist und einfach gehandhabt werden kann.

Wahr ist, dass viele Unternehmen, vor allem aus dem oberen Mittelstand und darüber, auf Bewerbungen per Online-Bewerbungsformulare und E-Mail-Bewerbung umgestellt haben. In deren Stellenanzeigen wird dann auch ausschließlich auf diese Bewerbungswege hingewiesen. Bewerbungsmappen aus Karton oder Kunststoff sind dort in der ersten Anbahnungsphase nicht mehr gewünscht.

Auf der anderen Seite gibt es Unternehmen die weiter auf die klassischen Bewerbungswege mit Bewerbungsmappen setzen. Allein um hier schon die „Spreu vom Weizen“ zu trennen, wird die Bewerbungsmappe als Selektionsebene benutzt. Der Bewerber muss sich mehr Mühe geben bei der Erstellung. Auch die Menge eingehender Bewerbungen wird damit begrenzt im Vergleich zu einer E-Mail-Bewerbung.

Abschließend lässt sich sagen, dass bei moderne sowie klassische Bewerbungen eine Berechtigung haben. Beide haben Vorteile und Nachteile. Die Bewerbung per klassischer Bewerbungsmappe gibt es auch heute noch.

Kommt es  zu einem ernsthaften Vorstellungsgespräch sollte der Bewerber auf jeden Fall 1-2 vollständige Bewerbungsmappen mitbringen. Für den Fall, dass nicht alle Bewerbungsunterlagen vorliegen, kann so der Bewerber  souverän diese in einer adäquaten Mappe übergeben.

Ein Tipp: einfache Kunststoffmappen mit Klarsichtdeckel und Schnellverschluss haben sich durchgesetzt.

Quelle: www.karriereblog.net

Mittwoch, 14. März 2018

Die zehn größten Urlaubs-Irrtümer


Grundlage ist dabei das Bundesurlaubsgesetz (BurlG).

Irrtum 1: Tritt ein Mitarbeiter während eines Kalenderjahres in ein Unternehmen ein, wird der Urlaubsanspruch anteilig berechnet.

Die Wahrheit: Ein Mitarbeiter hat den vollen Urlaubsanspruch, wenn er in den ersten sechs Monaten eines Jahres in ein Unternehmen eintritt. Er muss allerdings die gesetzlich festgelegte sechsmonatige Wartefrist abwarten, bevor er seinen Jahresurlaub nehmen darf. Eine Ausnahme liegt vor, wenn der vorherige Arbeitgeber die bereits genommenen Urlaubstage des Arbeitnehmers für das laufende Jahr bescheinigt. Diese werden ihm dann im neuen Arbeitsverhältnis abgezogen.

Irrtum 2: Urlaub wird pro Monat gewährt und kann erst genommen werden, wenn sich genug Urlaubsanspruch angesammelt hat.

Die Wahrheit: Von Jahresbeginn an haben Mitarbeiter den vollen Urlaubsanspruch. Arbeitnehmer denken oft, dass sie Ihre vierwöchige Rundreise durch Australien erst am Ende eines Jahres antreten können. Nach Ablauf der sechsmonatigen Probezeit haben Mitarbeiter jedoch Anspruch auf den vollen Urlaub. Das bedeutet, dass ein längerer Urlaub schon am Jahresanfang genommen werden kann.

Irrtum 3: Mitarbeitern stehen in Deutschland laut Gesetz 30 Tage Urlaub zu.

Die Wahrheit: Laut Bundesurlaubsgesetz haben Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf 24 Tage Mindesturlaub bezogen auf eine Sechs-Tage Woche. Bei einer Fünf-Tage Woche hat der Mitarbeiter Anspruch auf 20 Tage Mindesturlaub im Jahr.

Irrtum 4: Urlaub kann man sich auszahlen lassen.

Die Wahrheit: Das Gesetz versteht Urlaub als Form von Freizeit, er soll der Erholung dienen. Die finanzielle Abgeltung nicht genommenen Urlaubs widerspricht dem Bundesurlaubsgesetz. Ausnahmen sind möglich, wenn ein Arbeitsverhältnis beendet wird: Dann kann die Auszahlung von Urlaub Ersatz für den nicht mehr möglichen Anspruch auf bezahlte Freistellung sein. Der Arbeitnehmer erhält also statt des Urlaubs Geld.

Irrtum 5: Urlaub verfällt nicht und kann grundsätzlich in das nächste Jahr übertragen werden.

Die Wahrheit: Grundsätzlich muss der Urlaub in dem Kalenderjahr vollständig genommen werden, in dem der Urlaubsanspruch entstanden ist. Am Ende des Kalenderjahrs verfällt der Urlaubsanspruch ersatzlos. Arbeitnehmer, die von sich aus keinen Urlaub beantragen, haben im Folgejahr also weder Anspruch auf Urlaub noch auf eine Auszahlung.

Alter Urlaub kann jedoch bis zum 31.03.des Folgejahres übertragen werden, wenn

- Ein Mitarbeiter aus betrieblichen oder aus persönlichen Gründen (z.B. Krankheit) seinen Urlaub nicht nehmen konnte.

- Der Arbeitgeber den Übertrag von Urlaub ausdrücklich genehmigt hat.
- Bei Arbeitnehmern in Elternzeit bzw. in Mutterschutz wird der Resturlaub bis zum Ende der Elternzeit, bzw. Mutterschutzfrist aufgehoben.
- Es eine entsprechende tarifvertragliche Regelung gibt.

Sabine Knöfel, Gesellschafterin bei HRworks: "Bei aller gesetzlichen Klarheit sind viele Unternehmen an dieser Stelle kulant und lassen alte Urlaubstage auf der Liste stehen."

Irrtum 6: Urlaubsanspruch verfällt bei längerer Krankheit.

