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Montag, 30. April 2018

7 Ideen um Lücken im Lebenslauf zu füllen

Jeder Bewerber weiss, das Lücken im Lebenslauf seitens der Firma nicht erwünscht sind, es jedoch im Leben immer anders kommt als man plant oder man eine zeitlang einfach keine Idee hatte wie es weitergehen soll.  Darum hier 7 kleine Ideen dies im Lebenslauf zu “verbessern”.

Du sollst nicht lügen heisst es so schön – ohne Job zuhause sitzen soll man aber auch nicht. Daher greift man am Besten zu einem bewährten Mittel, welches auch viele Biografie-Schreiber verwenden – beschönigen.
Wie sieht es in Lebensläufen bekannter Persönlichkeiten aus?

Ein kurzer Blick in die Biografien von bekannten Persönlichkeiten (Joschka Fischer:” Er besuchte Vorlesungen von Theodor W. Adorno, welcher sich mit der Theorie ….”, Guido Westerwelle: “bis 1994 arbeitete er in der Anwaltskanzlei seines Vaters Heinz Westerwelle mit” oder Ursula von der Leyen “Aufenthalt in Stanford von … bis…”) zeigen doch ganz deutlich das man eine ehemalige Tätigkeit auch positiv umschreiben kann ohne nachweisen zu müssen, ob es sich um eine Vollzeitbeschäftigung handelte.
Wie schliesse ich eine Lücke in meinem Lebenslauf?

Hier ist Kreativität gefragt, und um Ihre Kreativität anzuregen, hier 7 erste Ideen wie Ihr Lebenslauf nicht nur seine Lücken verliert sonder Sie noch interessanter macht, den schliesslich sind Sie ein aktiver Menschen, vielseitig interessiert, stets in interessante Projekte eingebunden, soziale Verantwortung tragend – alles Punkte die den zukünftigen Arbeitgeber interessieren.

Ob ihre Tätigkeit nun eine Teilzeit – oder Vollzeitbeschäftigung war ist eher irrelevant, wichtig ist, Sie haben etwas gemacht – und vergessen Sie nicht – der Lebenslauf ist sowieso nur eine Seite lang! Sie müssen sich vor allem auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten.
1. Arbeit im Familienbetrieb

Ihre Familie hat ihr Studium teilfinanziert und jetzt stehen Sie in der Schuld Ihrer Eltern / des Onkels / der Tante 3. Grades und so ist es mehr als verständlich, dass Sie nun eine Gegenleistung erbracht haben, sich für diese Chance auf Höhere Bildung dankbar zeigen wollten. Daher haben Sie mehrere Monate in der Firma mitgearbeitet.

Natürlich sollten Sie sich das noch von der betreffenden Person bescheinigen lassen. Wenn niemand in ihrem familiären Umfeld Freiberufler ist, werden Sie bestimmt im familiären Umfeld von Freunden fündig.
2. Gasthörer an der Uni

Sie haben das Studium erfolgreich abgeschlossen, aber schon während des Studiums sich für ein Themenbereich begonnen intensiver zu interessieren, daher waren Sie Gasthörer an der Universität, natürlich haben Sie noch Kontakt zu dem ehemaligen Professor der Ihnen ihre Anwesenheit gerne noch nachträglich bestätigt.

Natürlich ist Ihnen bewusst, dass Sie dadurch 6 Monate später mit ihrer nächsten Tätigkeit begonnen haben, aber dies war eine persönliche Herausforderung für Sie selbst, ein Thema das Sie noch abschliessen mussten bevor sie mit 30-40 Berufsjahren anfangen wollten.
3. Soziales Engagement

Ein Familienmitglied, ein Kind eines Verwandten, oder eine Person aus ihrem Freundesfeld bedürfte 4 Monate aus gesundheitlichen oder psychologischen  Gründen eine intensive Betreuung – Sie haben sich Ihrer sozialen Verantwortung gestellt – das war wichtiger als sofort mit einem Job  / dem Studium / der Ausbildung zu beginnen.
4. Intensive Vereinsarbeit

Seit der Kinderheit sind Sie in einem Verein engagiert (Sport, Kunst, Kultur) und Sie empfinden dem Verein aber auch den Vereinsmitgliedern gegenüber eine Verantwortung. Leider war der Vereinsleiter aus privaten Gründen längere Zeit verhindert und so haben Sie aktiv im Verein bei der Organisation von Veranstaltung oder dem normalen Vereinsleben mitgeholfen.
5. Praktikum absolviert

Sie haben ein Praktikum absolviert? Sehr gut, das macht sich immer gut, ein Praktikum ist Berufserfahrung, ob im eigenen Berufsfeld oder einem anderen, ganz egal – es füllt die Lücke in Ihrem Lebenslauf, setzten Sie sich gegebenenfalls noch einmal mit ihrem ehemaliger Arbeitgeber in Verbindung ob er den Zeitraum auch schriftlich bestätigen würden.
6. Auslandsaufenthalt

Sie waren für mehrere Monate im Ausland (wie viele andere bekannte Persönlichkeiten auch)? Das ist sehr gut, so weiss Ihr Arbeitgeber das Sie ihre Sprachkenntnisse verbessert haben und ihre Interkulturelle Kompetenz gestärkt haben – solche Mitarbeiter brauchen viele Firmen – innovativ und mobil. Geben Sie den Zeitraum einfach in ihrem Lebenslauf an und überlegen Sie, welche ihrer Aktivitäten im Ausland Sie bei eventuellen Fragen im Vorstellungsgespräch erwähnen und welche privater Natur sind, d.h. “geheim” bleiben.
7. Sprachkurs /  Weiterbildung

Sie verfügen über gute Kenntnisse in einer Fremdsprache? Nun, das steht in ihrem Schulzeugniss, leider hatten Sie bis zum Ende des Studiums /der Ausbildung viel vergessen und haben daher mehrere Monate Zeit investiert um diese Kenntnisse wieder aufzufrischen.

Sie verfügen über gute Computerkenntinsse? Ein Glück das sie nach dem Ende des Studiums mehrere Wochen im Selbststudium sich dieses Wissen angeeignet haben und die Firma jetzt auf diese Kenntnisse zurückgreifen kann.
Fazit zum “ausbessern” der Lücken im Lebenslauf

Lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen einreden, Sie haben eine längere Zeit in ihrem Leben “nichts Sinnvolles” gemacht oder eine “Phase der Selbstfindung” durchgemacht und nun umschreiben Sie diese Phase einfach mit anderen Worten – das ist nicht moralisch verwerflich.

Moralisch verwerflich ist es gegen Gesetze zu verstossen die sich die Gesellschaft in der wir leben gegeben hat, das ist hier nicht der Fall. Sie leben (eventuell) nur einmal, jeder hat das Recht sein Leben so einzuteilen wie er es für richtig hält.

Ihren Lebenslauf allerdings schreiben Sie für ihren zukünftigen Arbeitgeber, er möchte einen motivierten und engagierten Bewerber – und genau das muss ihre Bewerbung zeigen. Sie wissen das Sie diesen Job wollen und daher werden Sie dies mit Ihrem lückenlosen Lebenslauf vermitteln.

Quelle: www.bildung-news.com/bildung-und-karriere/bewerbung/7-ideen-um-luecken-im-lebenslauf-zu-fuellen/

Freitag, 27. April 2018

Dinge, die Sie über das Zuhören wissen sollten


Zuhören ist eine Kunst – und leider eine arg vernachlässigte. Verwechseln Sie Zuhören aber bitte nicht mit dem großen Lauschangriff, mit simplem Hinhören und schon gar nicht mit Schweigen. Zuhören beinhaltet weitaus mehr als Gold – auch da wo Reden nur Silber ist. Deshalb an dieser Stelle…

85 Prozent dessen, was wir wissen, haben wir durch zuhören gelernt.
Studien sagen, dass wir rund 70 Prozent unseres Tages mit irgendeiner Kommunikationsform verbringen. Davon entfallen 45 Prozent aufs Zuhören, 30 Prozent aufs Reden, 16 Prozent aufs Lesen und 9 Prozent aufs Schreiben. Dieselben Studien bescheinigen der Mehrheit von uns allerdings auch, dass wir nur lausige Zuhörer sind.

Schon kurz nach einem 10-minütigen Vortrag erinnern wir allenfalls die Hälfte dessen, was gesagt wurde. Weitere 48 Stunden später haben wir noch mal 50 Prozent vergessen, sodass wir alleinfalls ein Viertel des Inhalts erinnern.

Nur 16,5 Prozent der Arbeitnehmer halten ihre Chefs für „sehr gute“ Zuhörer, jeder Dritte bescheinigt ihnen diesbezüglich laut der Umfrage nur mittelmäßige Kompetenzen. Dabei heißt es doch so schön: Wer fragt, der führt.

Immer wieder kommen Umfragen zu dem Ergebnis, dass das Zuhören können eine entscheidende Fähigkeit für den beruflichen Erfolg ist. Tatsächlich gibt es (wohl) keinen Fall, bei dem sich jemand um Kopf und Kragen zugehört hätte. Was das Reden anbelangt dafür umso mehr.