Die Wahrheit: Ist der Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit nicht in der Lage, seinen Urlaub innerhalb eines Kalenderjahres oder bis zum Ende des Übertragungszeitraumes im Folgejahr zu nehmen, besteht der Anspruch auf Urlaub weiter und erlischt nicht. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 20. Januar 2009 entschieden und damit ein Grundprinzip des deutschen Urlaubsrechts erschüttert. Die Folgen dieses Urteils für Unternehmen sind gravierend: Urlaubsansprüche (dauerhaft) erkrankter Arbeitnehmer verfallen nicht nach Ende des Urlaubsjahres oder des (gesetzlich oder tariflich festgelegten) Übertragungszeitraums, sondern bleiben bestehen. Für Unternehmen kann das bedeuten, dass sie Arbeitnehmern bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ihren nicht genommenen Jahresurlaub finanziell abgelten müssen.

Irrtum 7: Bei Hochzeiten, Geburten, Todesfällen steht Arbeitnehmern bezahlter Sonderurlaub zu.

Die Wahrheit: Dies ist eine vertragliche Regelung, es gibt keinen gesetzlichen Anspruch aus dem Bundesurlaubsgesetz darauf. Zu beachten ist jedoch, ob nicht §616 BGB zur Geltung kommen kann. Demnach haben Mitarbeiter Anspruch auf eine Freistellung, wenn etwa ein Todesfall in der nahen Verwandtschaft eingetreten ist und es ihm nicht zumutbar ist, dafür einen arbeitsfreien Tag aufzuwenden. Arbeits- oder tarifvertragliche Regelungen sowie Betriebsvereinbarungen können Ansprüche jedoch ausschließen.

Irrtum 8: Es gibt halbe Urlaubstage.

Die Wahrheit: Unternehmen gewähren zwar halbe Urlaubstage, aber der Gesetzgeber sieht keine halben Urlaubstage vor.

Irrtum 9: An Heilig Abend und Silvester muss nur ein halber Urlaubstag genommen werden.

Die Wahrheit: Die Erteilung von halben Urlaubstagen am 24.12. und 31.12. sind nach §7 Abs.2 BUrlG unzulässig. Möchte ein Arbeitnehmer an diesen beiden Tagen ganztags frei haben, muss er jeweils einen ganzen Tag Urlaub einreichen. In vielen Unternehmen sehen die Tarifverträge jedoch einen halben Feiertag vor, so dass der Mitarbeiter nur einen halben Urlaubstag einreichen muss. Das wird auch ohne Tarifverträge in vielen Unternehmen so praktiziert.

Irrtum 10: Der Arbeitgeber entscheidet über die Dauer des Urlaubs.

Die Wahrheit: Richtig ist, dass dem Arbeitnehmer im aktuellen Jahr immer ein Urlaub von mindestens zehn zusammenhängenden Arbeitstagen zusteht. Nur dringende betriebliche Gründe ermächtigen Arbeitgeber, von dieser Regelung abzusehen. Ein zusammenhängender Urlaub von mindestens zehn Arbeitstagen muss zum Beispiel nicht gewährt werden, wenn der Urlaubsantrag des Mitarbeiters mit Urlaubswünschen von Kollegen kollidiert, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen. Ein anderer Grund sind personelle Engpässe, etwa in Saisonbetrieben.

Quelle www.hrworks.de

Dienstag, 13. März 2018

2 Wölfe

Ein alter Indianer saß mit einem jungen Krieger am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten. Nach einer Weile des Schweigens sagte der Alte:

„Weißt du, manchmal fühle ich mich, als ob zwei Wölfe in meiner Brust miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“ Nachdem er das gesagt hatte, schwieg der Alte wieder und schaute ins Feuer.

„Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“ fragte der Junge. Der Alte antwortete: „Der Wolf, den ich füttere!“

Fabel

Montag, 12. März 2018

Arbeitslosigkeit im Lebenslauf: Formulierungstipps

Eine Phase der Arbeitslosigkeit ist zwar für keinen Arbeitnehmer angenehm, stellt heute jedoch auch keine Seltenheit mehr dar. Angesichts der Einstellungs- und Kündigungspolitik vieler Unternehmen lassen sich einige Wochen oder Monate ohne Job nicht immer vermeiden und werden von Arbeitgebern auch nicht unbedingt als Problem angesehen. Das gilt natürlich nur, wenn Sie die Arbeitslosigkeit im Lebenslauf – und in Ihrer gesamten Bewerbung – entsprechend präsentieren. Richtig formuliert und eingebaut, fällt die Zeit der Arbeitslosigkeit dann kaum ins Gewicht.


Arbeitslosigkeit: Akzeptieren Sie die Situation



Bevor Sie sich an die Jobsuche oder gar an konkrete Bewerbungen machen, sollten Sie sich mit Ihrer Arbeitslosigkeit auseinandersetzen und diese akzeptieren. Das mag seltsam klingen, doch viele Arbeitnehmer kommen mit der Situation der Arbeitslosigkeit nicht klar und lehnen diese ab. Diese Ablehnung ändert zwar nichts an der Lage, kommt in der Bewerbung jedoch spür- und sichtbar zum Ausdruck.



Dann wird die Arbeitslosigkeit im Lebenslauf und im Anschreiben regelrecht hervorgehoben, umfangreiche Erklärungsversuche begonnen und die gesamte Bewerbung von diesem Thema dominiert. Bewerber haben dann das Gefühl, potenzielle Arbeitgeber würden nur ihre Arbeitslosigkeit wahrnehmen und ihre sonstigen Qualifikationen übersehen. Leider sorgen sie dann meist durch die beschriebene übertriebene Präsentation dafür, dass diese Annahme auch eintrifft.



So unangenehm Arbeitslosigkeit auch sein mag: Sie können an der Situation nur dann etwas ändern, wenn Sie Ihren Frieden damit machen und sich voll auf die Jobsuche konzentrieren. Und zwar ohne sich bei den Bewerbungen selbst im Weg zu stehen.



Arbeitslosigkeit im Lebenslauf: Formulieren Sie aktiv



Eine der bekanntesten Formulierungen ist in diesem Fall – zumindest für Ihren Lebenslauf – auch die beste: Arbeit suchend. Natürlich können Sie diese Formulierung als sprachliche Spitzfindigkeit sehen und als sinnlos ablehnen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass “Arbeit suchend” eine deutlich aktivere Formulierung ist, als “arbeitslos”. Die Formulierung alleine reicht jedoch nicht aus, um Ihren Lebenslauf und Ihre Bewerbung positiv zu gestalten.



Um Ihre Arbeitslosigkeit im Lebenslauf richtig einzuordnen, sollten Sie deutlich machen, dass…



    … Sie aktiv nach einem neuen Job suchen.

    … Sie Ihr Fachwissen auf dem aktuellen Stand halten.

    … Sie arbeiten wollen und selbstständig viel dafür tun.



Anders gesagt: Zeigen Sie Aktivität und Eigenengagement, ist “Arbeit suchend” keine leere Worthülse, sondern die passende Formulierung für Ihre Aktivitäten. Ist das der Fall, ist die Formulierung auch sinnvoll und erhöht Ihre Chancen auf einen neuen Job.

Wichtig ist dabei: die Aktivität und das Eigenengagement des Bewerbers deutlich zu machen. Aus dem Lebenslauf geht zwar hervor, dass Peter Mahler seit einiger Zeit ohne Job ist. Es wird jedoch auch deutlich, dass er sich in dieser Zeit weitergebildet hat und aktuell einer geringfügigen Beschäftigung in seinem erlernten Beruf nachgeht.



Er verfügt also über aktuelles Fachwissen und hat den Kontakt zum Arbeitsleben nicht verloren. Diese Wirkung ist entscheidend, wenn er sich bei einem neuen Unternehmen vorstellt.



Setzen Sie Arbeitslosigkeit in Perspektive



Auch durch unser Lebenslauf-Muster wird deutlich, dass sich eine Zeit der Arbeitslosigkeit im Lebenslauf problemlos einordnen lässt – wenn Sie mit entsprechenden Fortbildungen und Aktivitäten aufwarten können. So ist beispielsweise auch die Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung sinnvoll, solange sie mit ihrem erlernten Beruf zu hat, in den Sie auch zurückkehren wollen.



Im Grunde sollten Sie Ihrem künftigen Arbeitgeber zeigen, dass Sie…



    … über aktuelles Fachwissen verfügen.

    … den Arbeitsalltag nach wie vor kennen.

    … leistungsfähig und arbeitswillig sind.

    … sich in Ihrem Job auskennen und ihn beherrschen.



Natürlich kann im Vorstellungsgespräch dann immer noch die Frage nach dem Grund für die Arbeitslosigkeit kommen, damit sollten Sie sogar rechnen. Doch erstens haben Sie die Hürde zum Gespräch dann bereits genommen und zweitens können Sie die Gründe dafür meist problemlos erklären.



Ja, Sie können auch im Anschreiben auf die Gründe eingehen, sollten das jedoch mit Vorsicht tun. Zu viel Erklärung klingt schnell nach Rechtfertigung und ist für die schriftliche Bewerbung in der Regel uninteressant, wenn das Arbeitszeugnis Ihres letzten Arbeitgebers ausgefallen ist. Bauen Sie Ihre Arbeitslosigkeit einfach wie eine ganz normale Station Ihrer Karriere ein und konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Stärken und Kompetenzen zu präsentieren. Dann steht dem neuen Job nichts im Wege.



Quelle: www.karierebiebel.de von Christian Mueller am 19. September 2014

Freitag, 9. März 2018

Pausen

  • Es ist eine Mindestruhe von ununterbrochenen 11 Stunden pro 24-Stunden-Zeitraum einzuhalten, d.h. zwischen der Beendigung eines Arbeitstages und Beginn eines neuen müssen mindestens 11 Stunden vergangen sein. Eine Arbeitsbereitschaft in diesem Zeitraum ist daher nicht möglich, wohl aber eine Rufbereitschaft oder ein Bereitschaftsdienst, sofern ein Zeitausgleich gewährleistet ist
  • Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden beträgt die Pause mindestens 30 Minuten, bei mehr als 9 Stunden 45 Minuten. Ist die Arbeitszeit weniger als 6 Stunden, besteht kein Anspruch auf die Gewährung einer Pause. Die Pausen sind im voraus festzulegen
  • Die Ruhepause lässt sich in Zeitabschnitte von mindestens 15 Minuten teilen
  • Beträgt die Pause weniger als 15 Minuten, handelt es sich um eine Arbeitsunterbrechung, die zur Arbeitszeit zählt. Der Mitarbeiter kann sie nach eigenem Ermessen einlegen. Vor allem in hochmechanisierten Betrieben gibt es dazu möglicherweise tarifliche Regelungen
  • Die Ruhezeit gehört mit Ausnahme des Bergbaus nicht zur Arbeitszeit und ist daher normalerweise nicht zu vergüten
  • Die Ausgestaltung einer Ruhezeit ist frei. Der Mitarbeiter entscheidet selbst, wo und wie er die Pause verbringt. Eine Betriebsvereinbarung kann allerdings festlegen, dass der Betrieb nicht zu verlassen ist
  • Ist ein Betriebsrat vorhanden, so ist dieser bei der Festlegung der Lage und Dauer der Arbeitspausen hinzuzuziehen
  • In einem Zeitraum von 7 Tagen ist eine 24-stündige Ruhezeit zu gewährleisten, wobei ein Tag den Sonntag umfasst. Für eine notwendige Sonntags- und Feiertagsarbeit gibt es eigene Regeln
  • Nutzen Sie die Pausen. Gerade schwierige Aufgaben lösen sich oft wie von selbst, wenn man eine Pause einlegt und etwas anderes macht
  • An Bildschirmarbeitsplätzen sollte in jeder Stunde eine 5-minütige Unterbrechung eingelegt werden, um Augenproblemen vorzubeugen
  • Bei Jugendlichen gelten längere Arbeitspausen: ab 4,5 Stunden Arbeitszeit 30 Minuten Pause, bei mehr als 6 Stunden 60 Minuten Pause
Quelle: http://www.arbeitsratgeber.com/arbeitspausen.html vom 16.09.2013