Zuhören ist Nahrung für das Gehirn. Unsere grauen Zellen funktionieren wie eine Batterie, die sich durch elektro-neurale Reize aufladen lässt. So hat Giselher Guttmann, Neurologe an der Universität Wien, beobachtet, dass Gehirnströme von bis zu 30 Millionstel Volt unsere Leistungsfähigkeit beeinflussen. Und Töne, Klänge und Geräusche senden ihr elektrisches Potenzial direkt ins Kleinhirn, das unsere Körperbewegungen kontrolliert und von dort ins limbische System, das wiederum Emotionen steuert. Zuhören kann also unseren gesamten Körper beeinflussen – und das relativ unabhängig vom Inhalt.

Mit dem Alter steigt unsere Fähigkeit zuhören zu können – nicht aber die Bereitschaft das auch zu tun.

Ein Erwachsener schafft pro Minute rund 125 Worte zu sprechen. In derselben Zeit kann er aber 400 Worten zuhören (Carver, Johnson, & Friedman, 1970).

Es gibt zahlreiche Coachs, Trainer und meterweise Ratgeberliteratur darüber, wie wir mitreißende Reden halten, überzeugender präsentieren, besser verkaufen. Aber so gut wie keine Seminare, Trainings, Bücher über besseres Zuhören.

Zuhören ist kein passiver Akt. Gute Zuhörer sind immer auch gute Fragensteller: Sie erkundigen sich, wenn sie etwas nicht verstanden haben und wiederholen mit eigenen Worten, was sie verstanden haben. Dabei geht nicht darum, Gesagtes wiederzukauen, sondern den anderen wirklich zu verstehen, seine Emotionen, seine Motive zu erfassen, denn das vermittelt Wertschätzung. Zuhören ist so eine Form von Empathie. Gute Zuhörer beobachten zudem die Körpersprache ihres Gegenübers, registrieren das Flattern in seiner Stimme oder spüren den aggressiven Unterton. Und sie gehen darauf ein – direkt oder über die Metaebene.
Deshalb auch noch…

Tipps für besseres Zuhören

Halten Sie den Mund. Ernsthaft. Man kann nicht zuhören und reden zur selben Zeit. Also lassen Sie den anderen erst einmal aussprechen.

Entspannen Sie. Und zwar nicht nur sich, sondern die ganze Atmosphäre. Wie Sie dreinschauen, ob Sie mit dem Kopf nicken oder schütteln – all das wirkt natürlich auch auf Ihr Gegenüber. Und damit, ob er Ihnen wirklich etwas Gehaltvolles erzählt (was fürs Zuhören irgendwie hilfreich wäre) oder sich nur in Smalltalk übt.

Halten Sie permanent Blickkontakt. Achten auf die Körpersprache Ihres Gegenübers. Registrieren Sie Mikrogesten oder sein nervöses Fußwippeln unter dem Tisch. In manchen Situationen dürfen Sie sogar darauf eingehen: „Entschuldigung, mache ich Sie nervös? Sie zittern so…“ Wenn Sie das behutsam und freundlich tun, öffnet das den anderen für sie, denn er fühlt sich ernst genommen – und Sie genießen sofort mehr Vertrauen.

Quasseln Sie nicht dazwischen. Und vervollständigen auch nicht seine Sätze. Das ist respektlos. Gute Zuhörer sind sogar in der Lage, Stille auszuhalten und ihr zu lauschen, während der andere noch um Worte oder Fassung ringt. Dadurch führen sie das Gespräch, selbst wenn sie nichts sagen.

Nutzen Sie Pausen. Zum Beispiel, um das Gesagte zu verdauen und darüber nachzudenken. Für die Auszeit müssen Sie sich überhaupt nicht schämen. Schließlich geben sie später umso bessere Antworten.

Belehren Sie nicht. Ein guter Zuhörer ist an langfristigen und gehaltvollen Lösungen interessiert, nicht an schnellen Effekten – noch weniger an solchen, die seinem Ego schmeicheln. Deshalb sollten Sie Ihre Ratschläge auch nur erteilen, wenn Sie darum gebeten werden. Alles andere wirkt latent aufdringlich und besserwisserisch. Zuhören dient einer wohlwollenden Beziehung, keiner Selbsttherapie.

Halten Sie öfter mal die Klappe. Und hören Sie immer länger zu als Sie reden! Menschen, die während einer Konversation weniger Airtime beanspruchen als Ihr Gegenüber, werden durchweg als bessere und intelligentere (!) Gesprächspartner empfunden.