Donnerstag, 8. März 2018

Deswegen sollten wir uns nie allein auf die Oberfläche konzentrieren und andere verurteilen

Ein Kreuzfahrtschiff drohte, auf offener See zu kentern. Ein Pärchen wollte sich auf einem Rettungsboot in Sicherheit bringen und merkte, dass nur noch Platz für eine Person übrig war.
In diesem Moment schubste der Mann seine Frau hinter sich und sprang selbst in das Rettungsboot.
Die Frau stand auf dem sinkenden Schiff und rief ihrem Mann einen Satz zu.
Die Lehrerin unterbrach sich und fragte: „Was denkt ihr, was sie gerufen hat?“
Die meisten Schüler riefen: „Ich hasse dich! Ich war blind!“
Da fiel der Lehrerin ein Junge auf, der die ganze Zeit über still gewesen war. Sie brachte ihn dazu, ihre Frage zu beantworten und er erwiderte: „ Frau Lehrerin, ich glaube, sie hat gerufen: Kümmere dich um unser Kind!“
Die Lehrerin war überrascht und fragte: „Hast du diese Geschichte schon einmal gehört?“
Der Junge schüttelte den Kopf: „Nein, aber das hat meine Mutter zu meinem Vater gesagt, bevor sie wegen einer Krankheit gestorben ist. “
Die Lehrerin sagte „Die Antwort ist richtig.“
Das Schiff sank, der Mann kehrte nach Hause zurück und zog die gemeinsame Tochter auf.
Viele Jahre nach dem Tode des Mannes fand die Tochter sein Tagebuch, während sie seine Habseligkeiten aufräumte.
Es stellte sich heraus, dass bei der Mutter schon vor der Kreuzfahrt eine unheilbare Krankheit diagnostiziert worden war. In dem entscheidenden Moment stürzte sich der Vater auf die einzige Möglichkeit, zu überleben.
Er schrieb in sein Tagebuch: „Wie sehr habe ich mir gewünscht, mit dir auf den Grund des Meeres zu sinken. Wegen unserer Tochter kann ich dich aber nur alleine für immer am Meeresgrund ruhen lassen.“
Damit war die Geschichte zu Ende und die Klasse komplett still.
Die Lehrerin wusste, dass ihre Schüler die Moral der Geschichte verstanden hatten: Dass hinter dem Guten und Bösen der Welt viele Verwicklungen stecken, die schwer zu verstehen sind.
Deswegen sollten wir uns nie allein auf die Oberfläche konzentrieren und andere verurteilen, ohne sie vorher zu verstehen.
Diejenigen, die die Rechnung bezahlen wollen, machen das nicht, weil sie so reich sind, sondern weil ihnen Freundschaft wichtiger als Geld ist.
Diejenigen, die sich bei der Arbeit mehr anstrengen, machen das nicht, weil sie dumm sind, sondern weil sie das Konzept der Verantwortlichkeit verstanden haben.
Diejenigen, die sich nach einem Streit entschuldigen, machen das nicht, weil sie falsch liegen, sondern weil sie die Menschen, die sie umgeben, wertschätzen.
Diejenigen, die dir helfen wollen, machen das nicht, weil sie dir etwas schulden, sondern weil sie dich als einen wahren Freund sehen.
Diejenigen, die dir oft Nachrichten schreiben, machen das nicht, weil sie nichts Besseres zu tun haben, sondern weil sie dich in ihr Herz geschlossen haben.
Eines Tages werden wir alle von einander getrennt werden; wir werden unsere Gespräche über alles und nichts vermissen; die Träume, die wir hatten. Tage werden vergehen, Monate, Jahre, bis dieser Kontakt weniger wird... Eines Tages werden unsere Kinder unsere Fotos sehen und fragen „Wer sind diese Leute?“ Und wir werden mit unsichtbaren Tränen lächeln, weil unser Herz durch diese Worte berührt ist und sagen: „Mit ihnen hatte ich die beste Zeit meines Lebens“

Mittwoch, 7. März 2018

Smalltalk, mit dem Plaudern ist es wie mit dem Flirten

Dem ersten Satz haftet ein nahezu mythisches Sexualisierungsfanal an – so als gäbe es hernach keine Höhepunkte mehr.

Im Zeitalter der Globalisierung, der Ad-hoc-Mitteilungen, der Stehpartys und professionellen Prahlhanserei, ist der Smalltalk alles andere als ein Privileg der oberen Zehntausend. Eine gekonnte Konversation ist ein wichtiger Erfolgsschlüssel. Mit dem richtigen Schnack kann man das sprichwörtliche Eis unter Fremden brechen und einen positiven (ersten) Eindruck hinterlassen. Wählt man indes die falschen Worte, ist die Chance genauso leicht verspielt.

Smalltalk ist Plaudern, nicht Präsentieren!

Der erste Satz ist der schwerste. Und klar, zuerst sollte man sich immer erst selber vorstellen, seinen vollen Namen nennen und vielleicht noch zwei, drei Sätze zu seinem Beruf (wenn es ein Business-Empfang ist) sagen. Aber dann?

Wenn manche an Smalltalk denken, dann assoziieren sie entsprechend die mitreißende Eloquenz und geschliffene Rhetorik eines Alleinunterhalters. Dabei ist Smalltalk das genaue Gegenteil davon: Es ist die Kunst des unangestrengten, ebenso amüsanten wie eleganten Geplauders – der Sprezzatura, wie Smalltalk früher hieß.

Wer etwa dem inneren Zwang erliegt, jedem beweisen zu müssen, wie kommunikativ er ist, kann nur scheitern. Eine solche Haltung wird immer unbewusst wahrgenommen und wirkt entsprechend aufdringlich.

Der englische König Charles II. soll einmal gesagt haben:
„Die Kunst guter Konversation bestehe darin, Unsicheren Sicherheit zu geben.“

Entsprechend dient das lockere Parlieren dazu, sich unverbindlich auszutauschen, sich besser kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu betonen und so eine gute Atmosphäre sowie Vertrauen zu schaffen.

Smalltalk ist stets zweckfrei

Smalltalk-TippsKonversation ist die Kunst eine interessante Geschichte zu erzählen – Storytelling wie es heute auch genannt wird -, sie mit ein wenig Geist zu garnieren und als Amuse-Gueule anzubieten. Smalltalk ähnelt in seinem Wesen daher eher guter Bildung: Er versprüht Charme und Charisma, Witz und Esprit, ist aber völlig zweckfrei.

Weil das leider einige vergessen, führen zwischenmenschliche Begegnungen bei latent Schüchternen und um Worte verlegenen Menschen regelmäßig zu einer verkrampften Alertheit, deren Folgen ebenso schaurig schlicht und flüchtig sind wie weiße Weihnachten im Rheinland:

„Schönes Wetter heute?“
„Sind Sie öfters hier?“
„Und sonst?“
Sollten Sie davon betroffen sein, ist das Folgende sicher nicht bequem, aber wahr:

Hören Sie auf zu grübeln!

Es mag ein starkes Indiz für einen empathischen Menschen sein, man kann es aber auch übertreiben. Es allen recht machen zu wollen, führt in die geistige Sklaverei. Also genießen Sie den Augenblick, Ihre Freiheit – und die Chance, Ihren Horizont zu erweitern.

Sehen Sie es positiv: Sich nicht in der Vordergrund zu drängeln, ist eine Tugend, die viele schätzen. Genauso wie zuhören zu können. Wenn Sie also Sorge haben, anfangs das Falsche zu sagen oder nicht smalltalken zu können, stellen Sie eben Fragen und gehen auf die Antworten Ihres Gegenübers ein – es wird Sie dafür mehr schätzen als jeden Draufgänger und Sprücheklopfer.

Smalltalk-Tipps: Nicht Sprüche klopfen – fragen!

Falls es Ihnen schwer fällt, ein spannendes Gespräch zu initiieren oder an ein bestehendes anzuknüpfen, gibt es einen einfachen Trick: Zeigen Sie Interesse an Ihrem Gegenüber – idealerweise mit ein paar Fragen! So gut wie jeder Mensch liebt es, über sich selbst zu sprechen. Klasse, wenn Sie Ihrem Gegenüber diese Chance eröffnen.

Nur ein Klotz fällt mit der Tür ins Haus. Ein solch lockeres (Party-)Gespräch hat stattdessen die Beziehung im Fokus, die es zwar so noch nicht gibt, aber bald schon geben könnte. Es geht beim Smalltalk darum, Menschen zu verbinden und Gemeinsamkeiten zu finden. Sonst kratzt auch die spätere Konversation nur an der Oberfläche.

Und Fragen zu stellen, eignet sich sowieso perfekt zum Anwärmen und Auflockern (ganz besonders, wenn einem nichts Besseres einfällt) – vorausgesetzt, es sind die richtigen Fragen. Hier ein paar Vorschläge:

Was machen Sie beruflich? Der Klassiker unter allen Smalltalk-Intros, denn er eröffnet eine Reihe von Anschlussfragen, etwa zum Unternehmen, der Branche oder der Position, in der Ihr Gegenüber arbeitet. Die Frage ist gut, allerdings auch ziemlich abgedroschen. Durch Originalität fällt man damit nicht auf.

Wodurch lassen Sie sich inspirieren? Zweifellos der originellere Opener. Denn er bringt den anderen dazu, über sich selbst zu reflektieren – und das inspiriert Sie beide. Die Frage eignet sich daher nicht nur als Gesprächseinstieg, sondern auch als Diskussionsauftakt in einer bereits etablierten Gruppe.

Welches Buch lesen Sie gerade? Diese Frage zielt ebenfalls auf Inspirationsquellen, kann aber auch durch Hobbys oder private Interessen erweitert werden. In jedem Fall gewinnen Sie so eine Menge Informationen über Ihr Gegenüber sowie weiteren Gesprächsstoff.

Was haben Sie davor gemacht? Diese Frage können Sie stellen, nachdem sich der andere ausgiebig vorgestellt hat. Allerdings sollte sie nie so klingen, als würden Sie sich nicht für seinen aktuellen Job interessieren. Sonst ist Ihr Gegenüber beleidigt. Ein bisschen über den Werdegang des anderen herauszufinden, verrät Ihnen viel über seine Profession und seine potenziellen Erwartungen an Sie.

Und was machen Sie hier? Obacht: Die Frage lässt sich so und so betonen. In der einen Variante klingt sie nach Verhör. Gemeint ist aber die zweite: Sie interessieren sich, wie es Ihr Gegenüber auf diese Veranstaltung, zu diesem Vortrag oder zu der Party verschlagen hat und in welchem Verhältnis er oder sie zum Veranstalter steht. Spätestens damit haben Sie die erste Gemeinsamkeit, denn auch Sie kennen den Veranstalter ja irgendwo her.

Wie fanden Sie den Vortrag? Voraussetzung dafür ist natürlich, dass es eine solche Präsentation gegeben hat. Wichtig ist dann aber, dass Sie Ihre eigene Meinung nicht gleich herausposaunen. Insbesondere wenn Sie den Vortrag doof fanden. Sonst verbreiten Sie sofort zu Beginn negative Stimmung. Und das blockiert. Eine inhaltliche und intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Gesagten betont indes Ihre Gemeinsamkeit als Zuhörer und schafft neue Gesprächspunkte.