Quelle www.karrierebibel.de  von Jochen Mai

Donnerstag, 26. April 2018

INITIATIVBEWERBUNG; Eigeninitiative und Motivation beweisen

Durch die Initiativbewerbung zeigt der Bewerber, dass er motiviert und engagiert ist. Um sicherzugehen, dass die Initiativbewerbung an der richtigen Stelle ankommt, ist es empfehlenswert, sich vorher telefonisch bei der Firma zu informieren.


Dabei sollte in Erfahrung gebracht werden, ob überhaupt Bedarf an Personal ist und ob Interesse an einer Bewerbung vorhanden ist. Dadurch hat man von vornherein einen Ansprechpartner, auf den man sich bei der schriftlichen Bewerbung beziehen kann. Einen besonders guten Eindruck macht es, wenn man bei der persönlichen Anrede einen Namen verwenden kann. Der Personaler fühlt sich angesprochen und belohnt dies mit mehr Aufmerksamkeit beim Lesen. Dies kann entscheidend sein.

Ein weiterer Pluspunkt der Initiativbewerbung ist es, dass die Bewerbung nicht in der Masse an Schreiben untergeht. In Folge einer Stellenausschreibung erreicht eine Firma eine Unmenge an Bewerbungen, weswegen viele einfach nach dem ersten Überfliegen aussortiert werden. Bei einer Bewerbung in Eigeninitiative kann man dagegen ganz anders auftreten und sich so präsentieren, wie man es gerne möchte, da man an keinerlei Vorgaben aus einer Ausschreibung gebunden ist.

Besonders wichtig ist es, im Bewerbungsschreiben genau zu erklären, wieso man genau bei dieser Firma arbeiten möchte. Deshalb sollte man sich sehr gut über das Unternehmen informiert haben und dieses spezielle Wissen auch bei der Initiativbewerbung einbringen um sich bei der Firma interessant darzustellen. Selbst wenn keine freie Stelle zu vergeben ist, hat man gute Chancen, das Interesse des Personalchefs zu wecken, um dann gleich an erster Stelle zu stehen und zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, wenn tatsächlich etwas frei wird.

Die Initiativbewerbung unterscheidet sich rein theoretisch kaum von einer gewöhnlichen Bewerbung. Zumindest werden die gleichen Bewerbungsunterlagen an die Firma gesandt. Auch die Gestaltung der Bewerbungsmappe ist unverändert. Die Unterlagen müssen auch hier vollständig und ordentlich sein, ansonsten sinken die Chancen, Interesse bei der Personalabteilung zu wecken.


Quelle Bild.de 

Mittwoch, 25. April 2018

Überstunden benötigen Beweise



Für viele Angestellte ist es normal, Überstunden zu machen. Wer die zusätzlich geleistete Arbeit abrechnen möchte, muss sie aber auch belegen. Sogar ob die Mehrarbeit notwendig war, muss im Streitfall deutlich gemacht werden.

Private Aufzeichnungen reichen als Nachweis von Überstunden nicht aus. Vorgesetzte sollten sie abzeichnen.

Wollen Arbeitnehmer die Bezahlung von Überstunden einklagen, müssen sie die Mehrarbeit nachweisen können. Auf einen Informationsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber können sie nicht vertrauen. Das hat das Arbeitsgericht Berlin entschieden. Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin.

In dem Fall forderte ein Arbeitnehmer die Bezahlung seiner Überstunden. Er verlangte deswegen von seinem Arbeitgeber Auskunft über die geleistete Mehrarbeit. Ohne Erfolg. Grundsätzlich müsse der Arbeitnehmer die geleisteten Überstunden nachweisen. Außerdem sollte er zeigen können, dass die Mehrarbeit auch notwendig war. Zwar gebe es einen inzwischen gewohnheitsrechtlich anerkannten Auskunftsanspruch. Dieser bestehe aber nur, wenn der Arbeitnehmer in entschuldbarer Weise über den Umfang der Überstunden im Unklaren sei. Der Kläger habe hier aber nicht darlegen können, warum er die Überstunden nicht nachweisen kann.

Grundsätzlich gilt: Steht im Vertrag nichts zu Überstunden, muss der Arbeitnehmer auch keine leisten. Es sei denn, es tritt eine echte Katastrophe ein. Und das bedeutet im Arbeitsrecht nicht etwa die drohende Insolvenz, sondern ein Feuer im Bürogebäude oder eine Flutwelle, welche die Werkhalle zu überschwemmen droht. "Die meisten Verträge beinhalten eine Überstunden-Pauschalklausel. Ob die gilt, ist allerdings je nach Fall sehr unterschiedlich, ebenso wie die Rechtsprechung", sagt Michael Henn, Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Arbeitsrechtsanwälte in Stuttgart.

Als Überstunden zählen dabei alle Arbeitsstunden, die über das hinausgehen, was im Vertrag vereinbart und vom Vorgesetzten angeordnet wurde. Grundsätzlich regele das Arbeitszeitgesetz die Obergrenze für die Überstunden, erläutert Martina Perreng vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Und das besagt, dass die tägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten darf. Im Ausnahmefall dürfen es an einem Arbeitstag auch zehn Stunden sein, wenn es innerhalb von sechs Monaten durchschnittlich bei acht Stunden pro Tag bleibt.

Quelle: n-tv.de, dpa

Dienstag, 24. April 2018

Attest ab erstem Krankheitstag



Beschäftigte müssen auf Verlangen ihres Arbeitgebers schon am ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen, urteilt das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Die Arbeitgeber müssen auch nicht begründen, warum sie bereits so früh auf die Vorlage eines Attests bestehen.

Ein Urteil, das jeden Arbeitnehmer interessieren dürfte: Arbeitgeber dürfen von ihren Beschäftigten bereits ab dem ersten Tag der Krankschreibung ein Attest verlangen. Sie müssen demnach auch nicht begründen, warum sie bereits so früh einen Krankenschein vorgelegt bekommen wollen. Vielmehr liege es in ihrem Ermessen, dies auch ohne objektiven Anlass von ihren Mitarbeitern zu verlangen, entschieden die obersten deutschen Arbeitsrichter.

Die Richter mussten entscheiden, ob eine solche Weisung zulässig ist und ob sie begründet werden muss. In Deutschland gibt es laut Statistischem Bundesamt derzeit 37,2 Millionen Arbeitnehmer. Bundesweit waren Arbeitnehmer im vergangenen Jahr durchschnittlich 9,5 Arbeitstage krankgemeldet. Den niedrigsten Krankenstand der vergangenen 20 Jahre gab es 2007 mit rund 7,9 Fehltagen.
Spätestens am vierten Krankheitstag muss Bescheinigung vorliegen

In dem verhandelten Fall wurde die Klage einer Redakteurin des Westdeutschen Rundfunks in Köln zurückgewiesen. Sie war nach einer Krankmeldung im November 2010 von ihrem Arbeitgeber aufgefordert worden, künftig schon am ersten Krankheitstag ein Attest vorzulegen. Die Klägerin hat sich daher in den Vorinstanzen bisher erfolglos gegen die Anweisung ihres Arbeitgebers gewehrt. Sie vertritt die Ansicht, dass die Weisung willkürlich sei und das allgemeine arbeitsrechtliche Schikaneverbot verletze. Außerdem argumentierte sie, dass bei ihr kein Missbrauchsverdacht hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Ihr Arbeitgeber hielt wiederum entgegen, dass er die Anweisung nicht begründen müsse.

Gesetzlich sind Beschäftigte verpflichtet, ihren Arbeitgeber unverzüglich zu informieren, wenn sie wegen Krankheit ausfallen. Spätestens am vierten Krankheitstag muss eine entsprechende Bescheinigung eines Arztes vorgelegt werden. Das Entgeltfortzahlungsgesetz räumt dem Arbeitgeber aber auch das Recht ein, schon früher einen Krankenschein zu verlangen.
Schuss kann auch nach hinten losgehen
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Der Anwalt der Klägerin bedauerte die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts. "Damit wird ein Gesetzestext zementiert, der aus unserer Sicht arbeitnehmerunfreundlich ist", sagte Rechtsanwalt Joachim Gärtner. Es bestehe die generelle Befürchtung, dass Arbeitgeber das als Willkürmaßnahme missbrauchen könnten. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hingegen begrüßte die Entscheidung, die Rechtsklarheit schaffe.

Für den Düsseldorfer Arbeitsrechtler Tobias Törnig kommt die höchstrichterliche Entscheidung dennoch wenig überraschend. Er rät Arbeitgebern trotzdem, sich genau zu überlegen, in welchen Fällen sie derartige Anweisungen treffen: "Der Schuss kann auch nach hinten losgehen", warnt der Rechtsanwalt. Verlange der Chef schon am ersten Krankheitstag eine Bescheinigung, zwinge er damit Arbeitnehmer auch beim kleineren Unwohlsein zum Arztbesuch. "Und die Ärzte schreiben zumeist länger als einen Tag krank", gibt Törnig zu bedenken.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

Montag, 23. April 2018

Die Initiativbewerbung – initiativ Bewerben mit Erfolg

Die Initiativbewerbung bedeutet, dass man seine Bewerbungsunterlagen unaufgefordert zu potenziellen Arbeitgeber sendet, ohne das dieser zuvor ein Stellenangebot veröffentlicht hat.