Das sieht wirklich lecker aus! Wo haben Sie das her? Zugegeben, die Frage ist eher etwas für Mutige und Extrovertierte und für Partys mit Büffet. Dafür kommt sie meistens extrem gut an, denn in ihrem humorvollen Kleid steckt Lob: „Sie haben Geschmack!“ Und das bringt Sympathien ein. Außerdem können Sie sich, nachdem Sie sich dasselbe geholt haben, dazustellen und mit dem Plaudern beginnen: Entschuldigung, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Mein Name ist…

Möchten Sie etwas trinken? Der ideale Einstieg für jemanden, der noch einsam und allein an einem Tisch steht. Sie beweisen so nicht nur Aufmerksamkeit und gute Manieren, sondern schaffen zugleich ein Reziprozitäts-Verhältnis, das zu Ihren Gunsten spielt. Alternativ: „Soll ich Ihnen etwas von der Bar mitbringen?“ Falls Sie einer attraktiven Frau begegnen und mit ihr auf diese Weise ins Gespräch kommen wollen, empfiehlt sich jedoch die Gentleman-Variante: Bringen Sie ihr den Drink direkt mit. Vorher aber bitte ihre Vorlieben ausspähen!
Auch das ist ein bisschen wie beim Flirten. Nur eben weniger absichtsvoll, solange es Smalltalk bleibt.

Überhaupt hat Fragen stellen und zuhören zahlreiche Vorteile…

11 Smalltalk-Tipps

Noch einmal zusammengefasst: Darum geht es beim lockeren Parlieren…

Hohe Erwartungen vermeiden. Smalltalk ist keine tiefschürfende Konversation, sondern zwangloses Sprechen – seien Sie nicht zu streng mit sich. Echte Gespräche entstehen höchstens hinterher daraus.

Den Anfang machen. Betretenes Schweigen entsteht häufig nur dadurch, dass sich keiner traut, als erster zu sprechen. Nehmen Sie sich ein Herz und durchbrechen Sie die Schallmauer!

Passenden Einstieg wählen. Hierfür stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten offen. Was fast immer geht, ist ein Plausch über die gerade stattfindende Situation oder Themen aus den Massenmedien.

Ruhig Belangloses ansprechen. Sicherlich gibt es spannendere Themen als das Wetter. Wenn sich jedoch gerade nichts anderes anbietet, dann sprechen Sie lieber über Offensichtliches als gar nicht.

Kritische Themen auslassen. Smalltalk soll keine erschreckenden Erkenntnisse liefern, sondern Spaß machen. Tod, Sex, Krankheit, Politik, Geld, Religion und Gerüchte (sowie mitunter eklige Kombinationen daraus) sind tabu.

Pausen schaden nicht. Im Gespräch mit Fremden entstehen immer Pausen, die sich unangenehm anfühlen, aber normal sind. Nutzen Sie die Zeit, um das bisher Gesagte durchzugehen und interessante Fragen zu finden!

Mimik gezielt einsetzen. Auch wenn Ihr Gesprächspartner ein Stinkstiefel ist – ein nettes Lächeln während des Smalltalks bringt Sie nicht um und schafft eine freundliche Atmosphäre. Auch deutliches und selbstbewusstes Sprechen ist wichtig!

Auf Gesprächspartner eingehen. Sie können nur die richtigen Fragen stellen, wenn Sie konzentriert und interessiert zuhören. Beachten Sie auch die Körpersprache Ihres Gegenübers; so sammeln Sie weitere Infos über dessen Befinden.

Besserwisser sind unsympathisch. Wir nehmen Ratschläge nur von Menschen an, die wir mögen oder deren Kompetenz wir respektieren. Beim ersten Plausch fehlt beides. Also weg mit dem erhobenen Zeigefinger.

Übung ist alles. Wie alle sozialen Vorgänge ist Smalltalk fast reine Übungssache. Wenn Sie ihn in unverfänglichen Situationen üben, sind Sie für den Ernstfall gewappnet!

Smarten Ausstieg finden. Wer sich nach den ersten sieben Sätzen ruckartig umdreht und davonrennt, hinterlässt möglicherweise bleibenden Eindruck – allerdings keinen sonderlich positiven.
Apropos Gespräch beenden…

Nicht immer hat man das Glück, einen geistreichen Gesprächspartner zu finden. Dann wird Plaudern zur Qual und die Suche nach einem Helden-Notausgang unumgänglich. Dennoch tun sich viele damit schwer. Entweder, weil sie versuchen höflich zu bleiben oder weil sie Angst vor den Konsequenzen haben: Schließlich könnte der andere den sermon interruptus persönlich und dazu übel nehmen. Und man begegnet sich bekanntlich immer zweimal im Leben…

Natürlich wäre es weder nett, noch zeugt es von Kultiviertheit, den anderen spüren zu lassen, was für Konversationsvakuum er darstellt und dass man lieber eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt hätte, als sich mit ihm weiter zu unterhalten.

Muss man aber auch nicht. Egal, in welcher Situation Sie stecken – es gibt gewandtere Ausstiege. Diese:

Entschuldigen.
Die einfachste Methode ist noch immer die beste: Entschuldigen Sie sich, dass Sie gerne auch noch mit anderen Gästen plaudern würden. Natürlich nicht gleich nach den ersten 30 Sekunden. Ein, zwei Takte sollten Sie mit Ihrem Gegenüber schon aushalten. Wichtig ist nur: Verzichten Sie auf jedwede Begründung. Die wirkt immer wie ein Schuldbekenntnis. Besser: Nennen Sie einen konkreten Namen mit wem Sie noch reden wollen.

Versprechen.
 Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Abgang allzu abrupt ausfällt, können Sie demjenigen auch ein Versprechen geben, etwa: „Ich würde mich freuen, wenn wir in Kontakt blieben. Wenn Sie mir Ihre Karte geben, melde ich mich bei Ihnen…“ Natürlich sollten Sie das dann auch tun. Andernfalls sind Sie wortbrüchig und Ihr Gegenüber wird die Geste im Nachhinein (zurecht) als Abbügelei interpretieren. Die Alternative ist, dem anderen Ihre Karte zu geben und ihm vorzuschlagen, er möge sich melden. Im Zweifel haben Sie später eben gerade keine Zeit.

Vorstellen.
Noch eleganter können Sie sich aus der Affäre stehlen, indem Sie Ihrem Gegenüber einen alternativen Gesprächspartner vorstellen und beide miteinander bekannt machen. Charmanterweise ist das nicht irgendwer (sonst wird der sich anschließend bei Ihnen bedanken), sondern jemand, von dem Sie glauben (oder wissen), dass er mit Ihrem bisherigen Gesprächsgenossen harmoniert. Womöglich, weil beide ein gemeinsames Interesse haben.