Hinter diesem Bewerbungsweg verbergen sich für den Arbeitssuchenden einige Vorteile, auf welche wir später noch einmal genauer eingehen werden. Mit der Initiativbewerbung zeigen Sie dem Arbeitgeber ihre Motivation und Eigeninitiative, bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Erhält der Bewerber auf seine Bemühungen keine Antwort, heißt das nicht automatisch, dass Ihre Bewerbungsunterlagen im Papierkorb gelandet sind. Viel wahrscheinlicher ist es, dass der Arbeitgeber zum aktuellen Zeitpunkt keine freie Stelle zur Verfügung hat und zu einem passenden Zeitpunkt auf Ihre Unterlagen zurück kommen wird und diesen seine Beachtung schenkt.

Obwohl die Initiativbewerbung von vielen Arbeitgebern sehr positiv angenommen wird, scheuen sich viele Arbeitssuchende vor diesem Bewerbungsweg. Die Gründe sind häufig fehlende Kenntnisse zur Vorgangsweise und mangelndes Selbstbewusstsein bei Erkundung von Eckdaten. Die Problematik an solchen Bewerbungen (auch Blindbewerbung genannt) ist, dass es einer Vielzahl solcher Versendungen bedarf um in den Genuss eines Termins zum Vorstellungsgespräch.

Wann ist die Initiativbewerbung angebracht und welche Eckdaten sind notwendig?

Bevor Sie sich an die Arbeit machen, seien Sie sich vollkommen im klaren, was Sie wollen! Versenden Sie diese Bewerbungen nicht auf gut Glück und unüberlegtem Hintergrund. Anders als bei der Bewerbung auf ein Stellenangebot, müssen Sie bei der Initiativbewerbung den Arbeitgeber von Ihrer Person erst überzeugen und ihm klar machen, dass er auf einen Mitarbeiter wie Sie es sind, nicht verzichten kann. Es ist dabei äußerst wichtig, sich gut zu verkaufen. Von Vorteil sind hier in jedem Fall fundierte Branchenkenntnisse, um auch die passenden Firmen anzusprechen. Vor dem Absenden Ihrer Bewerbungsunterlagen ist es ratsam sich vorher mit dem Unternehmen in Verbindung zusetzen, um die Chancen Ihrer Bewerbung auszuloten. Weiterhin sollten den Namen des Verantwortlichen im Personalbereich ausfindig machen und Ihre Bewerbung direkt an ihn richten. Wenn Sie einmal dabei sind und die Person in Sachen Personalentscheidung am Telefon haben, stellen Sie auch Fragen über das Unternehmen. Diese Informationen können Sie dann im Anschreiben gut verwerten und bringen Ihnen mit Sicherheit einige Pluspunkte. Im Übrigen, wer am Telefon nicht die richtigen Worte findet, kann sich auch per E-Mail an sein Wunschunternehmen wenden.

Vor jeder Initiativbewerbung sollten Sie folgende Punkte beachten und klären:

  • Habe ich Informationen über das Unternehmen in Erfahrung bringen können?
  • Könnte das Unternehmen meine Fähigkeiten benötigen?
  • Warum ist gerade dieses Unternehmen für mich interessant?
  • Welche Vorteile bringt meine Person dem Unternehmen?


Halten Sie Ihr Anschreiben kurz und sachlich!
Welche Vorteile bringt diese Bewerbung mit sich?
Da gibt es tatsächlich einige.

  • Sie können sofort aktiv werden und brauchen nicht auf das passende Stelleninserat warten.
  • Keine oder wenig Konkurrenz durch andere Bewerbungskandidaten.
  • Anders als bei einer Bewerbung auf ein Stellenangebot (bei der man Rücksicht auf die Anforderungen nehmen sollte), können Sie bei der Initiativbewerbung die Formulierungen Ihrer Qualitäten so wählen, dass Sie für Ihre Person am vorteilhaftesten erscheinen.
  • Sie zeigen Eigeninitiative, Tatkraft, Motivation und Engagement.
  • Sie dürfen sich bei einer guten und überzeugenden Präsentation Ihrer Bewerbung sicher sein, das Ihre Bewerbungsmappe nicht im Papierkorb landet, sondern Ihren Platz in der Wiedervorlage findet. Sobald ein neuer Mitarbeiter gebraucht wird, kommt man gern auf Sie zurück.


Form und Aufbau der Initiativbewerbung?

In der Struktur entspricht die Initiativbewerbung einer herkömmlichen Bewerbung.
Ein wichtiger Grundgedanke bei der Erarbeitung dieser Bewerbung entsteht, wenn Sie zuvor folgende Fragen durchdenken und für sich beantworten:

  • Wer sind Sie und was macht sie aus?
  • Was sind Sie von Beruf?
  • Was können Sie dem Unternehmen anbieten?
  • Welche Arbeit/Bereich interessiert Sie besonders und nach was suchen Sie konkret?
  • Haben Sie spezielle Wünsche an den Unternehmer?
  • Warum ist gerade dieses Unternehmen für Sie so interessant?