Retten.
Für Schauspieltalente eignet sich die Methode Überraschungsgast: Merken Sie unvermittelt auf und stellen Sie auf dramaturgisch hohem Niveau fest, dass gerade jemand gekommen ist, mit dem Sie unbedingt sprechen müssen – „eine wirklich wichtige Sache…“. Bitten Sie um Verständnis und weg sind Sie. Nicht gerade eine 6,0 in Sachen Höflichkeit, aber wenigstens ein guter Grund. Für Gentleman mit weiblicher Begleitung gibt es zudem die Variante Held: „Ich sehe gerade, meine Partnerin/Freundin/Frau steckt in Schwierigkeiten. Bitte entschuldigen Sie mich, Sie gab mir ein Signal, sie aus der Situation zu retten…“

Irritieren.
Nur weil Sie ausgerechnet an einen vielsagenden Profilneurotiker geraten sind, heißt das noch lange nicht, dass Sie keinen Spaß mit ihm haben dürfen. Verunsichern Sie ihn, indem Sie ihn immer wieder unterbrechen, um gleich darauf völlig aus der Luft gegriffene Anekdoten zu erzählen, Motto: „Das erinnert mich an meinen letzten Mallorca-Urlaub…“ Oder stellen Sie regelmäßig Rückfragen bei denen Sie ihn kategorisch missverstehen. Schon bald wird er derjenige sein, der das Gespräch nur allzu gerne beenden wird.

Thema wechseln.
Gut, der Typ ist langweilig und hat Superkleber zwischen den Zähnen. Dann wechseln Sie das Thema! Und zwar möglichst hörbar zu einem Inhalt, der Ihre Nachbarn interessieren könnte. Wenn Sie Glück haben, beteiligen sich an dem Gespräch schon bald Leute in Ihrer Nähe, denen Sie sich daraufhin intensiver widmen können.

Zirkulieren.
Wenn nichts davon klappt, hilft entwaffnende Ehrlichkeit. Sollten Sie an einen Zeitgenossen mit Maulsperre geraten, dann suchen Sie nicht länger Worte, sondern das Weite. Prosten Sie ihm zu und sagen Sie: „Ich glaube, es wird von uns erwartet, dass wir auf dieser Party zirkulieren.“ Und tschüss!


Quelle: www.karrierebibel.de von Jochen Mai am 28. Oktober 2011 

Dienstag, 6. März 2018

Paradigmenwechsel



Die Passagiere saßen still da, manche lasen Zeitung, andere waren  in Gedanken versunken, einige hatten die Augen geschlossen und ruhten sich aus. Es war eine ruhige, friedliche Szene. Dann stieg ein Mann mit seinen Kindern ein. Die Kleinen waren laut und ungestüm, die ganze Stimmung änderte sich abrupt. Der Mann setzte sich neben mich und machte die Augen zu. Er nahm die Situation offenbar überhaupt nicht wahr. Die Kinder schrien herum, warfen Sachen hin und her, zerrten sogar an den Zeitungen der anderen Fahrgäste. Sie waren sehr störend. Aber der Mann neben mir unternahm nichts. Es war schwierig, nicht davon irritiert zu sein. Ich konnte nicht fassen, dass er so teilnahmslos war, dass er seine Kinder dermaßen herumtoben ließ und nichts dagegen tat, überhaupt keine Verantwortung übernahm. Es war deutlich, dass sich auch alle anderen in der U-Bahn ärgerten.

Mit, aus meiner  Sicht, ungewöhnlicher Geduld und Zurückhaltung sprach ich ihn schließlich an: „Ihre Kinder stören wirklich sehr viele Leute hier. Könnten sie sie nicht vielleicht etwas mehr unter Kontrolle bringen?“ Der Mann hob die Augen, als ob er sich zum ersten Mal der Situation bewusst wurde, und sagte leise: „Oh. Sie haben Recht, ich sollte etwas dagegen tun. Wir kommen gerade aus dem Krankenhaus, wo ihre Mutter vor einer Stunde gestorben ist. Ich weiß nicht, was ich denken soll und die Kinder haben vermutlich auch keine Ahnung, wie sie damit umgehen sollen.“

Können sie sich vorstellen, was ich in dem Augenblick empfand? Mein Paradigma wechselte. Plötzlich sah ich die Dinge anders.

Quelle www.borderline-beratung.com

Montag, 5. März 2018

Assessement-Center

Viele große Unternehmen führen im Rahmen ihres Selektionsprozesses Assessment durch oder binden zumindest Teile davon in das herkömmliche Rekrutierungsverfahren ein.

Ein Assessment-Center ist ein Personalauswahlverfahren, bei dem mehrere Beobachter (Vertreter der Fach- und Personalabteilung, Psychologen, externe Berater) einen bzw. mehrere Kandidaten/-innen anhand von Verhaltensausprägungen beobachten, beschreiben, beurteilen und einschätzen, um auf der Basis eines zugrunde liegenden Anforderungsprofils deren Eignung für eine bestimmte Stelle zu bewerten. Assessment-Center dauern bis zu drei Tagen und können auch mehrstufig eingesetzt werden. Ziel eines Auswahlverfahrens ist nicht immer nur den besten Bewerber herauszufiltern, sondern auch die Bewerber, deren Potenzial sich noch am Besten steigern lässt, zu finden. Dabei geht es in erster Linie nicht um fachliches Wissen, sondern vielmehr um Ihre soziale Kompetenz.

Passende Übungstypen sollen Aufschluss geben
Assessments sind Realitätssimulationen aus dem beruflichen Alltag. Assessment-Übungen können verschiedene Aufgabentypen enthalten, die reale Situationen des beruflichen Alltags simulieren: Vorträge/Präsentationen, Postkorbübungen (Projektplanung), Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Fallstudien, Einzelinterviews und psychologische Testverfahren. Um zu erkennen, ob die Bewerber für die jeweilige Position geeignet sind, werden dabei jene passenden Übungstypen verwendet, anhand derer man erkennen kann, ob die Qualifikationen der Bewerber den spezifischen Anforderungen des späteren Berufsalltags entsprechen. Nachfolgend gehen wir auf die einzelnen Module ein:

Die Präsentation
In den meisten Fällen beginnt ein Assessment mit einer Vorstellungsrunde. Häufig ist dies bereits die erste Übung, auf die Sie sich zu Hause gut vorbereiten können. Überlegen Sie sich eine interessante Kurzdarstellung der wichtigsten Stationen im Lebenslauf, Ihre beruflichen Ziele, warum Sie an der Stelle interessiert sind und nicht zuletzt, warum Sie denken, für die Stelle geeignet zu sein.

Die Postkorbübung
In einer Postkorbübung geht es in der Regel darum, einen bestimmten Zeitraum, z. B. die nächste Arbeitswoche, zu planen.

Sie haben eine Reihe von Aktivitäten, die Sie innerhalb einer bestimmten Zeit selbst erledigen müssen oder an Mitarbeiter delegieren können. Sie müssen dabei also entscheiden, wie wichtig bestimmte Vorgänge sind, von wem, ob und wann diese Vorgänge erledigt werden sollen. Häufig sind Postkörbe sehr umfangreich und so ausgelegt, dass sie in dem vorgegebenen Zeitrahmen nicht vollständig zu absolvieren sind. Es empfiehlt sich also, mit den Ihnen am wichtigsten erscheinenden Aktivitäten zu beginnen. Hier geht es vor allem darum, Organisationsvermögen (Zeitmanagement, Prioritätensetzung), Entscheidungsfähigkeit, Führungskompetenz (Delegation) und Stressverhalten zu beurteilen.

Die Gruppendiskussionen
Bei der Gruppendiskussion möchte man Ihr Verhalten innerhalb einer Gruppe beobachten, deshalb werden Sie kaum ein Assessment-Center finden, in dem nicht mindestens eine Gruppendiskussion durchgeführt wird. In Gruppendiskussionen zu punkten ist nicht einfach, da Sie einerseits Ihre Argumente klar vertreten, sich durchsetzen und andere von Ihren Ideen überzeugen sollen. Sich andererseits aber nicht zu sehr in den Vordergrund drängen, andere nicht unterbrechen und nicht zu dominant sein sollen. Sie müssen also die Gratwanderung zwischen Kompromissbereitschaft und Durchsetzungsvermögen meistern.

Die Fallstudien
Bei Fallstudien müssen die Teilnehmer Lösungen für komplexe allgemeine oder fachliche Aufgabenstellungen erarbeiten. Die Aufgabenstellungen entsprechen meist einem reellen Kontext und entsprechen den Anforderungen der angestrebten Position. Die Ergebnisse müssen entweder in schriftlicher Form oder mündlich den Beobachtern präsentiert werden. Hier werden primär Ihre analytischen und Ihre Problemlösefähigkeiten bewertet und unter Umständen auch noch zu einem gewissen Grad die Fachkompetenz.

Rollenspiele
Bewerber und Beobachter übernehmen jeweils vorgegebene Rollen und simulieren so eine typische oder kritische Situation des späteren Berufsalltags. Der Bewerber erhält in der Regel genügend Vorbereitungszeit, um sich in die Aufgabenstellung einzulesen. Häufig handelt es sich dabei um Mitarbeiter-, Verkaufs- oder Überzeugungsgespräche. Geprüft wird im Rollenspiel, inwiefern der Kandidat Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Kontaktstärke, Überzeugungsfähigkeit, Begeisterungsfähigkeit, Verhandlungsstärke, Problemlösefähigkeit, Belastbarkeit und Führungskompetenz besitzt.

Das Interview
Häufig ist auch ein Bewerberinterview Bestandteil des Assessments. In der Regel werden ähnliche Fragen gestellt wie in einem Vorstellungsgespräch. Bei manchen Assessments will man Sie im sogenannten Stressinterview durch schwierige, provokante Fragen und ein distanziertes, kühles Verhalten der Interviewer unter Stress bringen. Hier gilt es kühlen Kopf zu bewahren, antworten Sie weiterhin höflich und freundlich.

Das psychologische Testverfahren
Bei diesen Testverfahren unterscheidet man zwischen Persönlichkeits-, Intelligenz-, Leistungs-, Konzentrations- und Wissenstests. Hierbei müssen Sie in der Regel in einer vorgegebenen Zeit einen Fragebogen ausfüllen, meist durch ankreuzen der Ihnen am ehesten entsprechenden Antwortmöglichkeit.

Das Abendessen, «Freizeitaktivitäten»
Oft wird ein Assessment mit einem gemeinsamen Essen oder einen Ausflug abgerundet. Auch wenn diese Elemente als Freizeit deklariert werden, wird das gesellschaftliche Verhalten in der Gruppe unter die Lupe genommen. Es empfiehlt sich also, nicht zu tief ins Glas zu blicken.

Frei von jeglicher Art von Beobachtung ist man erst wieder zu Hause in den eigenen vier Wänden. Über folgende Punkte sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken machen: gesellschaftliches Auftreten, Tischmanieren, Konversationsrepertoire und die passende Kleidung.

Das Feedbackgespräch
Im Anschluss an das Assessment bekommen Sie meist ein Feedback. Wenn Sie Glück haben, schon am selben Tag, verbunden mit der Information, ob Sie die Stelle bekommen oder nicht.

Sie erfahren hierbei, wie Sie in den Übungen anhand der vordefinierten Kriterien von den Beobachtern beurteilt wurden. Teilweise bekommen Sie hier auch noch die Möglichkeit, Ihre Selbsteinschätzung darzulegen und somit Ihr Selbstbild mit dem Fremdbild abzugleichen.

Auch wenn Sie die Stelle nicht bekommen, ist das Feedback sehr wertvoll. Sie können hier wertvolle Informationen über sich selbst gewinnen, die Ihnen im weiteren Bewerbungsprozess behilflich sein können.

Quelle www.careerstep.de