Alle Fragen sind von großer Bedeutung und verlangen von Ihnen eine gute und durchdachte Recherche. Sehr viel Wert legen Unternehmen auf die Beantwortung der letzten Frage. Aus Ihrer Antwort und Art der Formulierung leiten Arbeitgeber gern ab, wie sehr Sie sich bereits vorab mit dem Unternehmen auseinander gesetzt haben und wie groß Ihr tatsächliches Interesse an einem Arbeitsplatz ist. Sollte aus Ihrer Initiativbewerbung ein Vorstellungsgespräch resultieren, können Sie sich auch zu diesem Thema gern auf unserem Portal belesen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Quelle: www.arbeits-abc.de

Freitag, 20. April 2018

Wie Sie unfaire Verbalangriffe abwehren

Jeder kennt unangenehme, stressige und nervige Situationen in der täglichen Kommunikation. Im beruflichen Alltag wie im gesellschaftlichen Leben trifft man immer wieder auf aggressive, dominante und chronische Rechthaber. Je schwieriger die Zeiten und je umkämpfter die Themen, desto größer ist der Anteil unfairer Tricks und Winkelzüge. Wer sich in Verhandlungen, Meetings und Diskussionen behaupten und nicht Opfer werden will, benötigt das Rüstzeug, um kampfdialektische und manipulative Taktiken möglichst früh zu erkennen, zu stoppen und die Initiative zu übernehmen. Doch was gehört zur Kampfdialektik und Manipulation?

Kampfdialektik ist die Kunst, im verbalen Schlagabtausch mit allen Mitteln Recht zu bekommen und die eigene Meinung durchzusetzen – auch unter Einsatz boshafter und ethisch bedenklicher Taktiken. Der Angreifer will Sie in Rede und Gegenrede schlecht aussehen lassen, Ihre Souveränität beschädigen und Sie in eine unterlegene Position manövrieren. Die Verbalattacken sollen Sie unter Druck setzen, damit Sie die Kontrolle verlieren und Ihre eigenen Interessen nicht mehr wirkungsvoll verfolgen können.

Im Repertoire des Kampfdialektikers finden sich zum Beispiel diese unfairen Taktiken:

bösartige und verletzende Angriffe auf die Person, insbesondere auf ihre Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Image;
pauschale Abwertung und Stigmatisierung der gegnerischen Argumente sowie einseitige und übersteigerte Kritik; inszenierte Wutausbrüche, Drohungen und taktische Emotionalisierung der Diskussion als Mittel der psychologischen Einflussnahme; kritisches Fragen, um den Gesprächspartner in Beweisnot zu bringen und zu verunsichern; regelverletzungen und Störungen, um sachbezogene Diskussionen zu blockieren. Gewiefte Kampfdialektiker setzen darüber hinaus manipulative Taktiken ein, die gar nicht oder nur schwer zu durchschauen sind.

Denken Sie zum Beispiel an Gesprächspartner, die

schwache Argumente durch Halbwahrheiten, irreführende Zahlen oder durch andere fingierte Beweismittel künstlich verstärken;
nonverbale Mittel der Beeinflussung wie Droh- und Dominanzgebärden einsetzen, um beim Gegenüber Unterlegenheitsgefühle zu erzeugen;
durch Bluffen und Blenden versuchen, die eigene Kompetenz und Autorität größer erscheinen zu lassen als sie ist.
Inwieweit Kampfdialektiker und Manipulatoren ihre Ziele erreichen, hängt von der Persönlichkeit des Angegriffenen, seiner psychischen Disposition (ängstlich oder stress-resistent) und dem verfügbaren dialektischen Repertoire ab. Vor allem aber geht es um das Bewusstsein für diese Vorgänge. Wer manipulative Attacken frühzeitig wittert, wird sich naturgemäß besser schützen können.

Starke Ausstrahlung verschafft Respekt

Wie beim Kampfsport geht es auch bei der Kunst des Argumentierens darum, sich das relevante Knowhow anzueignen, es durch stetiges Üben zu festigen und dann gekonnt anzuwenden und weiterzuentwickeln. Die Anwendung von Techniken reicht dabei nicht aus. Zeigen Sie durch Ihr Auftreten, Ihre Körpersprache und Stimme, dass Sie sich gleichberechtigt und stark fühlen. Es wirkt aus Sicht Ihres Gegenübers stark, wenn Sie im Hochstatus aufzutreten.

Das heißt: Aufrechte Haltung, fester Blick, sicherer Stand, raumgreifender Gestik und langsames, deutliches und moduliertes Sprechen. In Rede und Gegenrede fördert dies Ihren Status: agieren statt zu reagieren, vorbereitete Statements in die Diskussion einbringen, bei Stichworten einhaken, Fragen stellen bei gewagten Behauptungen oder unverständlichen Aussagen, bei Angriffen wirkungsvoll und deeskalierend kontern.

Bei verbalen Attacken ist es so ähnlich wie in der Gewaltkriminalität: Angreifer suchen sich Schwächere. Wer sich vor Ihrer Schlagfertigkeit und Dialektik fürchtet, wird Sie nicht so gern angreifen!

Unverzichtbar: Eine starke innere Haltung

Selbstvertrauen ist daher notwendig, um Signale der Stärke auszusenden. Ist es hoch, bleiben Sie auch in schwierigen Situationen gelassen. Ist es niedrig, kommt es leicht zu Selbstzweifeln. Die Folge: Sie lassen sich leicht verunsichern und unter Druck setzen.

Selbstzweifel drücken sich in negativen Glaubenssätzen aus wie: „Ich fühle mich unterlegen?“ oder „Ich habe Angst zu versagen.“, „Ich kann mich nicht wehren.“

Sagen Sie Stopp! zu angstbesetzten inneren Dialogen und ersetzen sie diese durch ein positives Denkmuster, etwa: „Ich freue mich auf den verbalen Schlagabtausch.“ Oder „Ab jetzt ergreife ich das Wort, wenn ich Wichtiges zu sagen habe.“

Neue positive Glaubenssätze helfen Ihnen, mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und den Weg zu neuen Erfahrungen im verbalen Schlagabtausch zu ebnen. Wir wissen aus der modernen Hirnforschung, dass wir uns von alten erfolglosen Prägungen erst dann lösen, wenn wir erleben, dass die Anwendung neuer dialektischer Techniken in der Praxis funktioniert. Bei Erfolg wird diese neue Erfahrung im Hirn „eingebrannt“. Und dies umso mehr, je größer Ihre Begeisterung dabei ist und je häufiger Sie diese neuen argumentativen Handlungen durchführen.

Für eine gelassene innere Haltung ist es zudem wichtig, unfaire Angreifer emotional auf Distanz zu halten. Dies gelingt zum Beispiel dadurch, dass Sie die Wahrnehmungsperspektive verändern und unfaire Attacken positiv umbewerten – etwa als Gelegenheit zum Coaching. Ihr Glaubenssatz könnte hierbei lauten: „Ich freue mich auf unfaire Angriffe, denn sie geben mir die Chance, neue Reaktionsmöglichkeiten auszuprobieren.“

Neben diesen personalen Faktoren gehören spezielle Konterstrategien zum Schutzprogramm gegen verbale Angriffe. So können Sie beispielsweise durch den Einsatz von Brückensätzen bösartige Attacken sofort stoppen und neutralisieren.

Wie funktionieren Brückensätze?

Brückensätze sind prozessbezogene Formulierungen, die es erleichtern, die Kontrolle zu behalten, unfairen Gesprächspartnern den Wind aus den Segeln zu nehmen und eine Brücke zum Sachthema zu schlagen.

Stellen Sie sich vor, Ihr Gegenüber attackiert Sie mit den Worten „Totaler Blödsinn, was Sie da von sich geben.“

Um ein unproduktives Streitgespräch zu vermeiden können Sie den unfairen Angriff auf Ihre Person ignorieren und durch eine Rückfrage die Energie des Angreifers auf die Sache lenken. Das könnte sich so anhören: „Ihre Aussage zeigt mir, dass Sie Bedenken haben. Welche Argumente haben Sie in der Sache?“

Ihr Brückensatz wäre also: „Ihre Aussage zeigt mir, dass Sie Bedenken haben.“

Sie können die Unfairness auch benennen und dann auf die Sache lenken: „Ich denke, auf dieser Ebene kommen wir nicht weiter. Ich lade Sie zu einem sachlichen Dialog ein. An welcher Stelle haben Sie Einwände?“

Prägen Sie sich für den dialektischen Schlagabtausch ein paar Brückensätze ein!

So verhalten sich auch Kampfsportler: Sie beherrschen zig Varianten für Angriff und Abwehr. Um den Gegner zu besiegen, genügen ihnen in der kritischen Phase des Wettkampfs jedoch meist schon zwei oder drei davon.

VON ALBERT THIELE
Quelle: www.karrierebibel.de/rhetorik-tipps-wie-sie-unfaire-verbalangriffe-abwehren